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Ein Zentrum für Lokstedt

Wann kommt denn das neue Zentrum?

Ganz besonders haben die Mitglieder der Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“ sich über den regen Zuspruch auf der Lokstedt Rallye gefreut, denn es war ihr erster öffentlicher Termin. Für sie galt es hier und heute herauszufinden, welche Akzeptanz ihre Idee in der Bevölkerung finden würde.

Gleich auf ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit hatten wir, die Mitglieder der Bürgerinitiative, uns vorgenommen Rüdiger Rust, den Vorsitzenden der SPD-Bezirksversammlungsfraktion, zu widerlegen. Er hatte nämlich noch vor einem Jahr im Lokstedter Forum nach intensiver Diskussion vermutet: In Lokstedt hätten sich die Menschen inzwischen gegen ein stärkeres Stadtteilzentrum entschieden. Er persönlich brauche das nicht, er gehe vom Rimbertweg zur U-Bahn Hagenbeck und fahre dann zum Einkaufen zum Tibarg.

Das Test gelang: Wir konnten allein an diesem Tag auf der Lokstedt Rallye 30 weitere Namen in den Email-Verteiler eingetragen. Nur ein einziger der erwachsenen Besucher, denn wir angesprochen hatten, ignorierte uns. Alle anderen waren interessiert.

Für unsere Aufklärungsarbeit hatten wir ein Memorie über das Lokstedter Zentrum von gestern, heute und morgen vorbereitet. Leider erwies sich das eigentliche Memorie-Spiel als zu schwierig und langatmig. Um ein Memorie zu spielen braucht es doch etwas mehr Ruhe als man sie auf einer Stadtteil-Rallye hat.

So entschlossen wir uns, die Kärtchen einzeln aufzulegen um die Problematik aufzuzeigen. Und alle haben die Aussage der Lokstedt-Bilder richtig interpretiert: Es sieht an vielen Ecken im Lokstedter Zentrum heute gleich trostlos aus. Das sollte besser werden und der Wunsch nach einem neuen Zentrum für Lokstedt war allgegenwärtig!

Ein Lokstedter sah sich schon mit seiner Tochter auf seinem Fahrrad ins Dorf zum Einkaufen radeln. Er ist alleinerziehend und seine Zeit ist knapp. Direkt kam er auf uns zu und sagte: „Klasse, da brauche ich endlich nicht mehr mit dem Auto zum Tibarg zu fahren!“

Überraschend für uns war eine junge allein erziehende berufstätige Mutter mit zwei Kindern aus der Lenzsiedlung. Da würde man denken, die geht schon wegen der räumlichen Nähe in der Osterstraße einkaufen. Sie sagte uns aber, dass sie es ganz toll finden würde, wenn sie so auch mal ins Zentrum von Lokstedt käme. So hätten sie und ihre Kinder die Möglichkeit in ihrem Stadtteil Lokstedt mal Menschen außerhalb der Lenzsiedlung kennen zu lernen.

Einen zentralen Platz an dem man seinen Nachbarn trifft, wo man einkaufen oder im Café dem einen oder anderen mal ein „Hallo“ zurufen kann, so etwas bräuchten wir. Schlimm sei die Situation heute. Da waren sich alle einig.

Auch unser „Was wünschen wir uns“ für Kinder und Jugendliche fand großen Anklang. Dazu hatten wir Logos und Ausmalbilder mitgebracht und die Besucher konnten sich wünschen, welche Geschäfte das zukünftige Zentrum haben sollte. Zwei Jugendliche mogelten sich gleich zweimal an den Maltisch. Sie hatten halt mehrere Wünsche.

Manche fanden ihre Wünsche nicht bzw. sie waren schon von anderen aufgeklebt und daher schrieben sie sie uns dann auf. Manche Eltern versuchten ihren Kindern zu vermitteln, was wichtiger ist als Kuchen und Eis. Aber die meisten Kinder hatten schon Ihre eigenen Vorstellungen. Sie wollte mit Oma und Opa bummeln gehen und auf einer Bank sitzen. Sie wollten Feste auf einem Platz feiern. Besonders bei den Kindern war der Wunsch nach Aufenthaltsqualität sehr groß.

www.zentrum-lokstedt.de

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© Lokstedt-online 09.09.2013