Leserbrief

Der Gipfel der Heuchelei

Diese heutige Informationsveranstaltung war eine reine Farce und diente nur dem Bezirksamt als Alibi-Veranstaltung.

Dr. Sevecke zeigte sich wieder in seiner Höchstform als Verdränger der Wahrheit. 

Trotz besseren Wissens verglich er die neue Unterbringung für Flüchtlinge am Grandweg mit der ehemals geplanten Unterbringung auf dem Offakamp und verstieg sich sogar in die Äußerung: "Ich bin froh, dass im Offakamp keine Flüchtlinge wegen der schlechten Schulanbindung für Kinder untergebracht wurden.“

Nein, der wahre Grund, dass vom Oberverwaltungsgericht die Unterbringung im Offakamp untersagt wurde, ist, dass wegen der Kontamination des Bodens und der Ausgasung von schädlichen PAK-Gasen über der ehemaligen Deponie eine Wohnbebauung absolut nicht zulässig ist, auch nicht für kirchliche oder soziale Zwecke. Das steht so fast wörtlich im Bebauungsplan Lokstedt 58 und ist in einem Bodengutachten von 2005 nachlesbar.

Nach dem negativen Bescheid des Oberverwaltungsgerichtes äußerte sich Dr. Sevecke öffentlich in einem Interview: "Ich habe eine andere Rechtsauffassung!" Wie bitte? Besteht seine Rechtsauffassung in Rechtsbeugung, die objektiv bereits vollzogen war, da in einer Nacht und Nebelaktion im Dezember 2012 Gräben für die sanitären Anschlüsse der Wohncontainer bereits ausgehoben waren, bevor eine Baugenehmigung vorlag!

Heute nun in der Informationsveranstaltung für weitere Flüchtlingsunterbringungen im Bezirk Eimsbüttel vollzog Dr. Sevecke eine vollkommene Kehrtwende und brachte seine Genugtuung für das Scheitern im Offakamp zum Ausdruck (s.o.). Das ist der Gipfel der Heuchelei, und nur, weil er sich und der Öffentlichkeit das Scheitern seiner Pläne nicht eingestehen will!

Heinz Laufer 

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© Lokstedt-online 02.03.2014