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Neujahrsempfang

Nachbarschaftliches Engagement

Ende Januar fand im Bürgerhaus der traditionelle Neujahrsempfang statt. Fast 50 Gäste, darunter Vertreter aus Politik, Vereinen, Organisationen und Unternehmen, nutzten den Nachmittag zum Gedankenaustausch. Geehrt wurde das frühe Engagement des Bürgerhauses zum Thema Inklusion.

Zu den guten Traditionen im Bürgerhaus Lokstedt zählt nicht nur der Neujahrsempfang. Monika Wipperhausen, Filialleiterin der Haspa-Filiale am Siemersplatz, freut sich, auch in diesem Jahr wieder Ausschüttungen des Lotteriesparens dem Bürgerhaus zukommen zu lassen.

So überreichte sie zusammen mit Martin Englert, Regionalleiter Niendorf, für die Hamburger Sparkasse einen Zuschuss aus dem Lotteriesparen der Haspa. Dieser wird vom Bürgerhaus nicht nur dankend entgegen genommen, sondern auch gleich verplant. Erneut wurde nämlich schon bei der Begrüßungsansprache deutlich, dass im hinteren Raum die Sprecher kaum zu verstehen sind. Die Spende der Haspa wird daher für eine neue Präsentationstechnik eingesetzt. Für diesen Posten war einfach kein Geld mehr vorhanden, nachdem das Bürgerhaus im letzten Jahr Dach, Fußboden, WCs und Küche erneuert werden mussten.

Der Abschied

Jörg Fischlin, Vorstandsvorsitzender des Bürgerhauses Lokstedt, nutzte den Neujahrsempfang um seinen Abschied aus dem Amt anzukündigen. Nach sechs Jahren im Vorstand findet er aus beruflichen und familiären Gründen nicht mehr die Zeit, diesem Ehrenamt gerecht zu werden (siehe auch Lokstedt online vom 30.01.2015).

Designierter Nachfolger ist Joerg Kilian, der im letzten Jahr in den Beirat berufen wurde. Dort war der Designer seither für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat das grafische Erscheinungsbild des Bürgerhauses aufgefrischt und verjüngt. „Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass unsere Projektion auch mit der Realität in Übereinstimmung gebracht wird. Es wird eine Weile dauern, bis alle Puzzleteile an ihrem Platz sind und das gesamte Bild sichtbar wird“, so Kilian optimistisch (siehe auch Lokstedt online vom 21.12.2014).

Joerg Fischlin ergänzt: „Es ist völlig klar, dass man ein auf ehrenamtliches Engagement basierendes Haus nicht alleine führt, deshalb wird unser Vorstandsteam mit Helena Peltonen, die heute leider nicht da sein kann, und Schatzmeister Hans-Joachim Kammradt noch ergänzt von vielen Aktiven, die sich in allen Bereichen engagieren. Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen Ehrenamtlichen und Engagierten des Bürgerhauses.“

Unterstützung durch den Bezirk

Außerdem nutzte Fischlin seine Abschiedsrede dazu, finanzielle Beihilfen für das Bürgerhaus einzuwerben: „Wir waren immer stolz darauf, dass das Bürgerhaus sich aus der Zivilgesellschaft entwickelt hat und es über Jahrzehnte gut ging, aber an den Stellen, wo die Bürgerinnen und Bürger ein Haus wirtschaftlich nicht alleine tragen können, muss die Gemeinschaft, muss der Staat unterstützen – deshalb gebe ich der Politik an dieser Stelle schon einmal mit auf den Weg, das dieses tolle Bürgerhaus zukünftig auch Unterstützung brauchen wird, damit die Infrastruktur Haus und Büro abgesichert sind.“

Im Vorjahr hatte Fischlin sich in seiner „Neujahrsansprache“ über den Zustand der Stellwände beklagt (siehe auch Lokstedt online vom 01.02.2014). Gerichtet an den Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke sagte er: „Unsere Stellwände sind in einem Zustand, der schon Antiwerbung ist. Wir würden uns über neue, gerne ähnlich wie Glasvitrinen, freuen.“ Dieser Wunsch ist inzwischen, wenn auch mit gewissen Problemen in der Umsetzung vom Bezirk erfüllt worden (siehe auch Lokstedt online vom 06.01.2015).

In diesem Jahr war der Bezirksamtsleiter nicht anwesend und ging somit weiteren kostspieligen Bitten aus dem Weg. Statt dessen kam der Regionalbeauftragte Michael Freitag.

Die Gäste

Aus der Politik kamen Hartmut Obens (Die Linke), Rainer Funke (FDP), Monika Schaal (SPD), Roland Heintze, Carsten Ovens und Liselotte Schneede (alle drei von der CDU) sowie die Grünen Volker Bulla, Lisa Kern und Anna Galina (mit Kindern).

Außerdem waren Vertreter von Vereinen und Organisationen, mit denen das Bürgerhaus zusammen arbeitet, gekommen. Genannt seien hier stellvertretend Ingelor Schmidt vom Forum Kollau sowie für den Bürgerverein die bereits oben genannten Politiker Heintze, Ovens und Funke. Für die Sportvereine Grün-Weiß-Eimsbüttel und TV Lokstedt waren auch in diesem Jahr wieder die Vorstände Peter Torke und Eddi Tusch anwesend.

Pastor Uwe Klüter von der Freien Evangelischen Gemeinde sowie natürlich viele Lokstedter Bürger unter denen die Referenten des beliebten Lokstedter Abends Hans Münster (nebst Gattin), Klaus Knuth, Ursula Gehrke und Georg Winter genannt werden sollten. Und Joerg Kilian schloss seinen Redebeitrag denn auch mit einer Einladung zum 25. Lokstedter Abend am 27. Februar 2015 um 18.30 Uhr, der aus Platzgründen ausnahmsweise im Gemeindesaal der Christ-König-Gemeinde Bei der Lutherbuche stattfindet. Ausserdem gab Kilian bekannt, dass die Beiträge dieser Veranstaltungsreihe zum Jubiläum als Sammelband herauskommen sollen.

Frühes Engagement

Bevor die fast 50 Gäste des Empfangs sich ihren angeregten Gesprächen zuwandten überreichte die ehemalige Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte in Lokstedt Eva Bohne dem Bürgerhaus-Mitgründer Hansjürgen Rhein das Buch Helfensbedürftig - Heimfrei ins Dienstleistungsjahrhundert von Klaus Dörner als Dank dafür, dass das Bürgerhaus Lokstedt sich nach der Verabschiedung der UN-Konvention zu den Rechten behinderter Menschen, als erste Einrichtung in Hamburg für dieses Thema engagiert hat.

Mit Unterstützung des Senatsamtes für Politische Bildung hatte das Bürgerhaus 2013 unter dem Thema Wandel in unserer Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen Informationsveranstaltungen, Workshops, Theater und Seminare in Lokstedt angeboten. In alle Veranstaltungen, die im Bürgerhaus, dem Corvey Gymnasium und NewLivingHome statt fanden - ging es um die Darstellung des Wandels in unserer Gesellschaft von der Isolation zur Inklusion der Menschen mit Behinderung. Inzwischen haben verschieden Einrichtungen und Stadtteile sich der Thematik gestellt. Aktuell veranstaltet das Senatsamt für Politische Bildung jetzt historische Stadtspaziergänge zur Darstellung dieser Thematik in Hamburg.

Besondere Erwähnung fand abschließend, dass die auch im Bürgerhaus tagende Gruppe der Flüchtlingshelfer für ihr nachbarschaftliches Engagement im letzten Jahr mit dem Eimsbütteler Bürgerpreis ausgezeichnet wurde.

Die Spülmaschine

Im letzten Jahr hatte Monika Wipperhausen für die Haspa auf dem Neujahrsempfang einen Scheck in Höhe von 3000 Euro für eine Industriespülmaschine überreicht, über die sich am Ende der Veranstaltung das ganze Bürgerhaus-Team freute. Zwar mussten in diesem Jahr nur Gläser gespült werden, da man auf Häppchen verzichtet hatte, aber eine solche Spülmaschine wäscht deutlich schneller. Da brauchen die ehrenamtlichen Helfer der Veranstaltungen nicht stundenlang zu warten, bevor sie das Geschirr wegräumen können.

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 03.02.2015