Hundekotentsorgung

Gassi-Beutel im Vorgarten

Wer kennt ihn nicht den Geruch im Auto oder die Flecken auf dem Teppich, wenn man feststellen muss, dass man mal wieder ins Glück getreten ist?

Zugegeben das ist in den letzten Jahren seltener geworden, seit den Hundebesitzern vorgeschrieben ist, den Kot ihrer Hunde zu entsorgen.

Der Hundehalter ist zuständig für die Verschmutzungen, die das Tier verursacht. Das Hinterlassen von Hundekot auf öffentlichen Flächen ist verboten. Seit die Stadtreinigung Hamburg den Hundebesitzern zu diesem Zweck kostenfrei praktische Gassi-Beutel anbietet, hat sich allerdings ein neues Problemfeld aufgetan.

Immer öfter lassen Hundehalter mit Kot gefüllte Gassi-Beutel einfach liegen oder schmeißen sie bei nächster Gelegenheit irgendwo hin. Die Gebüsche, Wegesränder, Grünstreifen und Vorgärten sind teilweise übersäht mit Dutzenden, machmal Hunderten von solchen Hinterlassenschaften.

Problematisch ist dieses rücksichtslose Verhalten von Hundehaltern besonders dort, wo die Stadtreinigung Hamburg keinen Reinigungsauftrag hat und die Beutel oft wochenlang nicht beseitigt werden, wie unser obiges Foto aus dem Verbindungsweg zwischen der Vogt-Wells-Straße und Bei der Lutherbuche belegt.

Offensichtlich reichen die 9000 öffentlichen Papierkörbe niciht aus, in die die Beutel geworfen werden sollten, wenn der Weg zur heimischen Mülltonne dem Hundebesitzer zu weit erscheint.

In Lokstedt muss man manchmal tatsächlich ganz schön suchen, um einen öffentlichen Papierkorb zu finden. Aber bei allem Verständnis für die Hundebesitzer, wenn kein Papierkorb in der Nähe ist, muss dem Hundebesitzer zugemutet werden den Beutel mitzunehmen.

Die Hundebesitzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Beutel aus Plastik sind und nicht verrotten. Darum muss er, wenn sich der Hundebesitzer zu schade dafür war, von einem anderen weggeräumt werden, sei es ein Angestellter der Stadtreinigung, ein Hausmeister oder Hausbesitzer. Es sollte aber der Grundsatz geltern: Wer sich an einem Hund erfreut, muss im Gegenzug auch den Gassi-Beutel entsorgen.

Übrigens, wer es umweltverträglicher mag, kann sich im Internet übrigens kompostierbare Hundekotbeutel besorgen. 50 Stück kosten etwa 3 €. Allerdings müssen auch diese Beutel in die Mülltonne und dürfen nicht liegen gelassen werden oder in die Biotonne geworfen werden.

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© Lokstedt-online.de 16.10.2011