Lokstedter Parkanlagen

Noch 1922 gab es in Lokstedt acht größere Parks, die von reichen Hamburger Kaufleuten als Sommerwohnsitz genutzt wurden. Erhalten blieben Amsinckpark, von-Eicken-Park und Willinks Park.

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Amsinckpark

Beim Amsinckpark 18

Erhalten ist der Kernbereich eines ehemals größeren Landschaftsparkes im englischen Stil, der von Friedrich Joachim Christian Jürgens gestaltet wurde. Die Villa wurde 1868/70 von Martin Haller für Wilhelm Amsinck erbaut. Die Gesamtanlage ist seit 1993 in die Denkmalliste eingetragen.

www.bildarchiv-hamburg.de
gartengesellschaft.de

Stellinger Schweiz

Gazellenkamp Ecke Deelwisch

Wie auch Hagenbecks Tierpark liegt die Stellinger Feldmark, meist aber Stellinger Schweiz genannt, direkt auf der Grenze zwischen Stellingen und Lokstedt, sozusagen gleich hinter dem Liethberg. Ein hügeliges Gebiet mit ländlichem Charakter. Dort gewinnen die Hamburger Wasserwerke Trinkwasser.

Hier kann man spazieren gehen, durch den Wald, an Hagenbecks Weiden vorbei und wenn man will, gleich durch ins Niendorfer Gehege, das direkt anschließt. Es gibt eine Hundewiese, im restlichen Park besteht Leinenzwang.

Die Hügel sind keinesfalls, wie man vermuten könnte eiszeitlichen Ursprungs. Sie sind 1970 viel profaner entstanden, es handelt sich Erdaushub der Bauarbeiten an der A7.

Hier befindet sich auch der Spielplatz Deelwisch.

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Von-Eicken-Park

Rütersbarg

Der von Eickensche Besitz ist aus dem Hof Nr. 19 hervorgegangen, welcher bereits 1819 seinen landwirtschaftlichen Charakter eingebüßt hatte und zum Garten geworden war.

1899 kaufte Karl Heinrich Clemens Gerhard von Eicken diese Besitzung zu Lokstedt. Der prachtvolle, damals verwilderte Park hatte es ihm angetan. 1914 entschloß er sich zum Abriß des alten Wohnhauses und ließ ein Herrenhaus errichten.

Nach dem Tode von Eickens kaufte die Gemeinde Lokstedt 1926 das Gelände an.

Die Kollauer Chronik, S. 714
Horst Grigat: Hamburg-Lokstedt, S. 79

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Willinkspark

Niendorfer Straße

Carl Heinrich Willink (1807 - 1875) war auf den Karibikinseln St. Thomas und Puerto Rico zu Wohlstand gekommen und verlegte seinen Geschäftssitz nach Hamburg. Im Jahre 1850 kaufte Willink den "Lustgarten auf dem Rütersberge" von den Erben des Kaufmanns Franz Matthias Mutzenbecher. Durch den Ankauf von Nachbarfluren wurde der Garten erheblich vergrößert. 1861 ließ Willink das alte Wohnhaus der Familie Mutzenbecker abbrechen und baute eine neue Villa, die bis zum Jahre 1981 erhalten blieb.

Als Willink starb umfasste der Garten ein Areal von 18 Hektar. Bis zum Jahr 1920 wurde der Besitz von den Kindern Willinks als Sommerwohnsitz benutzt.

Der Willinks Park ist ein wichtiger Teil der Grünachse zwischen Amsinck- und von-Eicken-Park. In der Jungsteinzeit befand sich auf dem Rütersberg ein heidnischer Opferstein.

Die Kollauer Chronik, S. 717