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Stiftung Anscharhöhe

Rettet das Schwimmbad!!!

Montag morgen, pünktlich um 10 Uhr war es soweit. Zur angekündigten Demonstration vor dem Verwaltungsgebäude der gemeinnützigen Stiftung Anscharhöhe hatten sich etwa 200 Bürger eingefunden.

Ein buntes Gemisch aller Altersgruppen, einige von ihnen hatten Schilder mitgebracht. Darauf stand zum Beispiel: Rettet das Schwimmbad!!! Wie auf einer richtigen Demonstration.

Allerdings überwogen deutlich junge Mütter mit Kindern im Kindergartenalter. Auch ganze Kitagruppen waren aus den umgebenen Kindergärten angereist. Und der Fotograf vom Hamburger Abendblatt, der auf das Vordach des Gemeindehauses geklettert war, hatte mit seinen Regieanweisungen alle Mühe die Demonstranten so zu dirigieren, dass er ein „vernünftiges Foto“ einer Menschenmenge machen konnte.

Anlass zu dieser Demonstration hatte die Ankündigung der Stiftung gegeben, im Herbst die Schwimmhalle auf der Anscharhöhe schließen zu wollen. Am Rande der Demonstration daher auch Jerk Fiedler, der Betreiber der dort ansässigen Schwimmschule Fiedler.

Inmitten der Menge aber auch der Vorstand der Stiftung Günther Poppinga. In seinen Händen hielt er ein Bürgerbegehren, dass ihm übergeben wurde. Seine Mitarbeiterin verteilte Pressemitteilungen, während rundum ordentlich Lärm gemacht wurde. „Wir wollen Schwimmen!“ riefen die Demonstranten immer wieder.

Die Fakten, die wir der Pressemitteilung entnehmen, sind allerdings ernüchternd. Die Schwimmhalle stammt aus den 1970ern und weist einen erheblichen Renovierungsbedarf auf. Außerdem ist sie energetisch völlig veraltet. Der Betrieb der Schwimmhalle ist daher schon seit Jahren defizitär. Jetzt müsste die Stiftung noch einmal mindestens 1,5 Millionen Euro aufbringen um die Halle zu modernisieren und den Energieverbrauch zu senken, so ein angefertigtes Gutachten.

„Die Übernahme der Kosten in dieser Größenordnung ist weder der Stiftung Anscharhöhe als Eigentümer noch der Schwimmschule Fiedler als Hauptnutzer möglich“, heißt es in der Pressemitteilung.

Günther Poppinga weißt zudem darauf hin, dass er den Schritt außerordentlich bedauert, er aber leider unvermeidbar sei.

www.schwimmschulefiedler.de
www.facebook.com/WirWollenFiedler
www.anscharhoehe.de

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© Lokstedt-online.de 17.04.2012