Moehring

Bürgerschaftswahl 2015

Zentrum mit hoher Aufenthaltsqualität

Die Bürgerinitiative "Ein Zentrum für Lokstedt" hat den im Wahlkreis Lokstedt / Niendorf / Schnelsen für die Bürgerschaft kandidierenden Politikern Fragen gestellt. Lesen Sie hier die Fragen und die Antworten!

Fragen der Bürgerinitiative:

  • Wollen Sie den Beschluss der Bezirksversammlung vom 29.1.2015 - ein Zentrum für Lokstedt - durch Ihre Arbeit in der Bürgerschaft konkretisieren?
  • Die Rindermarkthalle im Schanzenviertel ist ein gelungenes Beispiel für ein Einkaufszentrum mit Aufenthaltsqualität. Können Sie sich eine Übertragung dieses Modells am Behrmannplatz vorstellen?
  • Wie sehen Ihre persönlichen Vorstellungen für ein Lokstedter Zentrum am Behrmannplatz aus?

Antworten der Politiker:

Wir haben nachfolgend von jedem Politiker eine typische Stelle aus dem Text zitiert. Bei Interesse können Sie die komplette Antwort über den jeweils beigefügten Link abfordern.

Dr. Monika Schaal, SPD

Die Ausgestaltung der Rindermarkthalle zu einem guten Zentrum ist sicher gelungen. Das Konzept kann aber nicht 1:1 auf Lokstedt übertagen werden. Für Lokstedt ist bekanntlich eine Kombination von Einzelhandel und Wohnen vorgesehen. Im Schanzenviertel lagen andere Voraussetzungen vor als in Lokstedt.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dr-monika-schaal/question/2015-02-03/16461

Marc Schemmel, SPD

Die letztes Jahr neu eröffnete Rindermarkthalle wird sich hoffentlich gut in den Stadtteil St. Pauli einfügen. Um die Rindermarkthalle hat es ja jahrelang vor Ort intensive Diskussionen gegeben.
Für ein stärkeres Lokstedter Stadtteilzentrum kann mit dem Gelände am Behrmannplatz ein wichtiger Beitrag geleistet werden. Dafür müssen natürlich auch die Eigentümer der Flächen mitspielen. Ich könnte mir dann gut eine attraktive Mischung aus Wohnungsbau, gewerblichen Nutzungen und Angeboten zur Aufenthaltsqualität am Behrmannplatz vorstellen.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/marc-schemmel/question/2015-02-03/16462

Carsten Ovens, CDU

Die Rindermarkthalle in der Feldstraße ist ein tolles Projekt, welches in diesen Tagen verdienter Weise als bundesweit wegweisendes Nahversorgungszentrum mit dem Europäischen Innovationspreis ausgezeichnet wurde. Verwaltung und Politik sollten sich die Details anschauen und Lehren daraus ziehen. Dass eine Kaufkraft für ein solch großes Zentrum bei uns in Lokstedt gegeben ist, sollte meiner Meinung nach schnellstmöglich mit einem Gutachten untersucht werden.
Persönlich wünsche ich mir ein Zentrum, welches gleichermaßen attraktive Einkaufsmöglichkeiten vorhält sowie einen Ort für soziale Interaktionen als Treffpunkt im Stadtteil bietet. Dazu würden ein ausgewogener Branchenmix sowie Restaurants und Cafés beitragen. Eingefasst in zusätzliche neue Wohnbebauung, mehrstöckig zur Straße hin, dann abfallend gestaltet, könnte am genannten Standort ein neuer Mittelpunkt für den Stadtteil Lokstedt entstehen.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/carsten-ovens/question/2015-02-04/16485

Anna Gallina, DIE GRÜNEN

Aufgrund des Umstandes, dass ich auch die Notwendigkeit sehe am Behrmannplatz sozialen Wohnungsbau zu realisieren, wird sich das Konzept der Rindermarkthalle nicht unverändert übertragen lassen. Wir müssen auch beachten, dass sich zukünftige Angebote im Einzelhandel und der Gastronomie auch wirtschaftlich selbst tragen können müssen. Damit dies alles nun aber keine Zukunftsmusik bleibt, müssen auch die derzeitigen Eigentümer der Flächen mitspielen. Ich werde mich gerne dafür einsetzen, dass hier eine Lösung gefunden wird.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/anna-gallina/question/2015-02-04/16486

Dietmar Kuhlmann, DIE GRÜNEN

Wir sehen hier die Notwendigkeit der Schaffung eines dezentralen Nahversorgungszentrums mit hoher Aufenthaltsqualität. Der am schnellsten wachsende Stadtteil Eimsbüttels verdient ein Nahversorgungszentrum das der Entwicklung der letzten Jahre Rechnung trägt. Auf Bürgerschaftsebene ist es wichtig, dass dies mit einer Aufwertung zu einem sog. C-Zentrum geschieht. Entscheidend aber wird sein die Fläche um den Behrmannplatz zu gewinnen. Hier ist es dringend geboten die Gespräche mit dem DRK wieder aufzunehmen und zu einem Abschluss zu bringen. Die konkrete Ausgestaltung des Zentrums sollte in enger Beteiligung der Bevölkerung vor Ort geschehen und erfordert natürlich einer vohergehenden Analyse der konkreten Bedarfe.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dietmar-kuhlmann/question/2015-02-03/16467

 

Zaklin Nastic, DIE LINKE

Ich kann mir unter den geschilderten Rahmenbedingungen einen kleinen öffentlichen Marktplatz am Behrmannplatz vorstellen, vielleicht sogar mit einer unterschiedlich nutzbaren Markthalle, an dem sich in den Erdgeschosslagen Einzelhandelsflächen der Grelckstr. anschließen. Dahinter stelle ich mir ein Wohngebiet mit bezahlbarem Wohnraum vor und einen Verbund und Zugang zu den vorhandenen Grünflächen entlang der Schillingsbek. Das sind jedoch meine Persönlichen Vorlieben.
Ich denke die Lokstedterinnen und Lokstedter sollten mit in einen Planungsprozess für Ihr künftiges Zentrum einbezogen werden, schließlich sind sie diejenigen für deren Bedürfnisse ein Zentrum in Lokstedt entstehen sollte und muss.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/zaklin-nastic/question/2015-02-03/16466

Manuela Pagels, DIE LINKE

Der Siemersplatz hat sich mit der weiteren Erhöhung des Verkehrs endgültig als Zetrum und Begegnungsraum disqualifiziert. Eine Gestaltung eines Zentrums am Behmannsplatz und Umgebung ist sinnvoll.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/manuela-pagels/question/2015-02-04/16487

Rainer Funke, FDP

Die Rindermarkthalle in einem Szeneviertel kann mit dem sehr bürgerlichen Lokstedt nicht unmittelbar verglichen werden. Das Konzept der Rindermarkthalle ist in sich schlüssig und lebt davon, dass Bürger auch aus anderen Stadtteilen diese Markthalle besuchen, da sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist. Dies gilt nicht so sehr für Lokstedt und ein hiesiges Zentrum sollte eher der örtlichen Nahversorgung dienen. Einige Ideen der Rindermarkthalle könnte man sicher übernehmen.
Ich würde mir wünschen, dass eine gute Mischung aus Wohnen und Einkaufsmöglichkeiten mit einem vernünftigen Parkkonzept geschaffen wird.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/rainer-funke/question/2015-02-03/16465

Christoph Barthe, AfD

Ob die Rindermarkthalle aber ein Modell für Lokstedt sein kann, scheint mir zweifelhaft. Meines Wissens ist in Lokstedt kein vergleichbares Gebäude verfügbar. Es würden also zusätzliche Kosten anfallen, ein solches Gebäude bereitzustellen. Die Frage ist meines Erachtens, ob dafür eine ausreichende Nachfrage besteht. Lokstedt hat 26.000 Einwohner. Ein neues Zentrum würde aber mit dem Tibarg in Niendorf konkurrieren, der 40.000 Einwohner versorgt und der Osterstraße in Eimsbüttel, das 56.000 Einwohner hat.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/christoph-barthe/question/2015-02-03/16468

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© Lokstedt-online 12.02.2015