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Zauberhafte Gärten

Tag der offenen Tür im Lüttge-Garten

Jedes Jahr im Mai öffnet der unter Denkmalschutz stehende, Hinter der Lieth gelegene Lüttge-Garten seine Pforten für die Öffentlichkeit. Die Lokstedt-Expertin Ursula Gehrke schreibt für Lokstedt online.

Nachklang zum Tag der offenen Tür im Rhododendron-Garten des Gustav Lüttge

Hauptverbreitung des Rhododendron liegt im Himalaya, Südost- und Ostasien sowie in Nordamerika, einige Arten wachsen auch im Kaukasus- und Schwarzmeergebiet sowie in den Alpen und anderen europäischen Gebirgen, letztere werden als Alpenrosen bezeichnet. Auch die kleinlaubigen Azaleen gehören zur Familie der Rhododendren.

In Mitteleuropa tauchten kultivierte Rhododendren etwa ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf. Pflanzensammler reisten durch die Welt und sandten Samen oder Pflanzen an Gärtnereien. 1824 bot die Landesbaumschule Potsdam einen Rhododendron zu 24 Silbergroschen an.

Eine spannende Geschichte steckt hinter den attraktiven Rhododendren in unseren Gärten und Parks. Auch Gustav Lüttge war fasziniert von diesen Pflanzen und versuchte auf seinem Gelände Hinter der Lieth eine Vielzahl dieser Pflanzenart anzubauen. Die meisten Freiland-Rhododendren lieben kalkfreie, ärmere Sand- und Moorböden. Schon mit dem „Standort“ hatte also Herr Lüttge eine gute Hand. Sein vor 60 Jahren gestartetes Experiment gelang und fand zum Glück nach seinem Tod neue Liebhaber, die dem Garten die nötige Aufmerksamkeit entgegenbringen - so wähnt man sich wie im Traum, wenn man an einem Tag der offenen Tür durch diesen kleinen Park geht: die prächtige Farbpalette der Rhododendren reicht hier vom dunkelsten lila über rosa, gelb bis weiß. Azaleen, kniehohe und mächtige Rhododendronbüsche imponieren, dazwischen schaukeln zarte Akeleien.

Dieses Mal hatte man einen „weißen Sonntag“ eingefügt und sinnige Sprüche und Weisheiten in regensichere Plastikhüllen an einige Zweige gehängt und manch Besucher nickte beim Lesen Zustimmung. Ein weißes Brautkleid wehte dazwischen; kleine, weiße, verschrobene Tierchen klebten auf Blättern und Zweigen; die Märchenfee Fantasie hüpfte durch den ganzen Garten.

Mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich hörte, dass dieser Garten 2011 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Gespannt und fröhlich sehe ich nun schon dieser „geöffneten Tür“ im nächsten Jahr entgegen.

luettge-garten-hh.de/de/site/index.xml
www.architekturarchiv-web.de/luettge.htm
www.laurustico.de
www.hamburger-rosengarten.de

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© Lokstedt-online.de 17.06.2012