Leserbrief

Ehrenamtliche Helfer allein am Treffpunkt

(zu: Heizen auf unsere Kosten vom 29.11.2017)

Liebe Redaktion,
Danke für den ausführlichen Bericht und Danke dafür, dass Sie die Altmieter seit März 2014 in regelmäßigen Abständen mit kritischen Tatsachenberichten unterstützt haben und über die unmenschlichen Zustände in der ehemaligen kleinen Mietwohnanlage (98 Mietwohnungen) berichtet haben. Ihre Redaktion ist im übrigen die einzige Institution gewesen, welche die beweisbare Problematik öffentlich angeprangert hat.

Noch eine Anmerkung zu den kostengünstigen Arbeitskräften (im Volksmund werden diese auch ehrenamtliche Helfer genannt): Seit nunmehr 3,5 Jahren findet an jedem Freitag um 16.00 Uhr und am Sonntag um 18.00 Uhr irgendeine Freizeitaktivität für die überwiegend arabischen Kinder in der Unterkunft statt. Da diese aber im Regelfall nicht zu den feststehenden Termin erscheinen und die sogenannten ehrenamtlichen Helfer allein am Treffpunkt ca.15 - 20 Minuten bei jeder Wetterlage warten müssen, gehen dann die kostengünstigen Arbeitskräfte schließlich zu jedem Gebäudeeingang und klingeln dann bei den einzelnen Unterkunftseinheiten und fragen dann in einer Lakaien-Haltung nach, ob der die Kinder doch eventuell bitte gewillt sind, mitzukommen.
 
Es ist uns nicht bekannt, dass solch ein Verhalten in irgendeinem anderen Lebensbereich üblich wäre. Kein Busfahrer würde, wenn seine Fahrgäste nicht erscheinen, nach diesen suchen. Das hat auch etwas mit pädagogischen Verhalten zu tun.

Besonders verwerflich ist im übrigen die Doppelmoral der verantwortlichen politischen Vertreter im Bezirksamt Eimsbüttel und der regierungsverantwortlichen im Hamburger Rathaus. Siehe hierzu auch einen Bericht über den Hausbesitzer aus dem Norderstedt-Teil des Hamburger Abendblatts vom 29.01.2011: Aus für den “Potenberg-Saal“.
 
Rüdiger Miosga

© Lokstedt-online 03.12.2017