Leserbrief

Nur einer NICHT: Rust (SPD)!

In der Tat: "Umswitschen ist nicht sein Ding"!  Damit bringt Rüdiger Rust (SPD) eine Verhaltensweise zum Ausdruck, welche den  typischen Verwaltungsangestellten in der deutschen Bürokratie üblicherweise auszeichnet. Solche Menschen halten sich für gewöhnlich an Formalien fest. Und zwar völlig unabhängig davon, ob diese Formalien noch zeitgemäß sind oder ob sie situationsgerecht sind.

Als Wähler muss man sich fragen, ob solche "Persönlichkeiten", die es von Berufs wegen gewohnt sind, die sie umgebenden Realitäten schlichtweg zu ignorieren,  geeignet sein können, die BürgerInnen eines Stadtteils oder eines Hamburger Bezirkes politisch zu vertreten?

Rust (SPD) leugnet seit Jahren den Bedarf für ein "Zentrum für Lokstedt" mit Aufenthaltsqualität!  Vorgeblich zeigt er sich dennoch offen, ein Gespräch über dieses Thema führen zu wollen. Lokstedt-online zufolge erwies sich Rust (SPD) als durchaus offen: So offen eben, wie ein Fass ohne Deckel und ohne Boden nur offen sein kann !

So wenig Substantielles in so einem Fass hängen bleiben kann, ebenso wenig bleibt bei Rust (SPD) hängen, dass sich im Zentrum Lokstedts in den vergangenen Jahrzehnten einiges verändert hat:

Traditionell sind der Siemersplatz und die Grelckstraße die Nahversorgungsstandorte für die Lokstedter. So ist es auch im Nahversorgungskonzept von 2011 vorgesehen und festgeschrieben.  In sehr viel früheren Zeiten mag der Siemersplatz tatsächlich für Passanten auch noch ein Ort mit Aufenthaltsqualität gewesen sein. Seitdem der Siemersplatz mehrfach und zunehmend zu einem Hauptverkehrsknotenpunkt Hamburgs ausgebaut worden ist,  seitdem ist es mit dieser Qualität am Siemersplatz endgültig vorbei!

Viele Lokstedter nehmen den unerträglichen Verkehrsstress am Siemersplatz alltäglich wahr. Nur einer NICHT: Rust (SPD)!  Der vergisst auch, dass die Julius-Vosseler-Straße noch bis in die 1960er Jahre eine Sackgasse gewesen ist!  Dass sich seit der Öffnung dieser Straße zum Ring 2 die Verhältnisse am Siemersplatz extrem verändert haben, und dass aus diesem Grunde auch die Funktion des Siemersplatzes als Nahversorgungsstandort neu überdacht werden muss, dass ist für jeden Leser und für jede Leserin einsichtig! Nachweislich nur für einen NICHT: Rust (SPD)!

Die Wahrnehmungsdefizite des Rust (SPD) können in einem weiteren Fall nachgewiesen werden: Bekanntlich rühmt sich Rust (SPD) damit, hauptverantwortlich für den Wohnungsbau der vergangenen Jahre in Lokstedt gewesen zu sein. Trotz seiner intensiven Mitwirkung an dem Wohnungsbauprogramm in seinen vielfältigen Funktionen als SPD Parteifunktionär und als Angehöriger verschiedener Verwaltungsausschüsse der Bezirksverwaltung Eimsbüttel ist es ihm nicht einmal ansatzweise gelungen, bezahlbaren Wohnraum für die ortsansässige Bevölkerung in Lokstedt errichten zu lassen.

Um diese völlig unverantwortlichen  Versäumnisse der vergangenen Jahre nun teilweise zu reparieren, deswegen möchte Rust (SPD) auf der Fläche des DRK am Behrmannsplatz endlich einmal geförderten Wohnungsbau in Lokstedt errichten lassen. Aus dem gleichen Grund soll aus der Sicht von Rust (SPD) auch kein Teil der DRK-Fläche für eine "Mitte-Lokstedts" mit Aufenthaltsqualität zur Verfügung gestellt werden.

Ein "Zentrum für Lokstedt" soll es aus diesem Grunde nicht etwa deswegen NICHT geben, weil dies aus städtebaulicher Sicht indiskutabel wäre, sondern nur deswegen, um die politischen Versäumnisse von Rust (SPD) zu kaschieren!  Die LokstedterInnen müssen sich nun fragen, ob Ihnen die bornierte Haltung eines Rust (SPD) wichtiger ist,  als ein "Zentrum für Lokstedt" mit Aufenthaltqualität?

Ganz nebenbei hat sich Rust als Preistreiber für das DRK-Grundstück geoutet!  Würde dem DRK rechtzeitig signalisiert worden sein, dass ein Teil der Fläche des DRK Grundstücks, z.Zt. vollständig als Fläche für den Gemeinbedarf (Sondernutzung: DRK) ausgewiesen, auch zukünftig Fläche für den Gemeinbedarf bleiben würde, und zwar als öffentliche Fläche für ein "Zentrum für Lokstedt" mit Aufenthaltsqualität, dann hätte das Feilschen um den Grundstückspreis des DRK-Grundstücks in der erfolgten Art und Weise niemals statt gefunden!

Es ist das gute Recht der LokstedterInnen, eine Fläche für den Gemeinbedarf der LokstedterInnen für ein "Zentrum für Lokstedt" in Anspruch nehmen zu wollen. Seitens der Öffentlichkeit besteht gegenüber dem DRK keine Verpflichtung, diesem zu einem unerhört hohem Planungsgewinn für ihr Grundstück zu verhelfen!  Auch steht der Bau von bezahlbarem Wohnraum auf dem DRK-Grundstück in keinem Gegensatz zu einem öffentlichem Raum "Mitte Lokstedt", weil sich beide Ziele auf dem Grundstück vereinbaren und umsetzen ließen, wenn es die LokstedterInnen so wünschen sollten. SIE HABEN DIE WAHL!

Hans Heinrich

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© Lokstedt-online 11.05.2014