Bürgerbeteiligung online

Problem-Melder und Ideen-Werkstatt

Die GAL-Bürgerschaftsfraktion sammelt auf einer interaktiven Landkarte Ideen und Probleme auf öffentlichen Wegen. Auf „beweg-die-stadt.de“ können alle, die am Hamburger Verkehr teilnehmen und von ihm betroffen sind, Probleme, Hindernisse oder Störungen jeglicher Art kenntlich machen und gemeinsam neue Lösungsideen entwickeln.

„Wir von der Hamburger Grünen-Fraktion tun, was wir können, um Lösungen für die genannten Probleme zu finden. Jeder Eintrag auf der Karte wird von uns gelesen und beantwortet“, heißt es auf der website.

Aber auch die User können zu den Lösungen beitragen. Lösungsvorschläge lassen sich in der Ideen-Werkstatt eintragen. Schon verfasste Lösungsideen lassen sich kommentieren und bewerten.

Die neun bisher für den Bereich Lokstedt eingetragenen Probleme betreffen überwiegend durch parkende Autos oder anderweitig versperrte Rad- oder Fußgängerwege. Lösungsvorschlag von einem User dazu: Alle parkenden Autos fotografieren und zu Anzeigen bringen.

Ein gemeldetes Problem betrifft die Verkehrssituation am Siemersplatz: „Hält ein Doppelgelenkbus der Linie 5 an der Haltestelle Siemersplatz und parkt ein Fahrzeug illegal am vorderen Ende der Busbucht, was etliche Male am Tag der Fall ist, versperrt der Bus den Fußgängerüberweg.“

Die Antwort vom verkehrspolitischer Sprecher der GAL in der Bezirksversammlung Eimsbüttel Fabian Klabunde: „Vielen Dank für Ihren Beitrag! Die Kreuzung Siemersplatz wird demnächst im Zuge des Busbeschleunigungsprogramms des Senates komplett umgebaut.“ Mit diesem Programm würden 259 Millionen Euro verschleudert, die besser in einer Stadtbahnlinie angelegt wären.

Ein erneuter Umbau der Busspuren, die erst 2011 komplett verändert wurden, bedeutet zudem erneut Beeinträchtigung für die Bürger und Umsatzrückgang für die Geschäfte am Siemersplatz. Dies könnte für so manches Geschäft das Ende bedeuten.

Der Problem-Melder im Internet, eine nette Idee und ein überfälliger Anfang zu mehr Bürgernähe und interaktiver Demokratie.

Nur Schade, dass der Bürger, wie im vorliegenden Fall des Busbeschleunigungsprogramms, noch zusehen muss, dass die Probleme zwar erkannt und im Internet diskutiert werden, im wirklichen politischen Leben die Gelder aber in als unsinnig erkannte Projekte fließen.

www.beweg-die-stadt.de

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© Lokstedt-online.de 08.06.2012