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Regionalausschuss Lokstedt

Hausmeister beendet die Debatte

Bisher tagte der Regionalausschuss Lokstedt im Sitzungssaal des ehemaligen Ortsamtes Lokstedt. Das Gebäude dient mittlerweile als Soziales Dienstleistungszentrum, untergebracht sind hier das Sozial- und Jugendamt, die Mütterberatung und der Pflegestützpunkt Eimsbüttel. Nun soll der Sitzungssaal zur Zahlstelle für Asylbewerber werden.

Das 1966 bezogene (ehemalige) Ortsamt Lokstedt liegt im Zentrum der drei Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen, die einst die Gemeinde Großlokstedt bildeten. Für den Regionalausschuss Lokstedt - zuständig für eben diese Stadtteile - war der Sitzungssaal im Garstedter Weg 13 somit ideal gelegen - für jeden Bürger gut zu erreichen.

Doch die aktuell herrschende Flüchtlingskrise nimmt nun den Mitgliedern des Regionalausschusses Lokstedt diese Sitzungsstätte. Die Zentrale Erstaufnahme in der Harburger Poststraße ist in Folge der anhaltend steigenden Zahl von Flüchtlingen überlastet. Daher soll sie durch den Aufbau einer dezentralen Sachbearbeitung entlastet werden.

In jedem Bezirk mussten bereits im August Verwaltungsaußenstellen eingerichtet werden. Wie aus einer Drucksache des Bezirksamtes (PDF), die den Mitgliedern des Regionalausschusses in der letzten Woche bekannt gemacht wurde, hervorgeht, hat das Bezirksamt Eimsbüttel „sich nach Abwägung unterschiedlichster Aspekte und unter Beachtung der zeitlichen Vorgabe für die Einrichtung der Verwaltungsaußenstelle im Sitzungssaal des ehemaligen Orstamtes Lokstedt, Garstedter Weg 13 entschieden.“

Über die Vorteile dieser Lösung schreibt das Niendorfer Wochenblatt: „Das Gebäude ist allgemein bekannt, gut erreichbar und besitzt eine funktionierende Zahlstelle. Denn hier sollen nicht nur die regional erstuntergebrachten Flüchtlinge erfasst und verwaltet sondern auch die ihnen zustehenden Geldleistungen ausgezahlt werden.“

Nun will das Bezirksamt zeitnah Vorschläge unterbreiten, wo die Sitzungen des Regionalausschusses Lokstedt zukünftig stattfinden können. Zur Auswahl stehen der Sitzungssaal im Ortsamt Stellingen, der Große Sitzungssaal im Bezirksamt am Grindelberg und die Aula der Anna-Warburg-Schule.

Alle drei Vorschläge sind mit erheblichen Einschränkungen für die Bürger der drei Stadtteile verbunden. Die Sitzungssäle in Stellingen und am Grindelberg liegen außerhalb der drei Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Die Debatten in der Aula der Anna-Warburg-Schule wären immer um 21 Uhr beendet – dann muss der Hausmeister abschließen. Da steht zu befürchten, dass die Fragezeit der Bürger im Regionalausschuss beschnitten werden könnte.

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© Lokstedt-online 21.09.2015