Nicht heimische Pflanzen

Ausbreitung eindämmen

In Gärten, Parks, an Flussläufen und Böschungen findet sich immer häufiger der Riesen-Bärenklau. Eine nicht heimische Pflanze, ein sogenannter Neophyt, der sich massiv ausbreitet und die heimischen Pflanzen verdrängt.

Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze bildet dekorative Fruchtstände aus. Mit ihrer Höhe von bis zu 3,50 Metern und den großen weißen Blütendolden sieht sie beeindruckend aus. Wegen ihrer Größe wird die Pflanze auch Herkulesstaude genannt. Die Dolden werden oft als Zierpflanze verwendet, dadurch trägt der Mensch zur weiteren Ausbreitung bei.

Aus ökologischen aber auch gesundheitlichen Gründen sorgt der Riesen-Bärenklau bundesweit für Probleme. Der direkte Hautkontakt mit Herkulesstauden sollte vermieden werden, da fotosensibilisierende Substanzen in Verbindung mit Sonnenlicht zur allergischen Reaktion der Haut und verbrennungsähnlichen Erscheinungen führt.

Um einer Massenausbreitung entgegen zu treten, werden die Pflanzen auf den öffentlichen Flächen entlang der Gewässer im Bezirk Eimsbüttel bereits seit 2009 ausgegraben. Das Bezirksamt Eimsbüttel, das derzeit vermehrt Meldungen über Herkulesstaudenvorkommen erhält, macht darauf aufmerksam, dass die Pflanze auch auf Privatflächen entfernt werden sollte.

Die Beseitigung der Pflanzen sollte nur mit entsprechender Schutzkleidung durchgeführt werden. Die effektivste Methode ist das Ausgraben der oberen 15 cm der Wurzelrübe. Die Pflanzen müssen der Verbrennung zugeführt werden, da die Samen bei einer Kompostierung weiter ausgebreitet werden.

Einen Flyer mit Hinweisen finden sie auf den Hamburg-Seiten:
www.hamburg.de

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 27.06.2012