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Die Grünen vor Ort

Viel Verkehr und kein Konzept

Plakate machten seit Wochen auf die Veranstaltung neugierig. Wie schon die CDU Ende April, begeben sich die Grünen nun auch in die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Lokstedter Problemen. Die Veranstaltung „Neubau in Lokstedt: Wohin mit dem Verkehr?“ endet für die Politiker mit neuen Erkenntnissen.

Neuerdings findet die Kommunalpolitik in Lokstedt große Resonanz. Auch an diesem Abend sind die Gastgeber zunächst überrascht von der großen Anzahl an Besuchern. Kamen früher zu solchen Veranstaltungen nur wenige, handverlesene, politisch interessierte Bürger, treffen die Politiker nun immer häufiger auf vom Staat enttäuschte Wutbürger.

Außerordentlich groß ist offensichtlich der Unmut über die veränderte Verkehrsbelastung durch den zunehmenden Verkehr, der durch die Nachverdichtung und die Baustellen im Quartier entstanden ist. So fanden sich etwa 60 Besucher zu dieser Veranstaltung ein.

Nina Löb, die Schulleiterin der Schule Vizelinstraße, in der die Veranstalter einen Raum angemietet hatten, sorgte so lange für Nachschub an Stühlen und Hockern bis schließlich jeder eine Sitzgelegenheit gefunden hatte.

Nun konnte der Bürgerdialog mit den Verkehrspolitischen Sprechern der Grünen Till Steffen (Bürgerschaftsfraktion) und Fabian Klabunde (Bezirksfraktion) beginnen. Als Moderator betätigte sich Andreas Reichel, Mitglied des Regionalausschusses Lokstedt.

Die Hausherrin eröffnete mit einigen einleitenden Worten die Veranstaltung und wies auf die Besorgniserregende Situation rund um die Schule Vizelinstraße hin: „Wie kommen die Kinder weiterhin gefahrlos zur Schule, jetzt wo das Verkehrsaufkommen durch die Neubauten dermaßen gewachsen ist?“

Die Frage wurde von Till Steffen an die Besucher weitergegeben: „Wie wirkt sich Verdichtung in den gewachsenen Quartieren aus?“

Und Klabunde fügte hinzu, dass es in Lokstedt deutlich enger werde. Trotzdem wolle er „aber nicht die Straßen breiter und die Grünflächen platt machen.“

Reichel bekräftigte, dass auch die Grünen die Verdichtung wollen: „Wir freuen uns, dass so viel gebaut wurde. Aber die Straßenstruktur gibt es nicht her.“
Wie sieht es also in den einzelnen Straßen aus?

Auf dem hochmodernen interaktiven Präsentationstafeln, die Schule Vizelinstraße verfügt in sechs Klassenräumen über sogenannte smart boards, wurden die Problemzonen rund um die Schule auf Google maps markiert.

Vizelinstraße

Löb hatte die Situation in der Vizelinstraße bereits geschildert. Klabunde nahm diese Kritik auf und schlug vor, hier die Durchgangsverbindung zu unterbrechen.
Andere wiesen aber darauf hin, dass dann der Durchgangsverkehr nur um eine Straße weiter ausweichen werde und man dann dort vor demselben Problem stünde.

Stresemannallee

Anwohner berichten, dass ein Teil der Stresemannallee, dieser Teil reicht vom Grandweg bei Edeka vorbei bis zur Ecke Lokkoppelweg, Tempo-30-Zone sei, auf dem weiteren Teil der Straße aber mit 50 km/h gefahren werden dürfe. Dadurch sei die Straße beliebt, weiter ginge es über die Vizelinstraße in Richtung Autobahn A7. So zeigten es leider auch die meisten Navigationsgeräte als kürzeste Strecke an.
Emil-Andresen-Straße.

Dennis Chytrek aus der Max-Tau-Straße vertrat die Meinung, dass der Straßenbau im Quartier seit Jahren sträflich vernachlässigt werde. Ein gutes Beispiel sei die Emil-Andresen-Straße, in der noch vor der Jahrtausendwende die Geschwindigkeit aufgrund der Straßenschäden auf 10 km/h beschränkt wurde. Aber erst in diesem Jahr sei mit den Arbeiten an der Straße begonnen worden. 

Döhrnstraße

Die Schule in der Döhrnstraße stelle ein Problem dar, da zu viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto brächten.

Grandweg

Im Grandweg herrschten katastrophale Zustände. Es sei kaum noch ein Durchkommen möglich. Derzeit führen dort wegen einer Umleitung sogar Linienbusse. Manche Fahrradfahrer trauen sich nicht auf der Straße zu fahren, wegen der Überholmanöver der schlängelnden Autos. Es komme zudem immer mehr Verkehr über den Siemersplatz und die Vogt-Wells-Straße in den Grandweg, da das Linksabbiegen von der Osterfeldstraße in den Lokstedter Steindamm verboten sei und in der anderen Richtung, weil der Siemersplatz verstopft sei.
Die Autos parkten falsch. Und zwischendurch ständen noch Blumenkübel. Durch die Rechts- vor Linksregelung und die Parkzonen könne man aber so oder so (also auch ohne die störenden Kübel) nicht schneller als 30 km/h fahren.

Der Verkehrsplaner Peter Schmeck hingegen ärgert sich darüber, dass ihm im Grandweg bereits zweimal der Spiegel abgefahren worden sei. Als er deswegen mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig parkte, wie es weiter südlich am Grandweg zulässig ist, hätte er prompt einen Strafzettel bekommen. Die Polizei ahnde hier solche Verstöße gnadenlos, weil die parkenden Autos den Verkehrsfluss möglichst behindern sollen – paradox!

Aus den beiden Problemen, Kübel und erzwungenes Parken auf der Straße, werde deutlich, wie die Behörden (in diesem Fall die Polizei) im rückständigen Denken verharren. Bei einem Verkehrsaufkommen wie es aktuell in Lokstedt auf der Tagesordnung sei, sollte die Polizei froh sein, wenn jede Straße genutzt werde und der Verkehr fließe.

Ein Lösungsvorschlag für die Parkplatzprobleme vor Ort: Man solle, wie in der Geschwister-Scholl-Straße die blauen Verkehrsschilder 315 aufstellen, um halbachsiges Parken zu erlauben.

Apropos Verkehrsfluss. Bettina Bott fragt, warum die einzig breite Straße im Zylinderviertel, der Behrkampsweg, eine Einbahnstraße sei. Die anwesenden Politiker erklären, dass man das gemacht habe, damit kein Durchgangsverkehr durch den Behrkampsweg in die Stresemannallee gelange.

Ein Herr sagt, er wohne nun seit 20 Jahren im Grandweg / Ecke Sottorfallee und werde wegen dem Lärm wohl bald wegziehen.

Sottorfallee

Hier parken Autos auf dem Gehweg und der Fußgänger muss auf die Straße ausweichen.

Rimbertweg / Lohkoppelweg

Anwohner berichten aus dem Lohkoppelweg, dass überall noch gebaut werde und kaum mehr Parkplätze vorhanden seien.

Veilchenweg

Hier kam die Frage auf, warum die Einbahnstraße jetzt anders herum verlaufe. Der Verkehr fließe nicht mehr ab. Mit den Müllwagen gäbe es Probleme. Außerdem wurden die Parkplätze nicht an die andere Fahrrichtung angepasst, so dass man in die schrägen Parkplätze jetzt nur sehr schwer einparken könne.

Lottestraße

Volker Baumann aus der Lottestraße berichtet, dass weitere 360 Wohneinheiten an der Lottestraße gebaut würden, vorher müssten aber noch mehrere 1000 LKW-Ladungen kontaminierte Erde auf der ehemaligen Mülldeponie ausgetauscht werden, was während der Bauphase zu weiteren Problemen führen werde.
Baumann klagt weiter, dass die Polizei es nicht hinbekäme, in diesem Quartier und weiter im Bereich Süderfeldstraße / Geschwister-Scholl-Straße, dafür zu sorgen, dass die Straßen nicht zugeparkt würden. Kürzlich sei hier ein LKW stecken geblieben. Er rufe täglich bei der Polizei an und beschwere sich.

Julius-Vosseler-Straße

Zwischendurch ein kurzer Themenwechsel. In der Julius-Vosseler-Straße solle ein Lidl hinkommen. Was könne man dagegen machen. Die meisten sind sich einig, man müsste dagegen demonstrieren. Kaum einer im Quartier wolle einen Lidl.

Siemersplatz

Bettina Bott sagt, der Verkehr auf der Vogt-Wells-Straße hätte sein Limit erreicht. Hier sei mittlerweile selbst abends um 23 Uhr noch starker Verkehr. Auch am Siemersplatz, der mittlerweile täglich von 175.000 Pkw befahren werde, wohnten Kinder, dort sei sogar ein Kindergarten und es gäbe dort Altenwohnungen. Außerdem sei der Bereich Siemersplatz / Vogt-Wells-Straße / Grelckstraße unser Lokstedter Zentrum. Hier sollte man eigentlich in aller Ruhe einkaufen können. Das Zentrum leide aber zunehmend unter dem Verkehr, so dass es nicht mehr ausreichend genutzt werden könne.

Bloß kein Verkehr vor der eigenen Haustür

Bei den Problemschilderungen wurde schnell klar, dass die Anwesenden sich oft nur um die Probleme direkt vor ihrer Haustür scheren. „Wir dürfen uns aber nicht gegeneinander ausspielen lassen.“ Jeder möchte den Verkehr in eine Nachbarstraße verlagern. Selbst die Bewohner aus den neuen Lokstedter Quartieren, die heute dort wohnen wo früher Sportplätze oder Altenheime waren, also diejenigen sind, die die Zunahme des Verkehrs verursachen, wünschen sich Ruhe in ihrem neuen Quartier. Wie soll das gehen?

Mit dieser Einstellung lassen sich keine Lösungen finden, denn der Verkehr hat inzwischen so sehr zugenommen, dass alle Straßen etwas von der Last tragen müssen. Das sahen die meisten ein.

Gesamtproblematik

Lokstedt als Urbanisierungszone ist von den Auswirkungen der Verdichtung in erheblichem Ausmaß betroffen. Um die vom Senat vorgegebenen Ziele zu erreichen wird praktisch jeder Bauantrag genehmigt. In den letzten Jahren wurden mehr als 1500 Wohnung in Lokstedt errichtet und es sollen weitere folgen.

Außerdem käme zusätzlicher Verkehr von außen. Es werde mehr und mehr Durchgangsverkehr über Lokstedt geleitet und die Verkehrsbewegungen am Siemersplatz würden weiterhin zunehmen.

Nach dem Wunsch praktisch aller Parteien soll Hamburg wachsen, daher wird laufend nachverdichtet. Der Unmut ist aber jetzt schon riesengroß. Der Hinweis eines Besuchers, dass die Maßnahmen der Verdichtung ohne ein städtebauliches Gesamtkonzept und ohne ein Verkehrskonzept realisiert worden seien und wir uns hier in einem spekulativen Bereich befänden, wurde mit Applaus bedacht.
Es gäbe einfach keine Daten wie die Verkehrsströme seien. Es fehle eine Kennzeichenzählung zum Quell– und Zielverkehr.

Und tatsächlich. Ein Verkehrskonzept gibt es nicht. Im Jahre 2009 wurde zwar von Argus (Stadt- und Verkehrsplanung) Grundzüge eines Verkehrskonzepts erarbeitet. Ein wirkliches Verkehrskonzept ist das nicht. Es wurde in Auftrag gegeben bevor die vielen neuen Wohnblöcke entstanden sind. Die Autoren schreiben dazu: „Inhalt der hier vorliegenden Ergebnisse ist nicht ein Verkehrskonzept selbst sondern sind die fachlichen Bewertungen verschiedene Vorschläge und Ansätze, die ergebnisabhängig einem Verkehrskonzept zugrunde gelegt werden können.“

Ein Besucher: „Es ist schon hammerhart, beobachten zu müssen, mit welch dogmatischer Beharrlichkeit Politiker am Wohnungsbauprogramm Hamburg festhalten und sich gleichzeitig einer gründlichen, sorgfältigen und verantwortungsvollen Stadtplanung hartnäckig verschließen, um sich anschließend blauäugig an die Bürger zu wenden und diese um Verbesserungsvorschläge zu bitten.“

Aus dem Publikum kam die Feststellung, man hätte die heutige Sitzung vor 4 Jahren abhalten sollen, da wäre sie wichtig gewesen.

Lösungen

Nun ging es darum, gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln:

Volker Bulla, Kreisvorsitzender der Grünen Eimsbüttel, heute nur als Gast mit dabei, schlägt zur Lösung ein Einbahnstraßensystem vor.

Dennis Chytrek meint, ein großes Problem stelle der Durchgangsverkehr dar. Dem könne zwar durch die Einrichtung von Einbahnstraßen, LKW-Verboten oder dauerhaften Sperrungen entgegen gewirkt werden. Fakt sei jedoch auch, dass unser Straßennetz überlastet sei und wenn an einer Stelle das Verkehrsaufkommen verringert würde, sei es wahrscheinlich, dass es an anderer Stelle steige. Was fehle sei ein Gesamtkonzept, entwickelt von Verkehrsplanern. Dieses müsse den Anwohnern mit allen Vor- und Nachteilen vorgestellt und diskutiert werden. Sicher sei, dass einige Anwohner auch Nachteile in Kauf nehmen müssten, wenn an der Verkehrsführung etwas geändert würde. Zumindest das Gewerbegebiet im südlichen Abschnitt der Stresemannallee und auch der Edeka Markt im nördlichen Teil müssten auch zukünftig von LKW beliefert werden. 

Chytrek hat eine Lösung für die Durchgangsverkehr von der Stresemannstraße zur A7: Den Durchbruch des Bötelkamp zum Eidelstedter Weg würde er befürworteten. So würde dem Berufsverkehr ein Anreiz gegeben, über die Hagenbeckstraße in Richtung Autobahn abzufließen (obwohl das auch wieder Probleme gäbe, hier sei die Gesamtschule und die Linksabbiegerspur auf die Koppelstraße sei kurz, ebenso wie die Ampelphase). Statt einem vermutlich teurem Rückkauf des Grundstücks von Aldi für den Durchbruch Bötelkamp zum Eidelstedter Weg, würde sich auch ein Kreisel am Eidelstedter Weg / Stresemannallee anbieten, um den Verkehr an der belasteten Kreuzung abfließen zu lassen. Nur ein sehr kleiner Teil der Hundeauslauffläche müsse dem zum Opfer fallen. 

Andere Stadtteile leiten ihren Verkehr durch Lokstedt

Bettina Bott fragt, warum der Verkehr zusätzlich aus Groß Borstel durch Lokstedt fließen solle und dafür extra der Nedderfeld vierspurig ausgebaut werden solle. Das dürfe nicht passieren.

Bulla erklärt dazu, dass sich der Bezirk Nord gegenüber Eimsbüttel durchgesetzt hätte.

Empörung kam auf: Und überhaupt auch andere Stadtteile leiteten den Verkehr durch Lokstedt. Wie könne so etwas angehen?

Helena Peltonen, Vorsitzende vom Bürgerhaus Lokstedt, hatte am Ende eine wunderbare Idee: Tempo 30 auf allen Lokstedter Straßen und ein Baustopp bis ein Verkehrskonzept vorliege. So wie es die Europäische Bürgerinitiative „30 km/h – macht die Straßen lebenswert!“ seit langem fordere und in etlichen Städten bereits praktiziert werde. Paris zum Beispiel baue die 30-Zonen beständig aus, bereits für 30 Prozent der Straßen gelte mittlerweile diese Tempobegrenzung.

Stadtteilbeirat gefordert

Dann wurde noch die Forderung nach Einrichtung eines Stadtteilbeirates erhoben. Die Politiker von den Grünen hätten es vermutlich lieber Bürgerworkshop genannt und so soll nach der Sommerpause eine erneute Veranstaltung zur Verkehrssituation in Lokstedt stattfinden.

Wir ziehen Bilanz

Die meisten Besucher kamen aus der näheren Umgebung des Veranstaltungsortes, in der auch für die Veranstaltung geworben wurde. Dies ein kleines Manko der Veranstaltung: Schön wäre es gewesen, wenn die Veranstaltung zentraler in Lokstedt stattgefunden hätte. Dann hätte man sehen können, dass es in allen vier Teilen von Lokstedt - die am Siemersplatz kreuzenden Straßen teilen unseren Stadtteil de facto in vier Teile - ähnlich gelagerte Probleme gibt, die allerdings schon länger bekannt sind und gegen die bislang noch nichts unternommen wurde.
Zum Beispiel Feldhoopstücken, hier wurden schon vor Jahren neue Quartiere errichtet. Die dadurch entstandenen Verkehrsprobleme warten noch immer auf eine Lösung. Der Feldhoopstücken müsste dringend geöffnet werden und so direkt mit der Kollaustraße verbunden werden (siehe Lokstedt online).

Weitere problematisch Straßen: Grelckstraße, Hartsprung, Rütersbarg, Hinter der Lieth im Bereich der U-Bahn Hagendeel, Gazellenkamp, der Nedderfeld mit seinen Nebenstraßen und noch viele andere. Wenn auch Anwohner aus diesen Bereichen zu dieser Veranstaltung gekommen wären, hätte es dann auch dazu beitragen können, die Probleme ganzheitlich zu betrachten.

Ein Lokstedter Verkehrskonzept unter Berücksichtigung der weiteren Verdichtung muss erarbeitet und dann auch umgesetzt werden. Lokstedt muss für Anwohner sicherer und angenehmer werden.

Vorschläge für ein Konzept

-Verkehr aus Lokstedt raus (Verkehrsflüsse müssen gleichmäßig über alle Stadtteile verteilt werden)

  • Zone 30 auf allen Lokstedter Straßen
  • Massiver Ausbau der Radfahrwege
  • Bau der StadtBahn oder eine U-Bahn
  • Verbesserung der Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel
  • Quartiersgaragen und Anwohnerparkzonen schaffen
  • Sinnvolle Parkplatzbeschilderung
  • Attraktive Fußgängewege
  • Gute Einkaufsmöglichkeiten in Lokstedt (neues Zentrum)
  • In Wohngebieten kein Durchgangsverkehr für LKW
  • Einbahnstraßen rausnehmen (damit der kürzeste Weg genommen werden kann
  • Keine Verkehrsschikanen, der Verkehr sollte ruhig und gleichmäßig abfließen

Pressemeldung

In ihrer gemeinsamen Pressemeldung fassen die Grünen-Politiker ebenfalls zusammen, was sie von der Veranstaltung mitgenommen haben:

Andreas Reichel, Regionalsprecher der Grünen Bezirksfraktion für Lokstedt, freut sich über die Resonanz. „Der Raum war mit ca. 60 Bürgerinnen und Bürgern gefüllt. Alle machten deutlich, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Besonders in der Vizelinstraße muss sofort etwas gegen die täglich auftretenden, verkeilten Kraftfahrzeuge, LKW-Durchfahrten und Raser getan werden.“

Fabian Klabunde, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bezirksfraktion, sagt dazu: „Ich nehme als Grundstimmung mit, dass die Lokstedterinnen und Lokstedter vor allem den Durchgangsverkehr zur Autobahn und zu den südlich gelegenen Großunternehmen loswerden wollen. Spätestens mit den 1.500 neuen Wohneinheiten im Quartier sind die meisten Anwohnenden bereit, für die eignen Autofahrten eine Verlangsamung mit Sperrungen, Einbahnstraßen und Tempo 30 in Kauf zu nehmen, wenn dies dazu führt, dass die Navigationssysteme das Quartier nicht mehr als Schleichweg in alle Richtungen ausweisen. Nur so können Schulwege und Velorouten sicherer werden.“

Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, stellt fest: „Nicht nur in Lokstedt ist der Neubau von Wohnungen vorangetrieben worden, ohne die Versorgungsinfrastruktur zu betrachten. Wir treten für eine Nachverdichtung ein, das muss aber mit einer Bändigung des Autoverkehrs und lebenswerten Rad- und Fußwegen sowie häufigeren Busabfahrten einhergehen.“

Andreas Reichel verspricht: „Wir werden die vielen Vorschläge der AnwohnerInnen zur Entschärfung der Lage zusammenfassen und auf einer Anschlussveranstaltung nach den Sommerferien einen Beschluss der Bezirksversammlung vorbereiten.“

Di. 04.06.2013, 19.30 - 21.30 Uhr

Bündnis 90 - Die Grünen

Neubau in Lokstedt - Wohin mit dem Verkehr?

mit Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion und Fabian Klabunde, verkehrspolitischer Sprecher der Bezirksfraktion.

Schule Vizelinstraße,
Vizelinstraße 50, 22529 Hamburg
www.galeimsbuettel.de

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 15.06.2013