Leserbrief

Gnadenlos im Hauruck-Verfahren durchgezogen

(zu: Totes Land in Spekulantenhand vom 23.01.2016)

Vielen Dank für diesen sehr informativen Artikel.

Ich verstehe zwar nicht alles im Detail, aber eines verstehe ich sehr wohl
und es macht mich - mal wieder - echt wütend:

Hier werden schon wieder Pläne der Politiker, Grundbesitzer, Immobilienspekulanten und Baufirmen mit Hilfe des Polizeirechts selbstherrlich und gnadenlos im Hauruck-Verfahren durchgezogen und etwaige Bedenken der betroffenen Bürger komplett ignoriert. Ist ja in letzter Zeit in Hamburg so üblich geworden und natürlich wesentlich bequemer und einfacher, als sich vorab um Baugenehmigungen und Bebauungsplan-Änderung etc. zu bemühen.

Dass sich alle Beteiligten mit dieser wilden Bauerei überall in Hamburg eine goldene Nase verdienen, ist ja wohl glasklar. Und dass es keinen dieser Menschen interessiert, was wir Hamburger davon halten, hat wohl inzwischen auch jeder mitbekommen.

Die Informationspolitik ist genauso großartig wie bei den ZEA-Einrichtungen, die wahllos in den Bezirken verteilt werden, egal ob sich dort schon eine oder mehrere Einrichtungen befinden.

Wie sagte doch Herr Sevecke so schön (ich darf Lokstedt-online zitieren):
„‚Alles Unterbringungen, das wollte ich an dieser Stelle noch einmal deutlich sagen, die nach Polizeirecht‘ durchgesetzt werden. Dort lägen keine baurechtlichen Genehmigungen vor, ‚das heißt es wird bei diesen Unterbringungen maximal über die Eröffnung informiert.‘" Basta!

Unsere Politiker müssen uns Hamburger Bürger schon für ziemlich blöd halten wenn sie denken, es merkt keiner, was hier gespielt wird.

Ich hoffe sehr, dass wir uns alle daran erinnern, wenn wir das nächste Mal zur Wahl gehen.

Manuela Golz

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© Lokstedt-online 26.01.2016