Leserbrief

19 verschiedene Herkunftsländer und Kulturen

(zu: Keine Lage in der Flüchtlingsunterkunft? vom 11.11.2015)

Als unmittelbar betroffener Anwohner der Wohnunterkunft Grandweg / An der Lohbek ist es mir ein besonderes Anliegen, dem Verfasser für seinen sachlichen und der Realität entsprechenden Bericht, welcher die seit nunmehr 19 Monaten andauernde,  sich immer negativer entwickelnde Situation in der Wohnunterkunft widerspiegelt, zu danken.

Die negative Entwicklung in der Unterkunft ergibt sich  unter anderem aus der von fördern & wohnen nicht mehr kontrollierbaren Überbelegung der ehemaligen kleinen Mietwohnungen, welche zur “Unterkunft für öffentlich, rechtliche Unterbringung“ durch das Bezirksamt Eimsbüttel umgewandelt wurden. Von den 98 ehemaligen Mietwohnungen sind nunmehr ca. 55 mit über 240 Personen aus 19 verschiedenen Herkunftsländern und Kulturen belegt. Hierbei sind in der Tat aber noch nicht die steigende Anzahl der Schlafgäste mitgerechnet.

Was nun die “Lage“ oder “ Nicht-Lage“ in der Unterkunft - laut Einstufung durch das Polizeirevier 23 - betrifft, möchte ich an einem kleinen Beispiel wiedergeben: Der Kontakt- oder Bürgernahe zuständige Beamte wechselt seit Monaten den Gehweg ab Brunsberg wenn er Richtung Siebenschön geht, wahrscheinlich aus dem Grunde, damit er nicht von Altmietern der ehemaligen Mietwohnanlage auf negative Ereignisse angesprochen wird.

Dass ich, ermutigt durch die Aussage des Bundespräsidenten in Bergisch-Gladbach, welche durch die Medien verbreitete wurde (Zitat: “die deutschen Bürger dürfen das Maul aufmachen“), einen Leserbrief, ohne Repressalien befürchten zu müssen, schreiben darf finde ich persönlich angenehm. Auch wenn ich meine, der Herr Bundespräsident sollte sich, auch im Hinblick auf die schreckliche Ereignisse in Paris, für solche Äußerungen in der Öffentlichkeit schämen. Ich bin auch kein “dunkler Deutscher“.
 
 
Auch wir als unmittelbar betroffene Anwohner haben die Präsenz eines Wachdienstes in der Wohnunterkunft, nicht nur wegen der geringeren Lärmbelästigung, welche unbestritten in dem Zeitraum der Anwesenheit des Wachdienstes (eine Person) eingetreten war, erlebt. Es war außerdem auch  ein gewisses Sicherheitsgefühl vorhanden.
 
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© Lokstedt-online 16.11.2015