Athletinnen

ETV-Judo

Kultur und Lebensweise kennenlernen

Vom 14. bis 23. Juli 2015 treffen sich 35 judobegeisterte Jugendliche zum sportlich-kulturellen Jugendaustausch zwischen dem ETV und dem israelischen Bujinkan Judo Club Zichron. Die Besonderheit: Die israelischen Jugendlichen sind sowohl jüdisch als auch arabisch. Der Gegenbesuch der deutschen Jugendlichen wird in den Herbstferien stattfinden.

Der deutsch-israelische Jugendaustausch des ETV, eigentlich schon für das letzte Jahr geplant und dann wegen der schwierigen politischen Situation in Israel kurzfristig verschoben, dauert insgesamt zehn Tage. In dieser Zeit wollen die Jugendlichen sich nicht nur sportlich betätigen und gemeinsam Judo machen, sondern auch etwas über die jeweilige Kultur und Lebensweise kennenlernen. Der Sport hilft dabei, Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden und einen schnellen Kontakt zueinander zu finden. Klischees und Vorurteile werden dadurch abgebaut – neue Freundschaften sollen geknüpft werden. Die ETV-Jugendwartin und Initiatorin des Austausches, Stefanie Wüpper, ist von dem Projekt begeistert: „Dieser Austausch ist einmalig. Ich freue mich, dass die Jugendlichen sich in diesem Rahmen austauschen und Freundschaften schließen können. Sport verbindet über alle Grenzen und Kulturen hinweg.“ 

Von den israelischen Jugendlichen zwischen zwölf und 16 sind dreizehn jüdisch- und sieben arabisch-stämmig.  Die israelischen Gäste wohnen in den Familien und bei den Trainern der ETV-Mitglieder. Der israelische „Bujinkan Judo Club“ in Zichron Yaakov, 65 km nördlich von Tel Aviv, und die jüdische Judotrainerin Trish Baron, die den Club 1988 gegründet hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur jüdische Kinder und Jugendliche im Judo auszubilden, sondern nimmt auch seit Jahren arabische Israelis in ihre Gruppen auf – das ist mehr als ungewöhnlich in Israel.

Den Organisatoren war es wichtig, kein rein sportliches, sondern ein bunt-gemischtes, auch kulturelles Programm auf die Beine zu stellen, das einen Einblick in das Hamburger Leben zulässt, einen Querschnitt der Hamburger Sehenswürdigkeiten abbildet und dabei die spezielle historische Beziehung der Deutschen und Israelis aufnimmt.

So starten die Teilnehmer am 15. Juli zunächst mit einem Rundgang durch die City und einem Empfang im Hamburger Rathaus, besuchen am 16. Juli das Grindelviertel und fahren am Freitag, den 17. Juli nach Berlin und besichtigen dort unter anderem den Deutschen Bundestag und das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas. In der zweiten Hälfte des Austausches stehen „Hamburger Sightseeing-Klassiker“ im Mittelpunkt: Der Besuch des Fischmarkts, die große Hafenrundfahrt, die Besichtigung der Hafencity und des Alten Elbtunnels. Judo ist dabei ein täglicher Bestandteil des Austausches: So treffen sich die jugendlichen Teilnehmer täglich im ETV-Dojo und fahren ins Landesleistungszentrum  des Hamburger Judoverbands. Am Montag, den 20. Juli können die Jugendlichen zudem ausgewählte Sportarten im ETV wie Softball, Fechten oder Kanufahren, ausprobieren.

Der Gegenbesuch der Judoka des ETV steht dann in den Herbstferien an: Die deutschen Jugendlichen im Alter  zwischen 13 und 17 Jahren reisen vom 21.- 30. Oktober 2015 nach Israel und lernen dort das Leben ihrer Austauschpartner kennen.

Der Jugendaustausch wurde vom Jugendvorstand des ETV zusammen mit der ETV Judoabteilung initiiert und wird von der Austauschagentur Con-Act und der Deutschen Sportjugend unterstützt. In den kommenden Jahren soll der Jugendaustausch zwischen dem ETV und israelischen Sportvereinen ausgebaut und um weitere Sportarten ergänzt werden. 

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© Lokstedt-online.de 10.07.2015, ETV-Pressemeldung