Fluglärmschutz

Bioschalldämpfer lenken Schall zum Himmel

Wie die Grünen in einem Antrag im Regionalausschuss Lokstedt schreiben, habe sich die Zahl der lärmintensiven Starts in Richtung Niendorf / Lokstedt von 17.214 Starts im Jahr 2013 auf 25.998 Starts im Jahr 2014 erhöht. Zusätzlich hätte die Zahl der verspätet eintreffenden Flüge deutlich zugenommen.

Der innerstädtisch gelegene Flughafen führt seit Jahren zu erheblichen Lärmbelastungen. Diese können Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen.

Die Zahl solcher lärmintensiven Starts in Richtung Niendorf / Lokstedt habe sich bereits im Jahr 2014 erheblich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Zudem habe mit einem prozentualen Anteil von 34,5 Prozent aller Starts (2013: 24 Prozent), die Nutzung der Startbahn II (Schönwetterbahn) historisch einen Spitzenwert eingenommen. Zusätzlich hätten die verspätet eintreffenden Flüge zwischen 23 und 24 Uhr deutlich zugenommen. Bereits im Oktober 2015 sei der Wert des Vorjahres übertroffen worden.

In einem Antrag im Regionalausschuss Lokstedt setzt sich nun die grüne Fraktion für wirksamen Maßnahme zur Vermeidung von Fluglärm ein. Die Forderungen:

  • Die Prüfung der Möglichkeit zur Errichtung wirksamer Lärmschutzeinrichtungen rund um den Niendorfer Kopf der Start- bzw. Landebahn einzusetzen. Dietmar Kuhlmann verwies auf den Amsterdamer Flughafen Schiphol. Dort seien sogenannte Bioschalldämpfer, Lärmdeiche die den Schall in Richtung Himmel lenken, errichtet worden.
  • Eine Erhöhung der Verspätungsgebühren bei Landungen zwischen 23 Uhr und 24 Uhr durchzusetzen.
  • Eine Messstelle in Höhe des Niendorfer Kopfes der Start / Landebahn zu errichten.

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© Lokstedt-online 26.05.2016