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Flüchtlingsunterbringung in Lokstedt 3

Versiegelung der Müll-Deponie aufgebrochen

Das Bezirksamt Eimsbüttel erniedrigt die Bezirksversammlung zum Erfüllungsgehilfen. Obwohl die Versammlung ihre Stellungnahme zur geplanten Umwidmung des Gewerbegebiets erst am heutigen Donnerstag abgeben wird und das Baugenehmigungsverfahren läuft, haben die Bauarbeiten bereits begonnen.

Wie von Lokstedt online berichtet wurde, plant das Bezirksamt Eimsbüttel am Offakamp ein Asylantenlager zu errichten. Die Behörde möchte auf der tickenden Zeitbombe einer Mülldeponie, aus der jederzeit Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle, Arsen, Blei, Kupfer und Zink austreten könnten, 177 Flüchtlinge unterbringen.

Nun überschlagen sich die Ereignisse am Offakamp.

Noch am Dienstagabend auf einer denkwürdigen Info-Veranstaltung wurde den Anwohner zugesagt, wenigstens der Form nach ein geordnetes Genehmigungsverfahren durchführen zu wollen (Lokstedt online vom 13.12.2012).

Die Versprechungen der Behörde

Bevor die Bauarbeiten beginnen könnten, würde die Bezirksversammlung gehört. Auch das Baugenehmigungsverfahren müsste abgewartet werden. Im Rahmen dieses Verfahrens hätten die Anwohner die Möglichkeit Stellung zu nehmen.

Außerdem versicherte Brigitte Samtleben, Dezernentin für Soziales, Jugend, Gesundheit im Bezirksamt Eimsbüttel, dass die Versiegelung der ehemaligen Mülldeponie nicht aufgebrochen würde.

Erdarbeiten haben begonnen

Nun aber wurde die Versiegelung doch aufgebrochen, so dass die Gefahr besteht, das die unter anderem krebserregenden Giftstoffe aus dem Erdreich austreten und die Umgebung verseuchen können.

Wie Fotos vom Gelände belegen:

• wurden entgegen den Beteuerungen der Behörde nun doch Erdarbeiten durchgeführt. Diese wurden begonnen, ohne das eine Baugenehmigung vorliegt. Indirekt hatte die Architektin Frau Hansen auf der Info-Veranstaltung bereits eingeräumt, dass die elektrischen Leitungen eventuell nicht ausreichen würden. Die Leitungen könnten aber ohne Erdarbeiten verlegt werden, wurde noch einen Tag zuvor beteuert.

• wurden in der Halle Wohnwagen aufgestellt und Kühlschränke angeliefert wurden.

• tragen die Bauarbeiter keine Schutzkleidung. Im Gutachten zum Bebauungsplan Lokstedt 58 wird für Erdarbeiten auf dem Gelände aber das Tragen von Schutzkleidung abngeordnet. Auf Nachfrage bestätigen die Bauarbeiter, dass sie nicht aufgeklärt wurden über die gesundheitlichen Gefahren, denen sie sich aussetzen.

Den Bewohnern in der unmittelbaren Umgebung der Deponie reicht diese Behördenwillkür. Das wird auch Auswirkungen auf eine reibungslose Unterbringung der Asylanten haben.

Nicht nur das Erdreich, auch das Klima ist nunmehr verseucht. Zu sehr ist die geplante Unterbringung für die Anwohner mit Behördenwillkür verknüpft.

Eine erste Bewohnerin des Jägerlaufs bestätigt uns, dass aktuell erste Klageschreiben aufgesetzt werden.

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© Lokstedt-online.de 13.12.2012