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SPD-Datenschutz

Eigentlich für den Schredder gedacht

Wie die Mopo berichtet, sind in der Eimbsbütteler SPD-Zentrale am Grindelberg Anfang März personenbezogene Daten neben einem Altpapier-Container entdeckt worden. Ein Karton mit sensiblen Unterlagen habe offen auf dem Bürgersteig gestanden. Die Nachbarin Verena S. fand die sensiblen Unterlagen und gab sie in der Redaktion ab.

Verantwortlich für den peinlichen Skandal sei der Kreisgeschäftsführer der SPD Eimsbüttel Matthias Marx. Dieser schiebt die Schuld allerdings auf eine Reinigungsfirma und gibt für die SPD Eimsbüttel folgende Erklärung ab:

"Unsere Reinigungsfirma hatte den Auftrag, Altpapier wie z.B. nicht verteilte Wahlkampfflyer oder Wahlplakate zu entsorgen. Dabei ist versehentlich durch den Geschäftsführer der SPD Eimsbüttel ein Karton mit Personen- und datenschutzrelevanten Papieren zum Altpapier gestellt worden, welcher aber zur Aktenvernichtung bestimmt war. Die Reinigungsfirma hat sowohl das Altpapier sowie die Unterlagen zur Entsorgung mitgenommen. Die Entsorgung erfolgte durch die Firma sodann nicht ordnungsgemäß.“

Nicht ordnungsgemäß entsorgt ist dabei noch gelinde ausgedrückt. Tatsächlich waren die internen Partei-Unterlagen in unverschlossenen Kartons einfach so auf den Bürgersteig neben einen Papiercontainer gestellt worden. Darin fanden sich nach Angaben der Mopo „Hunderte Seiten Papier mit vertraulichen Informationen…darunter auch Listen mit Namen und Adressen zahlreicher Partei-Mitglieder, Ein- und Austrittserklärungen, Mahnungen und vieles mehr.“

Marx bedauere allerdings den Vorfall. Die Unterlagen seien eigentlich für den Schredder gedacht gewesen. Die SPD Eimsbüttel nehme diesen Vorfall zum Anlass, ihren Umgang mit datenschutzrelevanten Material zu überprüfen.

www.mopo.de
www.spdeimsbuettel.de

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© Lokstedt-online 23.03.2015