Leserbrief

Solidarität und Mitgefühl

Wie schade, dass Sie meine Hauptaussage weggelassen haben, nämlich die Fragen und Vorbehalte der Lokstedter  „Skeptiker“  ernst zu nehmen und das Gespräch mit ihnen zu suchen. Ich gebe Ihnen recht, dass die Moderatorin unglücklich agiert hat, was mich auch zu meinem Beitrag animiert hat.

Was bedeuten Krieg, Unterdrückung und Verfolgung für die Betroffenen und ihre Lebenssituation? Man muss sich einmal in die Lage dieser Menschen versetzen, um Solidarität und Mitgefühl zu zeigen. Damit könnten auch eher kleinliche Bedenken wie der Wegfall von Parkflächen ausgeräumt werden.

Zudem habe ich dem Auditorium den interfraktionellen Beschluss zur Aufnahme der Flüchtlinge an der Lokstedter Höhe mitgeteilt. Ich finde, die Parteien, insbesondere SPD und Grüne, sollten sich nicht hinter der Verwaltung verstecken, sondern auch bei unpopulären Entscheidungen offen und ehrlich Visier zeigen! Das gilt nach meinem Verständnis auch für Wahlkampfzeiten.

Im Übrigen finde ich Ihren Ton gegenüber den Solidaritätsbekundungen nicht gerade freundlich. Das war im Falle Offakamp noch anders.
 
Hartmut Obens
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE

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© Lokstedt-online 08.09.2013