Hochwasserschutzgebiet Hagendeel

Hochwasserschutz statt Behördenwillkür!

Nachdem die Anwohner am Hagendeel erst durch anrückende Bagger darüber informiert wurden, dass umfangreiche Baumaßnahmen im Hochwasserschutzgebiet geplant sind und sie sich über mangelnde Information beklagt haben, finden nun am 2. Juni 2014 ab 18.30 Uhr gleich zwei Informationsveranstaltungen zum Thema Hagendeel statt.

Am Donnerstag, den 22. Mai 2014 fand im Hotel Engel eine Pressekonferenz von NiKo e.V. statt. Der Vorsitzende Lars Herfurth berichtete über Widersprüche und Intransparenz in Ämtern und Politik im Zusammenhang mit der Planung zweier Bauvorhaben in Lokstedt mitten in Überschwemmungsgebieten.

Der Verein NiKo (Niendorf Kollau - NiKo - nachhaltig Wohnen und Erholen e.V.) setzt sich seit sieben Jahren für das Wohn- und Naherholungsgebiet im Bereich der Kollau ein. Schwerpunktthemen sind:

  • Schutz vor Lärmemission – insbesondere Verkehrslärm, hervorgerufen durch Schienenfahrzeuge, Flugzeuge und Kraftfahrzeuge – zur Vermeidung von Störungen und gesundheitlicher Schädigung im Bereich Kollauwanderweg und der angrenzenden Nachbarschaft.
  • Erhalt und Ausbau des Naherholungsgebiets im Bereich Kollauwanderweg und den benachbarten Grün- und Wohnflächen.
  • Hochwasserschutz vor den Hochwassern im Einzugsbereich der Kollau für Anwohner, Kleingärten und Grünanlagen.
  • Erhalt und Optimierung der landschaftlichen Eigenart der Kollau-Feuchtwiesen mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt.


Der Bezirk Eimsbüttel plant aktuell gleich zwei Bauvorhaben mitten in Überschwemmungsgebieten - an der Niendorfer Straße und am Hagendeel. Regelmäßig laufen dort aber schon heute nach Starkregen in den benachbarten Straßen die Keller, Souterrains und Gärten voll.

Herfurth: „Behörden und Politiker nehmen es anscheinend bei Bauprojekten in Lokstedt und Niendorf mit dem auf einer EU-Richtlinie basierenden Hochwasserschutzrecht und mit der überall gepriesenen Bürgerbeteiligung überhaupt nicht ernst.“

Die Anwohner beschweren sich zudem über juristische Trickserei und fehlende ausreichende Beteiligung in den Genehmigungsverfahren. Schon durch die Aufschüttung der Flächen befürchten sie eine Steigerung ihres ohnehin schon beträchtlichen Hochwasserrisikos.

Am Ende der Veranstaltung entschlossen die wütenden Anwohner spontan zu einem gemeinsamen Fototermin am nächsten Tag. Dort wo bereits die Bauauffahrt mit fragwürdiger Baugenehmigung erstellt wurde, mit einem gemeinsamen Foto ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Ihre Forderung: Endlich müsse das eigentlich vorrangige Thema Hochwasserschutz in einem demokratischen Prozess behandelt werden. Dazu ist nun am 2. Juni um ab 18.30 Uhr in der Aula der Grundschule Döhrnstraße Gelegenheit.

Einladung Hagendeel.pdf

Mo. 02.06.2014, 18.30 Uhr

Bezirk Eimsbüttel

Informationsveranstaltung Teil 1:
Hochwasserschutzgebiet Kollau

Informationsveranstaltung zu technischen und rechtlichen Fragen des Hochwasserschutzes am Hagendeel. Mitarbeiter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt werden informieren und Fragen beantworten.

Mo. 02.06.2014, 20.00 Uhr

Bezirk Eimsbüttel

Informationsveranstaltung Teil 2:
öffentlich-rechtliche Unterbringung am Hagendeel

Nördlich der Straße Hagendeel ist eine öffentlich-rechtliche Unterbringung geplant. Interessierte Bürger sowie Vertreter der Medien sind zu dieser Informationsveranstaltung herzlich eingeladen.

Vertreter der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration und des Betreibers f & w fördern und wohnen AöR werden über die Planung informieren und stehen für Nachfragen zur Verfügung

Beide Veranstaltung finden in der Aula der Grundschule Döhrnstraße statt:
Döhrnstraße 42, 22529 Hamburg

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© Lokstedt-online 28.05.2014