ETV-Delegiertenversammlung

Stadtentwicklung als Herausforderung

Am letzten Donnerstag fand die diesjährige Delegiertenversammlung des Eimsbütteler Turnverbands e. V. statt. Die Delegierten diskutieren über mangelnde Sportflächen in der wachsenden Stadt.

120 Delegierte genehmigten den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss für 2015 und den Wirtschaftsplan für 2017. 2015 verzeichnete der ETV bei einem Umsatz von rund 5,05 Millionen Euro einen Überschuss von 20.000 Euro. Der Vorstand hatte aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen im Jahr 2015 eigentlich mit einem Defizit von 300.000 Euro geplant. Insofern ist das Ergebnis 2015 um 320.000 Euro besser als geplant.

Diese äußerst positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf gestiegene Mitgliederzahlen zurück zu führen. So meldete der ETV dem Hamburger Sportbund aktuell erneut einen Mitgliederhöchststand: In diesem Jahr sind durchschnittlich 13.463 Vereinsmitglieder registriert. Das entspricht einem Zuwachs von ca. 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Vorstand und alle weiteren Gremien des Vereins sind einstimmig entlastet worden. Als Verbandsjugendwartin wurde Stefanie Wüpper in ihrem Amt bestätigt, Anja Kohlhoff (Freizeitsport) wurde als weitere Rechnungsprüferin  gewählt.

Sportlich ist der ETV seit einigen Jahren sehr erfolgreich. Mit Martyna Trajdos als Olympiateilnehmerin in Rio 2016 und Europameisterin 2015 im Judo sowie drei Bundesligamannschaften (Wasserball, Floorball, Softball) ist der Verein stark im Leistungssport aufgestellt. Daneben sind auch die Teams beim Volleyball (Damen und Herren in der 3. Liga) und beim Basketball (Damen und Herren in der Regionalliga) sowie im Jugend-Fußball überwiegend hochklassig und erfolgreich unterwegs.

In seiner Eingangsrede hob der Vereinsvorsitzende Frank Fechner hervor, dass es angesichts der Verdichtung der Stadt und des Wachstums neuer Stadtteile in den kommenden Jahren vor allem darum gehen muss, die Flächen für den Breitensport zu sichern und auszubauen. "Da wo die Bevölkerung wächst, müssen auch die Sportflächen wachsen", forderte Fechner und appellierte an die Sportpolitiker, "Stadtentwicklung als die größte sportpolitische Herausforderung der kommenden Jahre zu begreifen". Gleichzeitig kündigte er an, dass der ETV seine vereinseigenen Sportanlagen auf hohem Niveau weiter entwickeln wolle, um Sportflächen und Kapazitäten zu erweitern und niedrigschwellige Sportangebote für möglichst viele Menschen zu schaffen.

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© Lokstedt-online.de 21.11.2016, ETV-Pressemeldung