Leserbrief

Diese Geschäftsvielfalt hatten wir einst

(zu: Desinteressiete sollen entscheiden vom 17.04.2015)

Unsere Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“ hat sich aus dem Mangel der Einkaufsmöglichkeiten und eines fehlenden Kommunikationszentrum heraus gebildet. Wir waren es satt, für z. B. Kindersocken in einen anderen Bezirk zu fahren.

Der tägliche Bedarf kann hier zwar gedeckt werden, aber z.B. Feinkost, wie bei Behrmann, einen guten Gemüsehändler oder einen Fischhändler suchen die Lokstedter vergebens in ihrem Ort.

Diese Geschäftsvielfalt hatten wir einst in Lokstedt und sogar Miedersachen und Schulhefte konnte jeder hier kaufen. Nun hat sich im Laufe der Zeit durch den starken Autoverkehr die Ladenszene drastisch verschlechtert. Hier setzen wir mit der Frage an, wo in Lokstedt haben wir die Möglichkeit ein fussläufig erreichbares Zentrum für die Lokstedter zu bauen.

Dabei soll keine Priorität fürs Einkaufen geschaffen werden. Was Lokstedt außerdem dringend braucht, ist ein Treffpunkt für die Bevölkerung vor Ort. Wo sollen sich die Jugendlichen und Studenten außerhalb der eigenen vier Wände treffen?

Weil wir diese Probleme erkannten, haben wir Umfragen an den drei Lokstedter Wahllokalen zur Bundestagswahl 2013 durchgeführt. Über 500 Unterstützer trugen sich in unseren Mailverteiler ein, um weiter informiert zu werden.

Bei der Lokstedt-Rallye hatten wir die Möglichkeit, viele Kinder und Jugendlichen zu befragen. Sie malten uns Bilder, was alles in Lokstedt vermisst wird. Zum Grelckstraßen-Flohmarkt diskutierten wir mit Bürgern und erhielten weitere Anregungen. Ein großer Bedarf besteht und die Rot-Kreuz-Fläche am Behrmannplatz ist eine einmalige Chance, am historischen Ortskern einen Treffpunkt mit Einkaufsqualität zu bauen.

Der Wohnungsbau an dieser Stelle hat auf die Bedürfnisse der fast 30.000 Bürger Rücksicht zu nehmen. Anderenfalls wird der Druck auf die umliegenden Orte zunehmen, denn die wachsende Zahl von Lokstedtern wird weiterhin den Wagen nehmen müssen. Leider werden Parkplätze immer weniger und der Kampf um diese wird zunehmen. Sonst liebe Niendorfer, Eimsbüttler und Eppendorfer! Die Lokstedter kommen und besetzen eure letzten Parkplätze!

Weil wir die Situation hier in Lokstedt erkannt haben, möchten wir die Lokstedter auf Alternativen aufmerksam machen, die sich am Behrmannplatz für die Bürger auftun. Wir haben Zeit und Kraft uns für die Bürgerinteressen einzusetzen und bei der Umsetzung mitzuarbeiten. Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen Politik und Bürgern.

Martina Wiecha
Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 24.04.2015