Leserbrief

Realitätsverlust in weltlichen Dingen

Wir, die Bestandsmieter der ehemaligen Mietwohnanlage Grandweg / An der Lohbek, unterstellen, dass die Berichtserstattung und der Inhalt des Artikels, unter dem Aspekt der journalistischen und korrekten Tätigkeit verfasst worden ist. Unser Augenmerk richtet sich hierbei auf den Inhalt der Dankesrede des Herrn Müller-Teichert aus Lokstedt.
 
Wir haben im Hinblick auf die von Herrn Müller-Teichert (als Sprecher der Willkommenskultur Lokstedt) in der Öffentlichkeit geäußerten Feststellungen, was die Gesamtsituation in der Wohnunterkunft Grandweg / An der Lohbek betrifft, eine schriftliche Umfrage unter den Bestandsmietern durchgeführt. Diese Umfrage erfolgte nicht nach der Vertreter-Wohnungstür-Manier - wie die Helfergruppe sie durchführt - sondern die Bestandsmieter konnten in Ruhe den Fragebogen in ihrer häuslichen und vertrauten Umgebung ohne Zeitdruck durchlesen und ausfüllen. Von den 25 verteilten Fragebögen (es sind noch Ferien und Urlaubszeit) sind 20 Fragebögen Rückläufer.
 
Eine erste Auswertung der zurückgegebenen Fragebögen zeigt einen eindeutigen Trend, wie es immer so schön bei den Wahlsendungen heißt, danach sind die öffentlichen Äußerungen, dass nur maximal 3 - 4 Altmieter Probleme vor Ort hätten, von Herrn Müller-Teichert in der Dankesrede, schriftlich und beweisbar wahrheitswidrig.

Die Ursachen dieser wahrheitswidrigen Äußerungen des Herrn Müller-Teichert  könnten sein: fehlerhafte Recherchen; in der Euphorie und der Freude über die Ehrennadel sind seine Sinne etwas eingetrübt; Herr Müller-Teichert hat über eine andere Wohnunterkunft gesprochen und nicht über die Wohnunterkunft Grandweg / An der Lohbek;

Ein Realitätsverlust über die anderen täglichen und weltlichen Dinge.
 
Wie heißt es noch im 8. Gebot der eangelischen Bibel? Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
 
Zu einer exakten journalistischen  Aufarbeitung, Analyse bzw. Auswertung haben wir die ausgefüllten Fragenbögen mit Einverständnis der Betroffenen und unter Einhaltung des Datenschutzes, an die Redaktion weitergeleitet.
 
Die Bestandsmieter möchten nicht unerwähnt lassen, dass einige, wenige Gastfamilien der Bundesrepublik Deutschland, positiv erkannt haben, dass  die Integration keine Einbahnstrasse ist.
 
Das Ergebnis dieser Umfrage, zeigt einmal mehr, dass auch die letzten Zweifler in der Eimsbütteler Verwaltung und der Politik erkennen müssen, auch wenn es schwer fällt, dieses Pilotprojekt ist gescheitert.
 
Rüdiger Miosga für die betroffenen Bestandsmieter

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© Lokstedt-online 24.10.2014