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Gestorben

Fritz Walter des Faustballs

Der ETV trauert um sein langjähriges Ehrenmitglied Peter Ehlbeck, der ehemalige Kapitän der Faustball-Nationalmannschaft. Im Alter von 92 Jahren verstarb der legendäre Sportler am 17. Oktober 2013, seinem Verein treu verbunden bis zuletzt.

In Ehlbecks aktiver Zeit, er wurde mit dem ETV 1947, 1948, 1954 und 1962 deutscher Meister, war Faustball eine populäre Sportart in Deutschland. In manchen Spielen bewunderten 40.000 Zuschauer Ehlbecks berühmten und bei den Gegnern gefürchteten „Hammerschlag.“ Kaum eine andere Sportart wurde vergleichbar von einer Spielerpersönlichkeit geprägt. Kein anderer Name steht in der deutschen Sportgeschichte so stellvertretend für eine Sportart, wie der Name Peter Ehlbeck für das Faustballspiel. „Ehlbecks Rasanz haut alles um“ oder „Kein Kraut gegen Ehlbeck“, das waren geläufige Schlagzeilen der Sport-Gazetten in der damaligen Zeit.

Peter Ehlbeck gewann für den ETV zahlreiche Spiele, holte viermal die deutsche Meisterschaft, wurde unzählige Male Norddeutscher Meister und sorgte zugleich für den Nachwuchs: Der Sohn Claus Ehlbeck führte die erfolgreiche Karriere fort. Die ETV-Zeitung schrieb zu Ehlbecks 90. Geburtstag: „Als in Linz 1972 alle ehemaligen Nationalspieler zum Jubiläumsturnier geladen waren, traten Vater und Sohn sogar fast gleichzeitig gegen Österreich an. Vater bei den Ehemaligen – Sohn in der Jugendnationalmannschaft. ,Die Leinenzauberer von Eimsbüttel vereint‘ titelten die Zeitungen prompt.“

Der Sohn erreichte, was dem Vater verwehrt blieb. Er war zweimal Welt- und einmal Europameister. Peter Ehlbeck ist Stolz auf diese Leistung seines Sohnes, kann sich aber einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: „Ich konnte ja gar kein Weltmeister werden, damals gab noch keine Welt- oder Europameisterschaften.“

Für seinen sportlichen Erfolg, dankte Ehlbeck stets seinem ersten Trainer: „Der verlangte nämlich solange alle Übungen zu wiederholen, bis man nicht mehr konnte und dann noch zehn Mal.“ So war er wohl auch Ehlbecks Trainingsfleiß und die enorme Liebe zum Sport, die ihn so erfolgreich machten.

Bis zu seinem 89. Lebensjahr spielte Ehlbeck zweimal die Woche Faustball im ETV und nutzte das Fitness-Studio. 74 Jahre blieb er seinem ETV treu.

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© Lokstedt-online.de 20.10.2013