Historische Gebäude

Ältestes Haus soll abgerissen werden

Das 1804 erbaute Fachwerkhaus in der Vogt-Wells-Straße soll als Baugrundstück verkauft werden.

Wer das Nagelstudio „nails“ in der Vogt-Wells-Straße 18 besucht, kann im Flur eine kleine historische Sammlung über das älteste Haus Lokstedts bewundern. Man sollte sich aber beeilen, denn das 1804 erbaute Haus ist vom Abriss bedroht.

Um das kleine Fachwerkhaus in der Wilhelmstraße, in der einst die Bäckerei Molsberger beheimatet war, ranken sich verschiedene Legenden. So soll hier der dänische König Christian VIII. (1786-1848) ehedem in der besten Stube gefrühstückt haben und auch der Tabakfabrikant Carl Heinrich von Eicken soll sich leutselig über die einstige Anmut dieses Gebäudes im Herzen Lokstedts geäußert haben.

Zugegeben, das kleine Haus steht nun etwas verloren da zwischen all den mehrstöckigen Gewerbebauten, die die viel befahrene Vogt-Wells-Straße dominieren.

Leider wurde dem ältesten Haus Lokstedts der beantragte Denkmalschutz nicht zuerkannt und so wird es nun als Baugrundstück angeboten. In der aktuellen Verkaufsanzeige bei ebay-Kleinanzeigen bietet der Verkäufer dem Interessenten die Wahl zwischen der weiteren Nutzung der bisherigen 400 qm oder den Abriss und der Bebauungsmöglichkeit von 1150 qm Wohn- / Gewerbe- / Nutzfläche.

Der geforderte üppige Verkaufspreis von 890 000 € spricht allerdings eine klare Sprache. Dieser wird vermutlich wohl nur von einem Käufer aufgebracht werden können, der einen Neubau plant. Man kann nur hoffen, dass ein möglicher Käufer sich letztlich nicht traut, Hand an dieses schöne alte Unikat zu legen.

kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/baugrundstueck-in-lokstedt/38399969

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© Lokstedt-online.de 3.10.2011