Leserbrief

Eine Aussage die sehr bedenklich stimmt

(zu: 30 Tage Verständnis vom 14.06.2015)

Der Leserbrief von Frau Glade versetzt mich geradezu ins Staunen, da ist schon mehr als nur Realitätsverweigerung erkennbar und stimmt mich bedenklich.

Zitat Frau Glade: "Mit Journalismus hat dieser Artikel nichts zu tun. Das ist unterste Schublade, Bildniveau. Hier wird Hetze gegen eine Minderheit betrieben. Wer bestimmt eigentlich, dass das Projekt gescheitert ist? Sie?"

Journalismus hat die Aufgabe verschieden Facetten und Informationen zu liefern. Dazu gehört auch Kritik am genannten Projekt, insbesondere wenn immer wieder Probleme auftauchen und die Mieter sich zurecht beschweren. Wenn Sie liebe Frau Glade Mainstream lesen möchten, also einseitig gefärbte Berichterstattung und Propaganda, das was z.B. die etablierten Medienhäuser heutzutage zum Besten geben, lassen Sie sich nicht aufhalten.

Ich lese lieber eine ausgewogene Berichterstattung, die z.B. Lokstedt-online besser liefern kann, als große Medienhäuser, dessen Intention eindeutig ist.
Ich empfehle Ihnen im übrigen das Buch "Gekaufte Journalisten" von Udo Ulfkotte, sehr erhellend und ein wichtiger Beitrag für den ungeübten Durchschnittsleser, ein wenig Licht ins heutige journalistische Dunkel zu bringen.

Zitat Frau Glade: "Und wer darf hier eigentlich solche Artikel schreiben? Jeder? Da wollte sich doch einfach nur ein unzufriedener Bürger Luft machen. Sobald man auf die Homepage von Ihnen kommt, gewinnt man durch diesen Artikel den Eindruck, als wären wir Lokstedter alle phobisch und agressiv gegen andere. Das macht den Stadtteil unattraktiv!"

Das ist z.B. eine Aussage die sehr bedenklich stimmt. Ja, Frau Glade, auch wenn es einer lauten Minderheit in diesem Land nicht passt, noch haben wir Meinungsfreiheit und schreiben darf, oder besser äußern sollte sich gerade der, der mit mit dieser gleichschalteten Meinungsmache in diesem Lande nicht einverstanden ist. Und nein, die Lokstedter sind weder phobisch, noch aggressiv, - was für eine unglaubliche Anmaßung - die Lokstedter sind besorgt, was ihr gutes Recht ist, denn sie leben dort, im Gegensatz zu Ihnen, sie waren ja nich nicht einmal vor Ort wie Sie selber schreiben.

Zitat Frau Glade: "Und was Sie, Frau Freuers, schrieben, ist einfach nur entsetzlich zu lesen. Sie setzen Menschenleben mit statistischen Zahlen gleich. Sie müssen mal von diesem Gedanken loskommen, dass diese Leute Menschen 2. Klasse sind! Was soll diese infame Unterstellung, die Mehrheit der Asylanten wären junge Männer, die unter zwielichtigen Beweggründen hierher gekommen sind? ..."

Ihrer Äußerung offenbart eine erschreckende Unkenntnis über die tatsächliche politische und auch gesellschaftspolitische Problematik in der EU-Zone hinsichtlich der Flüchtlingspoltik, sowie einem fehlenden geschichtlichen Hintergrund, was das Entstehen der Flüchlingsströme aus Syrien, bzw. aus Afrika anbelangt. Ich denke es ist müssig mit jemand zu diskutieren, der hier ausschließlich eine einseitige, inkompetente und realitätsferne Sichtweise propagiert, die meiner Meinung nach schon Züge eines Fanatismus erkennen lassen. Einen kleinen Denkanstoß gebe ich Ihnen dennoch mit auf den Weg. Das Asylgesetz wurde geschaffen um Menschen in Not zu helfen. Die hundertausendfache Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen, das sind vornehmlich die afrikanischen Flüchtlinge, verdängen hierbei die wirklich in Not geratenen Menschen die verfolgt werden, für die wir solange es noch geht Verantwortung übernehmen sollten. Wer hier aber ohne zu zögern bereit ist unsere Kultur, unsere Werte, und die Wünsche der großen Mehrheit zu negieren, also völlig UNREFLEKTIERT Menschen hier Zuflucht bieten möchte, der wird nicht nur den tatsächlich Hilfesuchenden Schaden zufügen, sondern dem ganzen Land.

Zitat Frau Glade: "Und, da es sich ja in dem Artikel besonders um den Monat Ramadan handelt, hier der Kontaktlink zum Islamischen Zentrum Hamburg. Warum schreiben Sie nicht mal einen Imam an und schildern Sie ihm ihre Sorgen und Ängste, dass die neuen Anwohner ,,über die Stränge schlagen" werden. Vielleicht hat er einen guten Rat oder schickt sogar jemanden, um eine Art Mittler zu sein."

Nochmals: Selbstverständlich müssen sich die Gäste an die Sitten und Gebräuche des Gastland anpassen und nicht umgedreht. WIR wohnen hier und nicht die Flüchtlinge! Übrigens: Welcher ernsthaft Hilfesuchende stellt Forderungen nach seinen Gebräuchen, als vielmehr zu allererst dankbar in Sicherheit zu sein?

Zitat Frau Glade: "Fangen Sie endlich an sich mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und anderer Religion offen auseinanderzusetzen! Die ,,Hochburg" Europa wird es bald nicht mehr geben,..."

Die Hochburg Europa wird es bald nicht mehr geben, wer bestimmt das?? Eine Minderheit wie Ihresgleichen? Menschen wie Sie machen mir Angst, ich hatte oben bereits etwas zu meinem Eindruck hinsichtlich von "fanatischen Zügen" geschrieben. Sie bestätigen das ganz eindeutig.

Zitat Frau Glade: "Das einzige, zu was mich dieser Artikel gebracht hat, ist, dass ich mal dahin gehen werde, An der Lohbek 2c, und mir die Situation vor Ort ansehen werde."

Schauen Sie einfach mal vorbei, machen Sie sich ganz vorurteilsfrei einBild der Situation.

Dora Freuers

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© Lokstedt-online 17.06.2015