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Lange Aktiv Bleiben e.V. (LAB)

Omas leckerer Kuchen

Am 1. August feierte die Begegnungsstätte der LAB Lokstedt ihr 30-jähriges Jubiläum. Vom Kaffeetreff ist die Selbsthilfeorganisation im Laufe der Zeit zu einer Art Volkshochschule für Senioren geworden. Ein Leitungswechsel hat im letzten Jahr zudem für frischen Wind gesorgt.

Wenn man am kleinen Pavillon an der lauten Vogt-Wells-Straße vorbeikommt, vielleicht einen flüchtigen Blick hineinwirft und Senioren beim Kartenspielen erblickt, dann kann man kaum erahnen, was in den Räumlichkeiten des LAB Lokstedt so alles los ist.

Innen entpuppt sich nämlich die 100 qm große Begegnungsstätte als ein wahres Raumwunder. Hinter dem Pavillon wird auch das ruhiger gelegene Erdgeschoß der dahinter gelegenen Wohnung mit genutzt. Dort befindet sich ein Büro, ein Computerraum, die Küche, das WC sowie weitere Kursräume.

Bunt und vielfältig ist das Angebot: Gemütliches Besammensein und Singen, Literaturkreis, Frühstücks-Café, Töpfern, Malen, Handarbeit, Fremdsprachen, Sturzprophylaxe, Wassergymnastik Fahrrad-Touren, Wandern, Stadtspaziergänge und Reisen, Theaterbesuche, Spiel, Spaß, Sport und vieles mehr!

Historie

Die Lebensabend-Bewegung e.V. (LAB) ist eine der ältesten Selbsthilfebewegungen in Deutschland. 1958 in Kassel von Senioren für Senioren gegründet. „Lange aktiv bleiben“ war und ist das Ziel, dem sie sich verpflichtet hat. Außerdem verstehe sich LAB als Interessenvertretung für ältere Menschen in Politik und Öffentlichkeit. Im Oktober 1963 wurde der Landesverband Hamburg gegründet, 1966 eröffnete die LAB eine erste eigene Begegnungstätte in Altona. Mittlerweile gibt es Begegnungsstätten in 13 Hamburger Stadtteilen.

Die Begegnungsstätte der LAB Lokstedt wurde am 1. August 1984 eröffnet. Es war damals die 9. Stätte dieser Art in Hamburg. Der erste Standort befand sich in der Seniorenwohnanlage der Feddersenstiftung im Feldhoopstücken.

„Dass die LAB in Lokstedt einen derartigen Aufschwung nehmen konnte, war vor allem der Tatkraft und Kontaktfreude, aber auch den immer wieder neuen Ideen von Ursula Hennings zu danken“, schreibt Horst Grigat in seinem Buch Hamburg-Lokstedt. Die pensionierte Oberin des Blindenheimes Falkenried leitete die Begegnungsstätte bis 1990. Über 400 Senioren nahmen damals bereits jährlich an den Veranstaltungen teil.

Zunächst waren es eher die traditionellen Angebote wie Kaffee und Kuchen, gemeinsame Feste und Ausflüge, die auf dem Programm standen. Die gebürtige Lokstedterin Henning bot den Senioren aber auch Unterstützung an, damit sie so lange wie möglich in den eigenen 4 Wänden wohnen bleiben zu können. Das ging vom Reparaturservice bis zur Vermittlung von Essen auf Rädern.

Zur Durchführung weiterer Aktivitäten benötigte man damals dringend weitere Räumlichkeiten. Nachdem Gertrud Kaiser das Lokstedter Traditonsgeschäft „Kurzwaren Langer“, dass seit 1950 in einem Pavillon an der Vogt-Wells-Straße 22 ansässig war, nach insgesamt 75 Jahren eingestellt hatte, wurde 1989 am heutigen Standort zunächst eine LAB-Lokstedt-Zweigstelle eröffnet. Drei Jahre später musste der Standort in der Feddersenstiftung aufgegeben werden, seitdem ist der LAB Lokstedt ausschließlich in der Vogt-Wells-Straße 22 beheimatet.

Der Empfang

Am Jubiläumstag standen zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Am Vormittag wurde von 11 bis 13 Uhr zum offiziellen Empfang geladen. Nachmittags lud das LAB Lokstedt jedermann zu Kaffee, Kuchen und Musik in seine Räumlichkeiten. Auffallend an diesem Tag die ausgesprochen liebevolle Dekoration der Räume. Das langjährige Mitglied Karin Bünger zeichnete für diesen Part verantwortlich.

Im Mittelpunkt des Interesses standen natürlich neben der Gastgeberin Ursula Wetzel die Vertreter der anderen Hamburger LAB Treffpunkte. Mit Renate Langenberg war die neue Landesvorsitzende, sie leitet mit der Begegnungstätte Altona den ältesten LAB Treffpunkt in Hamburg, gekommen. Begleitet wurde sie von ihrem Vorstandskollegen Gerd Jütting und Bärbel Oldermann von LAB Treffpunkt St. Georg. Christiane Appenroth (Treffpunktleitung Fuhlsbüttel), die für die Programmplanung im LAB zuständig ist, kam mit Ehemann Bernd, einem ehemaligen Polizeibeamten der natürlich auch Mitglied ist. Ein Mitglied vom Bürgerhaus kam mit ihm ins Gespräch. Berichtete von der Lokstedt-Ralley und der Vernetzung im Stadtteil. Es kam gleich Interesse auf, eventuell nächstes Jahr eine Station vom LAB mit einem Fahrradparcours zu machen. So sind die Mitglieder des LAB. Uneigennützig helfen sie auch in anderen Zweigstellen gerne aus. Das ist besonders wichtig, da gerade im Alter Mitglieder aus gesundheitlichen Gründen mal ausfallen können.

Unter den LAB Aktiven gab es jede Menge Gesprächsstoff, hatte es im letzten Jahr doch einige Unruhe gegeben. Engagierte Mitarbeiter empfanden es zeitweise als quälend, wie wenig die Ideen und Vorschläge von der damaligen Führung gewürdigt wurden. Für viele Mitglieder war der Wechsel in der Treffpunktleitung unausweichlich geworden. Dieser Wechsel wurde inzwischen vollzogen und mit Uschi Wetzel, der neuen Kraft an der Spitze, wurde die Begegnungstätte Lokstedt wieder flott gemacht. Transparenz und Mitgestaltung durch die engagierten Mitgliedern ist das Programm. „Heutige Senioren haben andere Vorstellung von der Freizeitgestaltung als noch vor 20 Jahren“, beobachtet Ursula Wetzel. Darauf müsse man eingehen. Und, der Altersdurchschnitt der Kursteilnehmer liegt mittlerweile bei 60 Jahren.

Für die ehemalige Großhandelskauffrau Uschi Wetzel (65) kam die Berufung zur Treffpunktleiterin im letzten Jahr überraschend. 2009 wurde sie Mitglied im LAB. Sie wanderte damals in der Gruppe von Klaus Karkmann, bevor sie als Granny acht Monate nach Peking ging. Im April 2013 wurde sie zunächst Kassenprüferin in Lokstedt, am 10. September wurde sie zudem in den LAB-Landesvorstand gewählt.

Der Sportverein Grün Weiß Eimsbüttel (GWE) war mit Peter Torke und Niels Böttcher (CDU-Politiker) gleich zweifach vertreten. Zusammen machen LAB und GWE mit bei der Aktion „Mach mit - leib fit“, die vom Hamburger Abendblatt und dem Hamburger Sportbund entwickelt wurde. „Die Sporttrainer kommen zu uns in den Treffpunkt und leiten Spiel, Spaß und Sport auf oder am Stuhl an“, so Wetzel.  

Vom Siemersplatz waren Ulrike Rathjen (Haspa) und Claudia Wilkens (Bücherhalle Lokstedt) gekommen und auch Politikern wie Niels Annen und Johannes Hielscher (beide SPD), Lutz Schmidt (FDP) und Karin Schulz-Torge (Seniorenbeirat Eimsbüttel) fanden den Weg in den Senioren-Treffpunkt. In Doppelfunktion Niels Böttcher (CDU) „Vertrete heute das BV-Präsidium beim 30. Jubiläum des Lange-Aktiv-Bleiben e.V. Lokstedt. Tolle Ehrenamtliche Arbeit“, vermeldete der Stellvertretender Vorsitzender der Bezirksversammlung Eimsbüttel und stellvertretende Ortsvorsitzende der CDU Eidelstedt auf seiner Facebook-Seite. 

Und die Politik hatte dem LAB schon im Vorfeld ein schönes Präsent gemacht. 930 Euro an Sondermitteln stellte die Bezirksversammlung für die Jubiläumsfeier zur Verfügung. Denn das Ziel der heutigen Veranstaltung war auch, diese Einrichtung bekannter zu machen.

LAB-Mitglied Heidi Marbs, sie spielt im Akkordeon-Orchester Eimsbüttel, trug einige Lieder vor und die Anwesenden genossen dazu Omas leckeren selbstgebackenen Kuchen, den einige Mitglieder gespendet hatten. Angestoßen wurde anschließend auf weitere 30 Jahre LAB in Lokstedt.

Tag der offenen Tür

Am Nachmittag nach dem großen Empfang präsentiert die LAB Begegnungsstätte ihr Alltagsgesicht. Viele Mitglieder kamen vorbei und einigen Neugierigen bot sich ein guter Anlass sich das mal anzuschauen. In einem Raum wurden Gesellschaftsspiele gespielt, in einem anderen wurde bei Kaffee und Kuchen geklönt und im dritten Raum wurde gesungen. Hier präsentierte anschließend dann der beliebte Alleinunterhalter Rolf Gaida sein Programm. Er ist Stammgast im LAB Altona und Lokstedt, da er sehr gut bei den Mitgliedern ankommt, die Stimmung hebt und alle gerne mitmachen.

Alles in allem also ein geselliger Nachmittag in den Räumlichkeiten des LAB. Eigentlich so wie üblich - vielleicht etwas festlicher.

Fr. 01.08.2014

LAB Lokstedt

Tag der offenen Tür

Der Treffpunkt Lokstedt feiert das 30-jährige Bestehen mit Musik und geselligem Beisammensein. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

LAB Treffpunkt Lokstedt
Vogt-Wells-Straße 22, 22529 Hamburg
Tel: 58 43 82
lokstedt@labhamburg.de
www.labhamburg.de

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© Lokstedt-online.de 09.08.2014