• /
  •         
  • /
  •         
  • /
  •         

AI im Bürgerhaus

Weltweiter Einsatz für Menschenrechte

In der Diskussionsreihe mit Nichtregierungsorganisationen durften sich die Besucher der Veranstaltung im Gespräch mit amnesty international am letzten Donnerstagabend auf einen höchst interessanten und faktenreichen Vortrag freuen. Schade, dass nur sehr wenige Besucher den Weg ins Bürgerhaus fanden.

Der Referent Dieter Sienknecht, erläuterte in seinem faktenreichen Vortrag die Entwicklung und den aktuellen Status der internationalen und regierungsunabhängigen Menschenrechtsorganisation amnesty international (AI), die bereits 1977 den Friedensnobelpreis erhielt.

Die Entwicklung und Festlegung der universellen Menschenrechte ist das zentrale Thema von AI. "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Dieser erste Satz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahre 1948 sichert jedem Menschen - weltweit und unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sozialer Anschauung, ethnischer und sozialer Herkunft - gleiche Rechte und Freiheiten zu. Auf den Internetseiten von AI heißt es dazu weiter: „Menschenrechte sind angeboren, unveräußerlich, universell und unteilbar. Doch Anspruch und Wirklichkeit stimmen oft nicht überein. Weiterhin werden weltweit Menschenrechte schwer verletzt.“

Sienknecht, Autor des Buches Menschenrechte*, kam erst als Rentner über sein spätes Philosophiestudium zu AI. Seitdem setzt er sich aktiv für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte ein und macht schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen bekannt.

In Deutschland engagieren sich aktuell etwa 100.000 Menschen wie Sienknecht in der Nichtregierungsorganisation. Die „Briefe gegen das Vergessen“ sind dabei ein wichtiges Instrument von AI. Hier zählt vor allem die Masse. Sienknecht: „Ein Protestbrief wird nicht gelesen. Aber tausende von Protestbriefen aus aller Welt, die haben eine Wirkung“.

Die nachfolgende angeregte Diskussion enthielt nochmals interessante Details. So wissen die Zuhörer nun, dass auch die Mitglieder von AI im Kalten Krieg vom Verfassungsschutz überwacht wurden. Seitdem spielt in der Organisation das Thema Datenschutz eine herausragende Rolle.

Deutlich wurde aber auch, wie schwer es für die Menschenrechtsorganisation ist, die Frage nach der Notwendigkeit von bewaffneten Interventionen zu beantworten – und wie sie sich dort lieber zurückhält.

Fazit: Ein extrem motivierender und interessanter Vortrag, der auf jeden Fall mehr Zuhörer verdient hätte.

*Dieter Sienknecht: „Menschenrechte“. Europäische Verlagsanstalt; 96 Seiten; 8,60 Euro.

Amnesty International Bezirk Hamburg

Eilbeker Weg 214, 22089 Hamburg
Tel.: 220 77 47
info@amnesty-hamburg.de
www.amnesty.de
www.amnesty-hamburg.de

Das AI-Büro Hamburg bietet jeden dritten Montag im Monat um 19 Uhr einen Informationsabend für potentielle Mitglieder und Unterstützer an.

Do. 25.09.2014

Bürgerhaus Lokstedt

Im Gespräch mit Amnesty International

„Jetzt für Menschenrechte einsetzen, denn Du machst den Unterschied!“ AI fordert zur Mitwirkung gegen Menschenrechtsverletzungen weltweit auf, erzählt wie das AI Bezirk Hamburg arbeitet und stellt sich dem Gespräch.

Sottorfallee 9, 22529 Hamburg
Tel. 56 52 12

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 29.09.2014, Susanne Kostorz, Bürgerhaus Lokstedt