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Greenpeace im Bürgerhaus

Zukunft ohne Atomkraft

In der Diskussionsreihe mit Nichtregierungsorganisationen waren Ende November Heidi und Günter Vogel von der Organisation Greenpeace zu Gast im Bürgerhaus. Das überwiegend junge Publikum wurde an diesem Abend von den Beiden spannend unterhalten.

Die Greenpeace-Vertreter berichteten zunächst ganz allgemein über die Gründung und Entwicklung der 1971 in Kanada gegründeten internationalen Umweltorganisation, die mittlerweile in mehr als 27 Ländern vertreten ist.

Allein die deutsche Sektion von Greenpeace (gegründet 1981) hat mittlerweile 588.000 Förderer, weit mehr als die beiden „großen“ Volksparteien, deren Mitgliederzahlen seit den 1990ern rückläufig sind.

Die in Hamburg ansässige deutsche Sektion von Greenpeace (seit letztem Jahr in der Hongkongstraße / Hafencity) gliedert sich in die verschiedensten Gruppen auf. Da gibt es Greenteams für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, Jugendarbeitsgemeinschaften für Jugendliche und junge Erwachsene oder eben sogenannte TfPs wie Heidi und Günter Vogel. Hinter der etwas kryptischen Abkürzung verbirgt sich ein durchaus schlagkräftiges Team junger Senioren: TfP oder auch Team50Plus.

Aber nicht nur nach dem Alter, auch thematisch unterscheiden sich die Gruppen. Einige Gruppen widmen sich dem Wald, andere der Energie und wieder andere der Ernährung.

Nach dieser Einführung in die Strukturen der Organisation plauderten die beiden Team50plus-Aktivisten dann sehr zur Freude der Zuhörer aus dem Nähkästchen. Es bestand nämlich im Publikum großes Interesse an den teils spektakulären Aktivitäten der deutschen Gruppe.

Richtig spannend wurde es, als Günter Vogel aus seinem eigenen Erleben von Aktionen berichtet.

Vogel hielt beispielsweise eine der Leitern als ein Transparent auf dem Förderturm der Asse (Atommüllbergwerk) angebracht wurde; er war bei einer Aktion gegen Shell an der Tankstelle am Dammtorbahnhof mit dabei, um den Ölmulti zum Verzicht auf Bohrungen in der Arktis zu bewegen; und schließlich war Vogel auch auf einer Demo vor dem Volkswagenwerk, auf der angeprangert wurde, dass der Konzern bessere, ökologischere Autos nur gegen Aufpreis verkauft.

Ein Highlight war dann aber der Bericht Vogels über die Planung und Ausführung der Greenpeace-Aktion auf dem Dach des Reichstags in Berlin.

„Dem deutschen Volke - eine Zukunft ohne Atomkraft“ so konnte man es am 1. September 2009 am Reichstag lesen. Greenpeace hatte wieder einmal zugeschlagen und Günter Vogel, damals seit einem Jahr Mitglied im Team50plus von Greenpeace-Hamburg, war mit auf dem Dach, sozusagen an vorderster Front, dabei.

Die Aktivisten mussten zunächst einmal auf das Gebäude gelangen, um dann das mitgebrachte Banner neben die Inschrift „Dem deutschen Volke“ zu halten und es möglichst lange dort fixieren. Wie sie allerdings das Banner an den Personenkontrollen für Besucher, die im Reichstag durchgeführt werden, vorbeigeschmuggelt haben, behielt Günter Vogel für sich. Irgendwie ist das Material halt aufs Dach gekommen – wie genau blieb Betriebsgeheimnis.

Do. 28.11.2013

Bürgerhaus Lokstedt

Im Gespräch mit NGOs

Wir setzen die NGO-Diskussionsreihe mit Greenpeace fort. Günter Vogel, aktives Mitglied, stellt uns die Organisation und die aktuellen Schwerpunktaktivitäten vor.

Sottorfallee 9, 22529 Hamburg
Tel. 56 52 12

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© Lokstedt-online 07.12.2013, Hans-Alfred Gassmann, Ulrich Staets