Leserbrief

Ansichten eines einzelnen Mannes

Da gibt es also in Lokstedt einen Mann namens Helmut Zahn, der sich Sorgen um den Radweg im Oddernskamp macht. Boah ey..., was für ein Bericht im Wochenblatt! Könnte es einen qualifizierteren "Experten" für sichere Fahrradinfrastruktur geben, als einen Mann, der seit 40 Jahren von seiner Wohnung aus auf die Kreuzung Gazellenkamp / Oddernskamp schauen kann?

"Auf der Straße sind wenige Fremdfahrer unterwegs", stellt er fest. Was, mit Verlaub, sind "Fremdfahrer"? Zugegeben liegt er nicht völlig falsch, wenn er sagt, dass es gefährlich ist, wenn Radfahrer "urplötzlich" auf die Fahrbahn geführt werden. Aber was heißt "urplötzlich"? In der Tat wäre es besser, wenn der Radverkehr gar nicht erst auf dem Radweg fährt! Warum sollte man das auch tun? Im Oddernskamp, wie auch in der Niendorfer Straße gibt es - aus gutem Grund - seit vielen Jahren keine Radwegebenutzungspflicht mehr. Ansonsten muss die Radweg-Ableitung nur baulich gut gemacht sein, wovon auszugehen ist, und es gibt kein "urplötzlich".

Hat das Wochenblatt keine anderen Themen, als die höchst subjektiven Ansichten eines einzelnen Mannes der Straßenverkehrsbehörde entgegen zu halten, die völlig zu Recht festellt, dass der Radverkehr im Sichtfeld des Kfz-Verkehrs deutlich sicherer abläuft, als auf separaten Radwegen? Ach, noch etwas, liebes Wochenblatt: Im Oddernskamp soll auf der Straße gefahren werden? Ja, wo denn sonst? Aufgepasst: Auch auf dem Radweg fährt man auf der Straße. Sogar auf dem Gehweg geht man auf der Straße! Wie das? Einfach mal googeln...

Lutz Räbsch

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© Lokstedt-online 24.02.2017