Leserbrief

Schweigemarsch durch Lokstedt

(zu: Land unter entlang der Kollau! vom 08.02.2016)

Der Bericht und die Auflistung über die Anzahl der schon vorhandenen bzw. in naher Zukunft entstehenden Flüchtlingsunterkünfte im Raum Lokstedt spiegelt genau das Vorhergesagte aus dem Januar / Februar 2014 wieder.

Das ist nun das Ergebnis, welches wir aus der zwangsweisen Umwandlung von Mietwohnraum in öffentlich-rechtliche Unterbringung zu der jetzigen Flüchtlingsunterkunft Grandweg / An der Lohbek schon im Ansatz angekündigt bzw. befürchtet hatten.

Aber eine große Anzahl der Lokstedter Bürger haben gemeint “das wird schon nicht zu schlimm”. Wobei sie wohl meinten “ach das betrifft mich ja nicht“ und deshalb wohl lieber in ihrem Kämmerchen geblieben sind. Bis auf Lokstedt online hat sich niemand öffentlich mit uns solidarisch erklärt und uns Altmietern den Rücken gestärkt.

Im Gegenteil, wir wurden als Querulanten oder Störenfriede beschimpft oder es wurden Ratschläge wie z.B. “die Alten sollen doch ausziehen” abgegeben.
Nicht einmal bei der Bürgerschaftswahl 2015 wurde den politisch Verantwortlichen und der selbstherrlich handelnden  SPD-Mehrheit im Bezirk Eimsbüttel ein politischer Denkzettel verpasst. Über den Eimsbütteler Bezirksamtsleiter einen Kommentar abzugeben, ersparen wir uns.

Sollten Bürger aus Lokstedt einen Protestmarsch in Form eines Schweigemarsches durch Lokstedt planen, würden wir gerne teilnehmen.
Es heißt nicht mehr: “ LOKSTEDT WOHNEN IM GRÜNEN” sondern “LOKSTEDT WOHNEN MIT ASYLBEWERBERN”.
 
Susanne Nellen
Rüdiger Miosga in Vertretung der meisten und restlichen Altmieter

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© Lokstedt-online 10.02.2016