Leserbrief

Solche Nachbarn hat niemand gern

Es ist einfach ganz furchtbar gedankenlos, wie mit Steuergeldern und betroffenen Mitmenschen umgegangen wird. Nun sind in Lokstedt „neue“ Asylantenunterkünfte geplant aber warum Bitte schön wurde vor gar nicht langer Zeit die Asylantenanlage in der Niendorfer Straße, sozusagen um die Ecke sorgfältig abgebaut und in das Ausland verschenkt? Das übrig gebliebene Gebäude ist verlassen und verkommen, die Anlage liegt brach und wird für Zirkus-Aufenthalte genutzt. Das versteht kein betroffener Anlieger und Steuerzahler.

Wenn ein Land wie Deutschland immer bereit ist Flüchtlinge auf zu nehmen, dann sollten auch immer vernünftige Unterkünfte zur Verfügung stehen und nicht etwa, wenn es schon zu spät ist, erst mit der Planung begonnen werden.

Diese Flüchtlingswohnanlagen würden auch besser in Randgebieten erbaut werden, wo die betroffenen Menschen dann vor Ort von mobilen Behördenmitarbeitern betreut werden und nicht von A nach B durch die Gegend geschickt werden. Diese Dauereinrichtungen könnten nachdem Asylbewerber nicht mehr dort wohnen, als Jugendherbergen oder Günstig-Hotels für Familien oder je nach Lage für Biker genutzt werden, bringen Geld rein und im Bedarfsfalle wiederum für Flüchtlinge zur Verfügung stehen.

Eine Integrierung dieser Menschen kann nicht stattfinden, indem deren Unterkünfte irgendwo hineingequetscht werden, wo sie allen Nachbarn ein Dorn im Auge sind. Integrierung findet erst dann statt, wenn Flüchtlinge zu unseren direkten Nachbarn und Arbeitskollegen werden.

Wir können uns noch gut an die Asylbewerber in der Niendorfer Straße erinnern. Sie in der Nachbarschaft zu haben bedeutete nachweislich Einbrüche, Diebstähle und Beschädigungen in anliegende Sportanlagen, Schrebergärten, besonders bei den Anwohnern in der Brandfurt etc. Deren dreisten Kinder tyrannisierten alles was ihnen auf dem Schulweg so einfiel. Es kam zu diversen Polizeieinsätzen und auf dem Gelände der Asylbewerber stapelten sich an die 100 Einkaufswagen vom Supermarkt (ich habe sie selbst einmal gezählt). Solche Nachbarn hat niemand gern – auch wenn man noch so hilfsbereit sein mag.

Nicht nur der Neubau der Flüchtlingsunterkünfte kostet neue Steuergelder, sondern die Straßenschäden durch die Baufahrzeuge kommen auch noch dazu.
Ich denke, da wird sich eine Protestlawine entwickeln und das zu Recht. Die Politiker sind gefordert, vernünftige Dauerlösungen zu entwickeln, die nicht ständig neue Steuergelder fordern und nicht darauf bauen, dass die Bürger sich stillschweigend alles gefallen lassen.

Sigrid Amendy

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© Lokstedt-online 18.02.2014