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Robert W. Hugo

Perfektion in Person

Einmal im Monat an einem Sonntag Punkt 11 Uhr treffen sich im Bürgerhaus Lokstedt die Freunde des Bridge. Anlass ist ein Brunch, der normalerweise einer genauen Zeitabfolge gehorcht, am 12.08.2012 war aber alles anders als sonst.

Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es im Bürgerhaus den Bridge Brunch. Die Traditionsveranstaltung wurde von Robert W. Hugo ins Leben gerufen. Es war der 75. Bridge Brunch und der Initiator sollte gebührend geehrt werden.

Seine Familie wohnt seit 1885 in Lokstedt.

Herr Hugo, 1930 geboren und gelernter Schifffahrtskaufmann, war selbstständig tätig als Schiffsmakler und Linienagent und ist seit 1997 im Ruhestand. Seitdem ist er Gasthörer an der Universität Hamburg und besucht regelmäßig die Vorlesungen in Geschichte und Politik.

Gerhild Halfmeier, mit der Herr Hugo das Turnier von Anfang an zusammen organisiert, hielt eine Rede. Sie wünschte Herrn Hugo, dass er noch lange so fit bleibe und überreichte ihm einen Büchergutschein. „Um seine Bücher für die Uni aufzufrischen.“

Herr Hugo bedankte sich bei Frau Halfmeier für dir Unterstützung in all den Jahren und lobte auch Freigang Müller, der die Turnierleitung vom Bridge übernommen hat, für seine Rechenkünste bei der Computerauswertung.

Dann wurde zügig zum Bridge gebeten. Herr Hugo fing mit den Vorbereitungen für das Büffet an und eilte nach Halstenbek um die kalten Platten abzuholen.

Der Käse fehlt

Wieder eingetroffen bemerkte er, dass der beliebte Käse fehlt. Nochmals zack, zack ins Auto und in den Brunsberg, schnell den Käse zu Hause abholen.

Seine Enkelin mit ihrem Freund halfen heute in der Küche aus und belegten Häppchen nach Vorgabe des Opas mit Forelle und Käse. Um 13 Uhr ist eigentlich immer Pause. Es war nun schon 13.15 Uhr und die Würstchen noch nicht heiß. Aber der Hunger und die Unterzuckerung setzte bei vielen schon ein. Die Rede und der Käse haben den ganzen Ablauf durcheinander gebracht.

Dann war es endlich soweit und es herrschte ein ziemlicher Andrang am Büffet. Als die Würstchen dann endlich warm waren, eilte Herr Hugo damit umher und reichte sie direkt am Tisch nach. Alles war ruckzuck weg.

Schnell wurde weitergespielt, um den Zeitverlust aufzuholen

Bridge im Bürgerhaus

Angefangen hat das alles mal mit ganz wenigen Leuten die Bridge lernen wollten. Was dazu führte, dass man auch gemeinsam Bridge-Turnier spielen wollte. Herr Hugo hatte bereits 2001 bei „Lange Aktiv Bleiben“ (LAB) Bridge-Unterricht gegeben, war aber schon lange Zeit Mitglied im Bürgerhaus.

Da die Räumlichkeiten beim LAB nicht so gut geeignet waren für einen Bridge Brunch, beschloss er den Brunch im Bürgerhaus zu veranstalten.

Dreimal im Jahr wurde in der Anfangszeit 2001 zu einem Turnier geladen. Inzwischen ist das eine richtige Erfolgsstory geworden (vergleiche auch Lokstedt online).

Seit dem letztem Jahr findet nun jeden Monat ein Turnier statt. Acht bis neun Tische werden jedes Mal besetzt, es finden sich also 32 - 36 Mitspieler ein. Mehr geht nicht, dann wird es eng und ungemütlich.

Deshalb tragen sich die meisten Spieler gleich in die Liste für das nächste Turnier ein.

Perfektes Timing

Die große Resonanz bei den Spielern erklärt sich auch durch die perfekte Organisation der Turniere. Der Turnierablauf ist immer der gleiche, alles ist perfekt eingeübt und klappt reibungslos. „Ausserdem spielen wir auch in den Ferien.“
Es hatte sich schnell rumgesprochen in den schönen Räumlichkeiten, der netten Verköstigung und ist heute für viele ein Highlight im Monat.

So kommen auch Mitspieler aus anderen Stadtteilen. Eine Dame reist regelmäßig sogar mit dem Fahrrad aus Wandsbek an. Neue Freundschaften entstehen, soziale Verbindungen, man hat eine Aufgabe. Für viele ein Lebensinhalt und sie spielen mehrfach in der Woche in verschiedenen Kreisen in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Einige von ihnen machen sogar Bridge Reisen. Frau Halfmeier spielte im letzten Urlaub auf der Queen Mary Bridge.

Jubiläumsfeier

Herr Hugo hatte sich auch gut auf das Jubiläum vorbereitet. Er bat um 15 Uhr zum Kaffee und Kuchen und einer leckeren Bowle. Seine Frau war nun auch dabei.
Seine Frau Ingeborg, wurde in Kapstadt geboren, der Großvater war dort in der Missionshilfe der Herrnhuter Gemeinde aktiv. In Hamburg haben die beiden sich kennengelernt und sind seit 1956 verheiratet. Sie haben drei Kinder und vier Enkelkinder. Zwei Kinder leben in Lokstedt. Ihr Sohn ist Arzt in Niendorf.

Erneut wurde eingedeckt. Frau Halfmeier überreichte Frau Hugo einen schönen Blumenstrauß. Der war mehr als verdient. Denn sie musste ihren Ehemann bereits zum 75. Mal wegen des Bridge Brunch an einem Sonntag entbehren und darüber waren alle froh.

Herr Müller kam mit seiner Computer-Auswertung, den Bridge-Ergebnissen. Es folgte die Preisverleihung. Diesmal gab es Hugo für die glücklichen Gewinner.
„Hugo di Lucia ist ein herrlich erfrischender, mild-aromatischer Aperitif, ideal für alle sommerlichen Events.“

Es war herrlich im schönen Garten zu sitzen. Herr Hugo merkte an, dass extra frisch gemäht worden sei.

Bridge-Treff I

Robert W. Hugo
Einführung und Hilfen für Einsteiger.
Mittwochs, 19.00 - 21.30 Uhr, Beitrag: 2,50 Euro

Bridge-Treff II

Gerhild Halfmeier
Interessierte Bridge-Spieler treffen sich im Bürgerhaus zum gemeinsamen Spiel.
Mittwochs, 19.00-21.30 Uhr, Beitrag: 2,50 Euro

Bridge Brunch

Einmal im Monat, Sonntag 11.00 - 16.00 Uhr.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bürgerverein Hoheluft- Großlokstedt von 1896 e.V., Beitrag: 12,00 Euro

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© Lokstedt-online.de 18.08.2012