Einbruchdiebstall im Turnverein Lokstedt

Serienbrandstiftung - ein polizeibekannter Dieb gesteht

Nach einem Brand und Einbruchdiebstall beim Turnverein Lokstedt von 1892 kam die Kripo durch am Tatort gefundene Spuren einem Serienbrandstifter auf die Spur.

Seit 2006 gab es mit Unterbrechungen immer wieder Brandstiftungen im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf, aber auch in Krankenhäusern in Rissen, Wedel und Bad Oldesloe.

Das Fachkommissariat Branddelikte im Landeskriminalamt richtete eine Ermittlungsgruppe ein, sechs Jahre dauerte die Fahndung.

Kurz vor Weihnachten 2010 wurde in einem Hörsaal der Universitätsaugenklinik ein Brand gelegt. Dies der spektakulärste Fall, es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Inzwischen ging die Polizei davon aus, dass es sich immer um denselben Brandstifter handelte und schaltete Profiler ein.

Den alles entscheidenden Hinweis allerdings erhielten die Beamten dann nach einem Einbruchdiebstall im Turnverein Lokstedt. Gefundene Spuren brachten die Kripo auf den Täter. Am vergangenen Montag wurde dann sein Wohnwagen auf dem Heiligengeistfeld durchsucht.

Der inzwischen geständige Verdächtige, ein 31jähriger Schausteller-Gehilfe, war der Polizei bereits als Dieb und Einbrecher bekannt.

In der Vernehmung gab Jan Sch. elf Brandstiftungen sowie 20 Einbrüche zu. Die Polizei schließt nicht aus, dass der inzwischen Inhaftierte an weit mehr Orten Feuer gelegt hat und will jetzt ein Bewegungsprofil des Brandstifters erstellen.

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© Lokstedt-online.de 23.04.2012