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Großer Jubiläumsempfang im Bürgerhaus Lokstedt

Dreißig Jahre sind nicht genug

Gleich an der Gartenpforte wurde jedem Gast klar, wie persönlich und herzlich es im Bürgerhaus Lokstedt zugeht, das am Samstag den 21.04.2012 sein 30jähriges Jubiläum feierte.

Der alte und der neue Vorsitzende hatten sich einträchtig gleich hinter der Gartenpforte postiert und empfingen jeden einzelnen Gast mit Handschlag. Bescheiden wehrte Jörg Fischlin Glückwunsche ab und gab diese direkt an seinen Amtsvorgänger, den Mitbegründer des Bürgerhaus Lokstedt, Hansjürgen Rhein weiter. Ihm gebühre die Ehre. Recht so, also gleich zu Beginn: Hut ab vor Hansjürgen Rhein!

Nach und nach trudelten die Gäste ein, während ein erster Blick ins aufgebaute Partyzelt offenbarte, dass dort schon ordentlich Stimmung herrschte. Das Hamburger Jazz Quartett glänzte mit Klassikern wie „Georgia On My Mind“. Die Musiker um Bandleader Hans Krahnke ließen sich dann auch nur ungern unterbrechen.

Doch es ging nicht anders die Gäste mussten ein zweites Mal, diesmal per Ansprache begrüsst werden. Hatten sich vorher noch alle Gäste über Bürgerhaus, Garten und Partyzelt verteilt, herrschte jetzt drangvolle Enge im Partyzelt. Hätte es sich hier also um ein reines Jazzkonzert gehandelt, hätte man sagen können: ausverkauft.

Jörg Fischlin begrüßte in seiner Ansprache die Gäste, und wie bereits gesagt, es waren viele Gäste zu diesem Ehrentag ins Bürgerhaus Lokstedt gekommen, endsprechend lang war die Rede. Alle namhaften Lokstedter Organisationen hatten ihre Vertreter geschickt. Das Forum Kollau, Lange Aktiv Bleiben, das Bürgerhaus Lenzsiedlung, die Bürgerhäuser Eidelstedt und Niendorf, der Kinderspielkreis, die Musikkunstschule und der Verein Kaufleute & Co hatten Vertreter entsandt. Unter den Gästen der ehemalige Direktor der Schule Döhrnstraße und auch der Bezirk Eimsbüttel hatte seine Regionalbeauftragte entsandt.

Es wurde allen für die Anwesenheit gedankt und natürlich wurden auch einige besonders verdiente Aktive des Bürgerhauses Lokstedt begrüßt. Als nach Robert Hugo, der ja aktuell die Ausstellung des Lokstedter Heimatmalers Alexander Oskar Noah organisiert, die Reihe an Hans Münster kam, wurde an ihn das Mikrofon übergeben. Mit seiner in fließendem Platt gehaltenen kurzen Ansprache, in der er das Bürgerhaus als eine Art Volkshochschule Lokstedts pries, übergaben er und seine Ehefrau Rosemarie ein besonderes Geschenk. Sie hatten ein Foto aller Honorationen Lokstedts aus dem Jahre 1908 mitgebracht und übergaben dieses dem Bürgerhaus. Das Foto wurde am heutigen Siemersplatz vor dem Lindenpark anlässlich der Pflanzung der Doppeleiche aufgenommen. Auf der Rückseite ein historische Zeitungsartikel, der an den Anlass, dem Gedenken an den Aufstand der Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark, erinnert. Auf der Vorderseite eingeprägt 1848 - 1908.

Solch ein wundervolles Präsent. Ein Foto einer 60-Jahr-Feier zum 30jährigen Jubiläum des Bürgerhauses, macht es einem leicht, sich den Wünschen anzuschließen. Dem Bürgerhaus Lokstedt möge auch in 30 Jahren eine solche Feier zum 60. Jubiläum vergönnt sein.

Ein wichtiger Punkt sei hier noch aus der Rede Jörg Fischlins hervorgehoben. Er richtete eine Solidaritätsadresse an den Verein Lenzsiedlung, der vermutlich betroffen ist von Kürzungen der Gelder für die offene Kinder- und Jugendhilfe (vergleichen sie hier zu unseren Artikel zum Thema).

Die Regionalbeauftragte Katharina Nagel verlass anschließend ein Grusswort des Bezirks und wies auf die besondere Bedeutung, die das Bürgerhaus Lokstedt in den letzten 30 Jahren erlangt hat.

Nach einer kurzweiligen Unterbrechung der Abfolge der Reden durch das Hamburger Jazz Quartett hatte Hansjürgen Rhein dann noch die Gelegenheit einige Themen aus der Gründerzeit des Bürgerhauses in Erinnerung zu bringen. Er verwies noch einmal auf das alte Motto des Bürgerhauses, das „Haus für alle“ in dem aufeinander zugegangen werde und bedauerte noch einmal, dass der anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten geplante internationale Abend mit Frauen aus dem Bürgerhaus Lenzsiedlung nicht zustande gekommen sei. Es fehle wohl noch an gegenseitigem Vertrauen.

Der anschließende Teil der Veranstaltung lief Programmgemäß. Die New Swing Generation bat zum Tanz und anschließend spielten die Southland Serenaders Oldtime Jazz, genau wie am 17.04.1982. Und hier endet denn auch die Chronistenpflicht. Denn nach den Reden verteilten sich die Gäste wieder wie zu Beginn über das gesamte Grundstück und die Räumlichkeiten des Bürgerhauses. Für ein reichhaltiges Buffet nebst Getränken war gesorgt, im Garten spielten die Kinder und ein Hund.

Und die Erwachsenen taten, was sie hier über all die Jahre getan haben. Sie gingen aufeinander zu und redeten miteinander.

Großer Jubiläumsempfang

Unter dem Motto „Dreißig Jahre sind nicht genug. Bürgerhaus Lokstedt gestern - heute - morgen" feiern wir gemeinsam im Garten-Zelt.

Für Unterhaltung sorgten:
das Hamburger Jazz Quartett mit Elke Hendersen (Gesang), Gert Müdde (Altsaxephon), Alfred Pelzer (Kontrabass), Hans Krahnke (Dobro-Gitarre);
die New Swing Generation e.V. bat zum Original Swing Tanz und erzählte Geschichten über Swing;
die Southland Serenaders spielten Oldtime Jazz unter Leitung von Axel Vallee.

Bürgerhaus Lokstedt
Sottorfallee 9, 22529 Hamburg

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© Lokstedt-online.de 22.04.2012