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Serie Lokstedts Zentrum

Haufendorf auf der Waldlichtung

In einer Serie von Artikeln beschäftigen wir uns mit dem Lokstedter Zentrum.
Teil 1: Das historische Zentrum.

In der Mitte unseres Dorfes, das in dieser Zeit noch keinen uns überlieferten Namen trägt, gibt es einen Platz, ursprünglich wurde er Tiberg genannt. Etymologisch ein starker Hinweis darauf, dass hier die bei den Germanen drei Mal im Jahr abgehaltenen Volksversammlungen (Thing) stattfanden. Auch als Gerichtsplatz (Ding) mag er gedient haben: Thingberg - Dingberg - Tiberg.

Später wurde daraus ein Dorfanger, ein zentraler Dorfplatz, der von allen Bewohnern genutzt werden konnte. Es wurden Feste gefeiert, Märkte abgehalten und auch das Vieh durfte zwischendurch hier weiden.

Doch wo liegt dieses alte Dorf in dem einst Germanen hausten und Versammlungen abhielten?

„Lokstedt ist eine alte sächsische Siedlung. Sie lag im Gebiet der Nordalbingischen Sachsen mitten im Urwald zu Füßen des Rüterbergs, eines mäßig hohen, aber die Gegend beherrschenden Hügels.“

Mit diesem Zitat aus Horst Grigat: „Hamburg-Lokstedt, von der Steinzeit bis zum Jahre 2000“ hätten wir die Topografie hinlänglich geklärt. Oder?

Wo war aber dieser große Platz in der Mitte, hatte Lokstedt einst wirklich ein Zentrum in seiner Mitte? Da müssen wir wohl noch mal Herrn Grigat fragen.

„Der rechteckige Lokstedter Dorfanger war ursprünglich ein Hektar groß. Er umfasste Teile des heutigen Behrmannplatzes sowie der Grelckstraße.“

Das Haufendorf

Lokstedt, urkundlich erstmals im Jahre 1110 erwähnt, ursprünglich wohl Locstede oder Logestede genannt, zusammen gesetzt aus den Begriffen „lo“ und „stede“, bedeutet so viel wie ein Haufendorf in einer in den Wald geschlagenen Lichtung.

Die Kollauer Chronik erläutert uns den Begriff: „Das Bild des Haufendorfes ist in Lokstedt so treffend ausgeprägt - alle Vollhöfe gruppieren sich um die heutige Friedenseiche -, dass der Ort mit Recht seinen Namen als des Haufendorfes auf der Waldlichtung Locstede = Logestede, trägt.“
       
Etwa 700 Jahre blieb Lokstedt diese von Siedlern geschlagene Lichtung im Urwald. Wie wir bereits wissen, waren die Bewohner zunächst Germanen und dann Sachsen. Hinzuzufügen wäre noch, dass Lokstedt später besetzt wurde von Franzosen und Kosaken, unter dänische Herrschaft geriet, sowie diverse Male von den Schauenburger Grafen verpfändet wurde. Dann wurde unser Dorf preußisch und schließlich 1937 ein Stadtteil von Hamburg.

Die im Verlaufe dieser Jahre häufig von Belagerung und Requirierung geplagten, durch Soldaten und anderes herumziehendes Volk bedrohten Bauern, ballten meist nur die Faust in der Hosentasche. Schutz suchten sie klugerweise in der Gemeinschaft, hatten daher ihre Höfe im Ortskern dicht beieinander stehen und gingen ansonsten ihrer mehr oder weniger einträglichen Beschäftigung nach.

Nachmittags wurde dann vielleicht ein Köm getrunken und die Ruhe wurde ansonsten nur gelegentlich gestört - durch Fußgänger oder durchziehende Viehtreiber:

„Die wichtigste Verkehrsverbindung Lokstedts war seit ältesten Zeiten natürlich die nach Hamburg. Sie war dennoch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein in so schlechtem Zustand, dass schwer beladene Fahrzeuge im Morast stecken blieben. (Nur) Viehtreiber und Fußgänger benutzten den Weg über Niendorf und Lokstedt, der ursprünglich durch die Furt Kollaubusch über Rütersbarg, Königstraße (Grelckstraße) und Grandweg führte.“

Wandlung zum Villenvorort

Im ausgehenden 18. Jahrhundert hatten einige Hofbesitzer bereits damit begonnen, ihre überflüssigen Hofhäuser mit Gartenland zu verpachten. Sie wurden von Hamburgern als Sommerwohnungen genutzt. So wohnte der erste Freiherr von Berenberg-Gossler auf Hof Nr. 8.

Doch bei diesen einzelnen Verpachtungen an adelige Herren, die sich einen Landsitz zulegen wollten, blieb es nicht. Reiche Hamburger Kaufmannsfamilien kauften in den darauf folgenden Jahrzehnten Land auf und 100 Jahre später gab es in Lokstedt bereits acht größere Parks, darunter die noch heute zumindest in Teilen existierenden Sommerresidenzen der Familien von Eicken, Willink und Amsinck.

Um 1900 wurde Lokstedt dann endgültig vom Bauerndorf zum Villenvorort Hamburgs. Ursächlich kamen dabei mehrere Faktoren zum Tragen:

  • Die Bewirtschaftung der Höfe war ab 1880 zunehmend unrentabel geworden. Zum anderen lockten die hohen Bodenpreise, die die Hamburger Reeder und Senatoren boten. Damals kostete ein Quadratmeter Boden in Lokstedt bereits 40 Mark.
  • Die reicheren Bauern schickten ihre Kinder in die teuren Hamburger Schulen. Diese nahmen dann die besseren Verdienstmöglichkeiten in der Stadt wahr und dachten gar nicht mehr daran, die elterlichen Höfe zu übernehmen. Weitere Bauern resignierten und verkauften ihr Land.
  • Der Lokstedter Steindamm wurde gepflastert, was die Verkehrssituation verbesserte. Wohngebiete, wie das heutige Zylinderviertel, wurden erschlossen und füllten sich mit Landhäusern.
  • Die Gemeinde wurde allmählich so wohlhabend, das Lokstedt das erste Dorf Deutschlands war, das elektrische Straßenlaternen einführte. Bereits 1891 wurden in Lokstedt 65 solcher elektrischen Laternen aufgestellt.
  • Ab 1892 wurde dann die Straßenbahn von Hoheluft bis nach Lokstedt verlängert.Zunächst noch wurde sie von Pferden gezogen, ab1998 dann elektrisch angetrieben. Der Siemersplatz war Endstation der neuen Straßenbahn. Damit war die Infrastruktur für einen Ausflugsort geschaffen und an den Wochenenden kamen die Besucher aus Hamburg in Scharren - die Reichen ebenso wie die einfachen Leute.
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Was hatte Lokstedt zu bieten?

Nicht ganz willkürlich begeben wir uns nun in das Jahr 1922. Den historischen Spaziergang in der Kollauer Chronik „Ein Spaziergang durch Lokstedt - wer will mit?“ nehmen wir zum Anlass, uns ebenfalls auf Spurensuche zu begeben. Begleiten sie uns ins Jahr 1922!

Wir leisten uns die "Elektrische" und fahren bis zum Siemersplatz für eineinhalb Groschen das Billet. Auf der Straßenbahn-Fahrt von Hamburg nach Lokstedt sind wir voller Vorfreude. Was sind unsere Erwartungen?

Landluft und Sommerfrische in Lokstedt, das heißt Jahrhunderte alte Fachwerk-Bauernhöfe im Dorf um die Friedenseiche gruppiert, urige Handwerksbetriebe, wie Schmiede und Stellmacher, aber auch luftige Wiesen mit Bleichereien und die stadtbekannten Gärtnereien prägen das Bild. Ebenso aber auch Villen, Landhäuser und Parks. Gasthäuser für jeden Geschmack und Geldbeutel stehen bereit. Für den späteren Abendbummel gibt es sogar eine elektrische Straßenbeleuchtung, großzügige Schankzeiten und für den Heimweg steht die elektrische Straßenbahn bereit.

Zuweilen ist es am Samstagvormittag so, wie auf Helgoland, wenn die Touristenschiffe anlegen. Die Ausflügler kommen zu Fuß, mit der Elektrischen oder mit der Kutsche. Gleich zur Begrüßung warten am Siemersplatz schon etliche Gasthäuser auf die frisch Eingetroffenen.

Angemerkt sei. Einige junge Männer, ganz durstige Gesellen haben die Fahrt „Gott sei Dank“ gar nicht bis zum Siemersplatz durchgehalten. Ausgestiegen sind sie bereits am Grenzhaus Hoheluft, das ist seit 1814 nämlich ein Ausflugslokal mit Kegelbahn. Es liegt genau auf der Grenze zwischen Hamburg und Preußen. Und die Grenze verläuft tatsächlich genau durch die Gaststätte. So darf im Hamburger Teil des Lokals nur bis 22.00 Uhr ausgeschenkt werden. Kein Quatsch, da rückt man dann gegen 22.00 Uhr im preußischen Teil des großen Saals ein wenig enger zusammen.
               
Für alle, die die Bahnfahrt bis zur Endstation geschafft haben und nicht gleich im Grenzhaus versackt sind, gibt es am Siemersplatz den „Lindenpark“ und schräg gegenüber die Gastwirtschaft „Museum“. Die Schankkonzession des Museums ist übrigens aus dem Jahre 1853. 1913  kaufte  Alwin Münster den Gasthof und nannte ihn „Bei der Doppeleiche“, heute heißt er schlicht Alwin Münsters Gasthof. „Der Gasthof Münster avancierte in den 20er Jahren zum beliebten Ausflugslokal. Man kam per Straßenbahn und Pferdekutsche zum Kaffeetrinken oder zu abendlichen Festlichkeiten mit Musik und Tanz“, berichtet uns Grigat.

Vor der Gaststätte wurden um 1900 wunderschöne Linden gepflanzt. Aber nicht nur Linden standen am Siemersplatz. Wie der ehemalige Name des Gasthauses „Bei der Doppeleiche“ belegt, wurde hier 1898 eine Doppeleiche gepflanzt. „Up ewig ungedeelt“ steht auf dem Stein, den man noch heute bewundern kann.

Kaum 100 Meter in die Hestertraße (Kollaustraße) hinein, gibt es seit 1751 den „Hesterkrug“. Und 100 Meter in die andere Richtung steht der Lokstedter Lindenhof. Aber nein! Der ist ja derzeit noch eine Bäckerei, erst ab 1929 wird daraus ein Gasthof und Restaurant für den gehobenen Bedarf werden.

Aber wir wollen natürlich nicht gleich in eines der Gasthäuser an der Bahnstation einkehren. Wir wollen uns ja auf einen Spaziergang begeben. Wir nehmen daher den Weg in die Wilhelmstraße (Vogt-Wells-Straße), wir wollen ja ins Zentrum Lokstedts vordringen.

Gleich auf der Ecke gibt es seit 1912 das Handarbeits- und Kurzwarengeschäft Langer. Danach begegnen wir verschiedenen Handwerkern. In kurzer Folge treffen wir zunächst auf den Bezirksschornsteinfeger Wilcke, dann auf Gesellen des ersten Klempnermeisters am Ort Wilhelm Schmidt, hier ansässig seit 1862. Im Hause der Klemperei befindet sich seit 1911 übrigens ein Haushaltswarengeschäft. Danach kommen uns zwei Glaser entgegen. Sie transportieren eine fertige Fensterscheibe auf einer Schottschen Karre. Sie arbeiten für einem weiteren alten Lokstedter Handwerksbetrieb. Denn gleich neben der Klempnerei befindet sich der Glaser Andreas, der das Handwerk seit 1884 betreibt. Vor einigen Jahren konnte er das schöne dreistöckige Geschäftshaus hier in der Wilhelmstraße von Anna Wilhelmine Stoldt erwerben. Sie hatte es einst von ihrem Vater dem reichen Niendorfer Bauern Hermann Heinrich Hinsch als Mitgift erhalten.

Als nächstes passieren wir die wunderschöne Post.

Wie praktisch! Meine Begleiterin hat sich beim Aussteigen aus der Elektrischen den Absatz angeschlagen. Das kann Schumacher Theodor Kipping, der seit 1911 hier neben der Post sein Geschäft führt, gleich richten.

Eine Semmel gefällig? In der Mitte der Wilhelmstraße ist die Bäckerei Molsberger, hier soll der dänische König Christian VIII. (1786-1848) ehedem in der besten Stube gefrühstückt haben.  

Gerade fährt der Tabakfabrikant Carl Heinrich von Eicken in seiner Kutsche an uns vorbei und grüßt wie immer freundlich. Er scheint auf der Heimfahrt aus seiner Fabrik an der Hoheluftchaussee zu kommen. Letztes Frühjahr haben er und seine Helene im Kreise ihrer gesamten Familie Goldene Hochzeit in Lokstedt gefeiert.

Vorbei an der alten Mädchenschule, sichten wir dann die Friedenseiche und sind im alten Dorf mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern angelangt.

In der Königstraße (Grelckstraße) findet jedermann alles für den täglichen Bedarf. Und noch wichtiger, die Straße hat Flair, sie lädt zum Flanieren ein.

Gleich gegenüber der Friedenseiche liegt der Gasthof Münster, Familienfeiern bis zu 125 Personen werden hier problemlos gemeistert.
 
Gegenüber bleiben die uns begleitenden Damen stehen. Das Geschäft von Schneider Sievers, er betreibt sein Geschäft seit 1850, hat einige aktuellen Kleiderentwürfe der Saison ausgestellt. Da gibt es Ideen zum Nachschneidern.

Während die Damen sich also die Auslagen des Schneiders Sievers ansehen, kommen sie mit mir kurz in den Spritzenweg. In der kleinen Sackgasse steht das Spritzenhaus. Die Tür des kleinen Anbaus, in dem Missetäter weggesperrt werden können, steht weit offen. Es wurde also heute noch niemand in den Arrest genommen!

Zurück zu den Damen. Wir flanieren mit ihnen weiter. Sie haben unsere Abwesenheit gar nicht bemerkt. Gleich neben dem Schneider der Friseursalon von Johannes Petersen. Dann geht es vorbei an einem Milchhändler und danach kommt die älteste Drogerie Lokstedts. Sie wurde 1822 von Franz Reese gegründet und hält ein reichhaltiges Sortiment bereit.

Gegenüber der Drogerie kehren wir zum ersten Mal ein. Hier ist die Bäckerei von August Hintze, gegründet 1879. Der berühmte Kaffeegarten ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel und für Hintze ein einträgliches Geschäft. Wir suchen uns einen schönen Tisch im Schatten der Bäume, mehr als 80 Tische im Garten machen uns die Auswahl schwer.

Nachdem wir Kaffee und Plaumenkuchen zu uns genommen haben, gehen wir weiter. Hinter dem Butterhändler Joachim Keller gibt es bereits seit 1893 auch ein Geschäft ausschließlich für junge Damen: Aussteuer- und Modeartikel Neddermann.

Natürlich gibt es noch eine weitere Bäckerei: Friedrich Knuth seit 1863 vor Ort, dann die Schlachterei und Wurstfabrik von Alwin Münster. Sie haben richtig gehört, Alwin Münster! Der Gleiche der am Siemersplatz sein Gasthaus betreibt. Alwin wollte kürzer treten und hat am Siemersplatz eine Gaststätte aufgemacht. Seine Schlachterei hat er im selben Jahr (1913) an Schlachtermeister Smrcka verkauft.

Wir bummeln weiter, vorbei an Schneidermeister Möller und Paul Mendes Kolonial, Hausstandssachen- und Eisenwarengeschäft.
Mendes Nachbar ist seit über 20 Jahren bereits Oscar Beier mit seinem Lebensmittelgeschäft. Seit einigen Jahren auch sich auch Karl Faden hinzugesellt. Richtig: Hier kaufen die Herren Zigarren, Zigaretten und Tabak.

Und ganz am Ende der Straße steht ein Grundstück leer. Es ist das Privatgrundstück der Familie Hagenbeck. (Hier wird Lorenz Hagenbeck, Sohn von Carl Hagenbeck und Begründer des weltbekannten „Circus Carl Hagenbeck“ 1929 seine Villa fertig gestellt haben. Noch aber befindet er sich auf Tournee.)

Gegenüber von Hagenbecks Grundstück dann ein weiteres Highlight, die Gaststätte Holsteinischer Hof, Schankbetrieb seit 1808. Hier wird jedes Wochenende getanzt, aber auch Familienfeste können dort gefeiert werden.

Auf der Ecke noch Milchmann Kohrs und natürlich Stellmacher Glühr, falls sie ihre Kutsche reparieren müssen. Während sie auf ihre Kutsche warten können sie nebenan einkehren. Dort ist die Gaststätte Lokstedter Höh.

Wir aber biegen stattdessen in den Rütersbarg ein. Auf der Ecke steht ein prächtiges Fachwerkhaus. Es sieht genauso aus, wie es der Lokstedter Heimatmaler Noah vor wenigen Monaten gemalt hat.

Gegenüber hat der Buchdrucker Anton Weiß seinen kleinen aber feinen Betrieb. Hier können sie sich Besuchskarten drucken lassen, falls sie am Ende der Saison die Familie Amsinck zum traditionellen Tee aufsuchen werden. Ganz Lokstedt ist dort einmal im Jahr eingeladen. Versäumen sie den Termin nicht. Handwerker haben das letzte Mal in diesem Jahr die Möglichkeit, nebenbei untertänigst ihre Rechnung einzureichen. Aber drücken sie die bloß nicht der Madame in die Hand. Dafür haben die Personal.

Besitzen sie selbst eine Villa hier in Lokstedt und eine ihrer Toiletten ist verstopft? Drei Häuser weiter befindet sich die Klempnerei Kock.

Wenn sie noch ein wenig Flanieren möchten, kommen sie mit. Wir gehen nun den Rüterbarg hoch, vorbei an der prächtigen Villa, die sich der Tabakfabrikant Eicken hier vor einigen Jahren errichten ließ.

Einige Häuser weiter, im Lokstedter Gesellschaftshaus im Rütersbarg finden wir eine weitere Gelegenheit einzukehren. Hier werden wir zu Abend essen. Und nach dem Essen können wir tanzen, denn der Wirt betreibt auch einen Tanzsalon.
 
Was, sie wollen lieber nach Hause gehen und brauchen noch Butter und Fleisch? Das passt sich gut, im Rüterbarg finden sie das umfangreichste Sortiment im Buttergeschäft von Julius Petersen. Gleich nebenan präsentiert Schlachtermeister Wilhelm Behnke seine Waren.

Am Ende unseres Spaziergangs im Jahre 1922 beim Abendessen stellen wir fest, Lokstedt hat wirklich eine Menge zu bieten. Ein wunderschönes Ortszentrum, mit Geschäften und Gaststätten für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Horst Grigat: „Hamburg – Lokstedt, von der Steinzeit bis zum Jahre 2000“.
Kollauer Chronik Bd. I

Lesen sie auch die anderen Serienteile:
Teil 1: Das historische Zentrum
Teil 2: Der Untergang des Lokstedter Zentrums (1922 bis 1948)
Teil 3: Der Untergang des Lokstedter Zentrums (1949 bis 1978)
Teil 4: Gescheiterte Versuche der Wiederbelebung (1980 - 2012)
Teil 5: Aktuelle Situation im Jahre 2013
Teil 6: Der letzte Teil. Das historische Zentrum wieder herstellen!

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 12.09.2012