Leserbrief

Einfach Pech gehabt!

Die öffentliche Auslegung der Pläne:"Überschwemmungsgebiete nach § 76 und 78 Wasserhaushaltsgesetz“. Sie sind ein Witz mit nachhaltigen negativen Auswirkungen der betroffenen Grundstücke und Eigentümer.
 
Die ausgelegten Pläne sind ohne Datum und ohne Namenzeichen des Zeichners, jedoch unter Federführung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) erstellt.Sie könnten nun vom Amt ausgetauscht werden; aber die viele Bürger haben sie im PC gesichert oder fotografiert.

Bei genauem Hinsehen erkennt man eine kunstvoll geschwungene und bizarre dünne rote Linie. Die Vorgaben hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) oder der LSBG aber dem Zeichner geliefert. Er selbst hat nur "ausgeführt".

Man könnte meinen, ein alkoholisierter, von der Behörde beauftragter Zeichner, hat diese rote Linie mit  zitteriger Hand  in die Pläne eingezeichnet.
In der Praxis werden die angefertigten Pläne jedoch von hoch qualifizierten Wasseringenieuren gewissenhaft auf Richtigkeit geprüft, datiert und zur Veröffentlichung frei gegeben. Das geschah hier nicht. Vielleicht wurde auch wieder Mal, an der falschen Stelle das Personal dafür eingespart.
 
Insbesondere dann, wenn sich daraus gesetzliche Verordnungen ableiten, die viele Bürger in ihrem Eigentum und der jetzigen und zukünftigen Verwertung stark einschränken.
 
Jeder Bauprüfer wird erstarren, wenn er die rote Linie in einer Bauanfrage erblickt. Sofort tritt eine Sonderbehandlung in Kraft und die lässt Auflagen, Probleme u.a. erwarten. Einfach Pech gehabt!
 
Käufer von Grundstücken und Gebäuden springen ab, oder reduzieren den Kaufpreis beträchtlich. Das gleiche wird bei Finanzierern (Banken) zu erwarten sein. In Versicherungsanträgen wird ausdrücklich nach zusätzlichen Risiken gefragt. Der Versicherer wird kaum bereit sein, eine Versicherung gegen
Hochwasser und Überschwemmung abzuschließen. Falschangaben schließen Versicherungsleistungen aus.
 
Wenn man alle Details dieser Fehler (Schlamperei) genau betrachtet, ist schon jetzt abzusehen, dass hier die Stadt mit hohen Forderungen der Geschädigten rechnen muss.
 
Die Stadt hat keine Wahl. Sie muss diese Planungen und falschen Berechnungen öffentlich zurück nehmen - widerrufen. Dann beginnt der ganze Prozess von vorn, aber mit gesicherten und richtigen Vorgaben und Einsatz der vorhandenen Intelligenz in BSU / LSBG. Der bereits angerichtete Schaden und die Blamage sind damit nicht aus der Welt. 
 
Gehen wir es an!

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© Lokstedt-online 19.08.2014