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Im Gespräch mit dem BUND

Elbvertiefung, TTIP und CETA

Am Donnerstagabend war Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg zu Gast im Bürgerhaus Lokstedt, um im kleinen Kreis von Interessierten die Arbeit des BUND vorzustellen und Fragen zu beantworten. Fazit: Es gibt noch viel zu tun.

Er scheut sich nicht davor, die Stadt Hamburg wegen zu hoher Stickoxidwerte in der Luft zu verklagen oder sich mit den Mächtigen der hanseatischen Wirtschaft anzulegen, um die Energienetze in die öffentliche Hand zurückzuholen. Spätestens seit dem erfolgreichen Volksentscheid zum Rückkauf der Netze 2013 in Hamburg kommt man an diesem Mann nicht mehr vorbei: Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.

Seit 1981 mischt sich der über 8000 Mitglieder starke Verein ein, wenn es um Belange des Umwelt- und Naturschutzes geht. Das Wirkungsfeld vom BUND reicht dabei von der praktischen Naturschutzarbeit bis zum Klimaschutz, von der Umweltbildung bis zur Energiepolitik. Für die Realisierung der zahlreichen Projekte ist sehr viel Öffentlichkeitsarbeit nötig. Und so kam Manfred Braasch auch höchstpersönlich ins Bürgerhaus Lokstedt.

Im Zentrum der Diskussion stand der Baumschutz. Manfred Braasch untermauerte die Sorgen der Anwesenden mit Fakten: Demnach beziffere sich der Nettoverlust pro Jahr in Hamburg auf mindestens 6000 Bäume. "Nachverdichtung im Wohnungsbau, fehlende Kontrollen auf Privatgrundstücken und eine zu hohe Stressbelastung der Straßenbäume stellen ein großes Problem dar", so Braasch. Daneben kamen die Elbvertiefung, TTIP und CETA, die EU-Handelsabkommen mit den USA und Kanada, aufs Tapet.

Bei allen kleinen und großen Erfolgen gibt es noch eine Menge Arbeit für den BUND. In naher Zukunft stehen unter anderem der Wiederaufbau der abgebrannten Bildungsstätte in Eppendorf, die Auseinandersetzung mit der neuen Hamburger Regierung und die Einforderung bereits geplanter Naturschutzgebiete auf der To-Do-Liste. Aber so entschlossen und charismatisch der studierte Ökotrophologe auftritt, kann man fast sicher sein, dass die Medien bald wieder Positives über den BUND Hamburg und seinen Landesgeschäftsführer zu berichten haben. Allerdings braucht der anerkannte Naturschutzbund dafür neben der Unterstützung durch seine Mitglieder immer auch zusätzliche Spenden und helfende Hände.

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© Lokstedt-online 01.04.2015, Christin Döring