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Busbeschleunigung

Fußgänger sind die großen Verlierer

Nach monatelangen Diskussionen um den Sinn des vom Senat aufgelegten Busbeschleunigungsprogramms liegen nunmehr Detailpläne vor. Endlich ist es dem Bürger vor Ort möglich, sich ein Bild vom Stand der Planungen zu machen. Aus Lokstedter Sicht steht naturgemäß der Verkehrsknotenpunkt Siemersplatz im Fokus der Betrachtungen.

Schon heute ist die Verkehrsbelastung am Siemersplatz sehr hoch. Der durchschnittliche werktägliche Verkehr betrug 2009 im Lokstedter Steindamm 34.000 Kfz, in der Vogt-Wells-Straße 52.000 Kfz, in der Kollaustraße 51.000 Kfz und in der Osterfeldstraße 37.000 Kfz. Was den Busverkehr betrifft, so ergeben sich zu Spitzenverkehrszeiten zwei Busdurchfahrten pro Ampelumlauf.

Im Zuge des Busbeschleunigungsprogramms sollen nun zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes Siemersplatz zusätzliche Fahrstreifen eingerichtet werden. Obwohl der Platz eigentlich dringend mehr Grün, mehr Freiraum für Passanten und mehr Parkplätze benötigen würde.

Wir Lokstedter haben uns über Jahrzehnte eine Situation hingenommen, in der wöchentlich mehr als eine Million Kfz und Tausende von Bussen unseren Stadtteil in vier Teile schneiden. Da eine weitere Steigerung dieser Belastungen die Grenzen des Erträglichen überschreiten würde, ist es kein Wunder, dass wir Lokstedter uns die Pläne der Umbaumaßnahmen sehr genau ansehen werden.

Zudem gilt es, sich zügig ein Bild von den Planungen zu machen, denn der Baubeginn ist bereits für das Frühjahr 2013 geplant und die Baumfällarbeiten werden wie üblich vorgezogen.

Was soll sich ändern?

Liest man den Erläuterungsbericht des Landesbetriebs Straßen fällt auf, dass die Planungen ausschließlich dem öffentlichen Personennahverkehr und seiner Fahrplantreue dienen. Andere Planungsziele werden nicht definiert. Fußgänger- und Radfahrwege werden zu „Nebenflächen“ degradiert.

Linksabbiegende Kraftfahrzeuge

Das Herzstück der Umbauarbeiten ist der Abbiegeverkehr. Im gesamten Kreuzungsbereich werden die Abbiegespuren neu geordnet und teilweise aus der Kreuzung herausgenommen. Um dieses Ziel zu erreichen wird eine Art Halbkreisel im Bereich Lokstedter Steindamm / Osterfeldstraße geschaffen.


Im Erläuterungsbericht des Landesbetriebs Straßen heißt es dazu: „Als Wesentliche Änderung fahren die aus Richtung Süden kommenden Linksabbieger im Lokstedter Steindamm – zusammen mit dem Rechtsabbieger - vor dem Knotenpunkt über die Osterfeldstraße in die Vogt-Wells-Straße ab. Linksabbieger von der Kollaustraße in die Osterfeldstraße werden hinter dem Knotenpunkt in Richtung Osterfeldstraße abgeleitet. Dadurch kann der Verkehrsfluss am Knoten Siemersplatz für den Individualverkehr und insbesondere für die Metrobuslinie 5 (M 5) verbessert werden.“

Linksabbieger aus der Kollaustraße in die Osterfeldstraße

Linksabbieger, die aus der Kollaustraße stadteinwärts fahrend in die Osterfeldstraße abbiegen möchten, dürfen künftig nicht auf der Kreuzung abbiegen. Sie sollen erst geradeaus über den Siemersplatz fahren und danach abbiegen. Dazu wird am Lokstedter Steindamm etwa Höhe Post eine zusätzliche Ampel installiert. Die Linksabbieger werden dann zusammen mit den Rechtsabbiegern, die aus dem Lokstedter Steindamm in die Osterfeldstraße abbiegen, gebündelt und zu ihrem Ziel geleitet.

Linksabbieger aus dem Lokstedter Steindamm in die Vogt-Wells-Straße

Autofahrer, die auf dem Lokstedter Steindamm stadtauswärts fahren und in die Vogt-Wells-Straße einbiegen möchten, dürfen künftig ebenfalls nicht direkt links abbiegen. Sie werden schon vor der Kreuzung abgefangen und zusammen mit den Rechtsabbiegern gebündelt. Sie gelangen dann auf einer neu angelegte Schleife (eine Art Halbkreisel) über die Osterfeldstraße in die Vogt-Wells-Straße. Dazu wird im Osterfeldstraße etwa Höhe Zweirad-Center Bullerjahn eine zusätzliche Ampel installiert.

Linksabbieger aus der Vogt-Wells-Straße in die Kollaustraße

Die Situation bleibt unverändert.

Linksabbieger aus der Osterfeldstraße in den Lokstedter Steindamm

Das Linksabbiegen bleibt an dieser Stelle leider verboten. Hier wäre eine Änderung wünschenswert gewesen.

Rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge

Sämtliche Rechtsabbiegespuren werden komplett umgestaltet. Die Veränderungen sind allerdings für den Verkehrsfluss nicht so gravierend wie die oben beschriebenen Veränderungen im Linksabbiegebereich.

Rechtsabbieger aus der Osterfeldstraße in die Kollaustraße

In der Osterfeldstraße soll die Rechtsabbiegespur um 45 Meter verlängert werden. Eine Änderung, die sich unmittelbar aus der oben bereits beschriebenen geänderten Linksabbiegespur Lokstedter Steindamm in die Kollaustraße ergibt. Im Mündungsbereich der Osterfeldstraße werden diese Linksabbieger eingefädelt und dafür muss Platz geschaffen werden. Außerdem wird hier eine weitere Ampel installiert. Um Raum für die verlängerte Rechtsabbiegespur zu gewinnen soll die Mittelinsel in der Osterfeldstraße verlegt werden. In Folge muss dann auch die Bushaltestelle des Metrobusses 22 unmittelbar an die Kreuzung verlegt werden, so dass sich eine gemeinsame Haltestelleninsel mit dem M 5 ergibt.

Rechtsabbieger aus der Vogt-Wells-Straße in den Lokstedter Steindamm

Die Vogt-Wells-Straße wird vor dem Siemersplatz verbreitert und bekommt ebenfalls eine eigene Rechtsabbiegespur sowie einen in die Fahrspuren integrierten Fahrradweg. Der dazu nötige Platz wird zu Lasten der Fußgängerbereiche geschaffen.

Zudem haben sich die Planer für die Radfahrer etwas besonderes ausgedacht: „Rechtsabbiegende Radfahrer von der Vogt-Wells-Straße in Richtung Lokstedter Steindamm fahren gemeinsam mit dem Individualverkehr auf dem Rechtsabbiegefahrstreifen.“ Kaum realistisch, dass die Radfahrer hier nicht auf den Fußweg ausweichen werden.

Rechtsabbieger aus der Kollaustraße in die Vogt-Wells-Straße

In der Kollaustraße ergibt sich eine Besonderheit: Durch eine dynamische Fahrbahnmarkierung können Busspur oder die dritte Geradeausfahrspur bis zur Stapelstraße hin verlängert werden. So soll morgens im Berufsverkehr (6.00 - 9.00 Uhr) der Autoverkehr mehr Platz bekommen – in den übrigen Zeiten ist der Platz für Busse reserviert.

Die Linksabbiegespur soll in der Kollaustraße aus der Kreuzung raus verlagert werden. Daher entfällt hier die Linksabbiegespur. Dafür soll zwischen Stapelstraße und Siemersplatz eine Rechtsabbiegespur hinzu kommen. Was diese Abbiegespur betrifft, wird allerdings nur die Fahrbahnmarkierung an die bestehende Situation angepasst. Denn bereits heute stauen sich schon bei mittlerem Verkehrsaufkommen die Rechtsabbieger bis zur Stapelstraße zurück und versperren die rechte Fahrbahn. Diese wird nun auch offiziell zur Rechtsabbiegespur und wird durch eine zusätzliche Ampel geregelt, dafür entfällt der Zebrastreifen.

Rechtsabbieger aus dem Lokstedter Steindamm in die Osterfeldstraße

Für die Rechtsabbieger in diesem Bereich verändert sich eigentlich wenig. Allerdings sind hier die größten Umbauarbeiten notwendig, da ja diese Rechtsabbiegespur die Linksabbieger aus Lokstedter Steindamm und Kollaustraße aufnehmen soll (siehe oben).

Die Busspuren

Wenn möglich, sollen die Busspuren verlängert werden. So soll im Lokstedter Steindamm die bereits existierende Busspur in Fahrtrichtung stadtauswärts um 40 Meter verlängert werden.

In der Kollaustraße soll in Fahrtrichtung stadteinwärts eine zusätzliche ein Kilometer lange Busspur entstehen, die an der Kreuzung Kollaustraße / Groß Borsteler Straße beginnt und kurz vor der Stapelstraße an einer neuen Ampel endet. An dieser Ampel soll der Autoverkehr immer dann gestoppt werden, wenn ein Bus kommt, damit er möglichst ohne Behinderungen an die Kreuzung am Siemersplatz heranfahren kann.

Problem dabei ist der an dieser Stelle zusätzlich anfallende Versatzverkehr aus dem Nedderfeld. Durch ihn werden genau in diesem Bereich Spitzenverkehrsbelastungen von mehr als 50.000 Kfz erreicht, diese sollen immer wenn ein M 5 daherkommt gestoppt werden. Noch eine weitere Veränderung auf der Kollaustraße. Für die Busspur im Bereich Papenreye und Niendorfer Straße stadteinwärts entfällt der Grünstreifen in der Mitte samt acht Bäumen.

Die Fußgänger

„Fußgänger- und Radfahrerzahlen liegen nicht vor“, heißt es dazu im Bericht der Behörde. Offensichtlich sind sie unerheblich und wurden deswegen gar nicht erst ermittelt.

Sie sind denn auch die großen Verlierer der Baumaßnahmen. Schon vor dem geplanten Umbau wird ihnen zu wenig Platz eingeräumt. Im Bericht heißt es dazu: „Ein ca. 2,0 m breiter gemeinsamer Geh- und Radweg ist in der Kollaustraße stadteinwärts auf der westlichen Straßenseite bis ca. Hausnummer 6 ausgewiesen. Ansonsten existieren beidseitig getrennte Geh- und Radwege. Die Radwege haben eine Breite von ca. 0,90 bis 1,50 m und unterschreiten – genauso wie der gemeinsame Geh- und Radweg - die Mindestmaße."

Obwohl den Planer zwar keine Zahlen vorliegen, aber ihnen die Situation der Fußgänger denn doch bekannt ist, gehen praktisch alle geplanten Umbaumaßnahmen zu Lasten der Freiräume der Fußgänger, der Verkehrsinseln und des Straßenbegleitgrüns.

Im Einzelnen:

Lokstedter Steindamm

Es verschmälern sich die Fußwege im Bereich Lokstedter Steindamm. Hier soll dann auch die bisher zwischen Rad- und Fußweg stehende Litfaßsäule auf den schmalen Fußweg verlegt werden. Warum entfällt diese Säule nicht einfach, wenn kein Platz mehr dafür da ist?

Lokstedter Steindamm / Osterfeldstraße

Auf der Ecke Lokstedter Steindamm / Osterfeldstraße vor dem Matrazenlager verkleinert sich der Vorplatz erheblich, den die ehemalige Rechtsabbiegespur wird zu einem halben Kreisverkehr umgebaut. Auch die Geometrie der Verkehrsinsel an dieser Stelle soll verändert werden: Aus der Verkehrsinsel wird eine Haltestelleninsel. Zwar kommen Umsteiger in den Genuss, direkt vom M 5 in den M 22 umsteigen zu können, doch die Freiräume des Fußgängers werden eingeschränkt.

Auf dieser Verkehrsinsel steht auch der Gedenkstein mit der Inschrift „Up ewig ungedeelt“. Über eine etwaig nötige Verlagerung schweigt sich der Plan aus.

Kollaustraße / Vogt-Wells-Straße

Des Weiteren verschmälert sich der Vorplatz vor Nur Hier an der Einmündung der Vogt-Wells-Straße ebenfalls erheblich. Gerade von zwei Wochen ist ein Bus hier in die Begrenzungsgitter geprescht.

„Der Raum für diese Fahrbahnverbreiterung wird durch die Verschmälerung der nördlichen und südlichen Nebenflächen gewonnen“...„Im Eckbereich Kollaustraße / Vogt-Wells-Straße reduziert sich die Gehwegbreite auf städtischem Grund auf minimal 0,70 m. Die nutzbare Gehwegbreite beträgt jedoch mindestens rd. 1,70 m, da direkt an den öffentlichen Gehweg eine befestigte Fläche auf Privatgrund anschließt“, heißt es im Erläuterungsbericht der Behörde.

Vogt-Wells-Straße / Lokstedter Steindamm

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite der Vogt-Wells-Straße, verschmälert sich die Fläche ebenfalls. Vor Behrmann nur um eine Gehwegplatte, dann entlang dem neuen Abbiegestreifen schließlich bis um fast zwei Meter. Da der Radfahrweg in diesem Bereich auf die Fahrbahn verlegt werden soll, entfällt für die Fußgänger diese schützende Pufferzone, die solch ein Radfahrweg darstellt. Die LKW und Busse fahren direkt an ihnen vorbei. Ältere und schwächere Mitbürger werden von deren Fahrtwind fast umgerissen.

Fußgängerfurt von Behrmann zu Nur Hier

Fußgänger die von Behrmann zu Nur Hier gehen möchten, müssen statt vier zukünftig fünf Fahrspuren und den Radfahrweg überwinden um zur ersten Fußgängerinsel zu gelangen. Ein weiter Weg für einen Fußgänger mit Rollator. Aus diesem Anlass sei auf die Situation der älteren Mitbürger hingewiesen. Die Grünphasen sind einfach zu kurz. Viele ältere Mitbürger trauen sich nicht mehr den Siemersplatz zu überqueren.

Ampelschaltung / Zebrastreifen

„Die vorhandenen Fußgängerüberwege in der Osterfeldstraße und an der Ecke Kollaustraße / Vogt-Wells-Straße werden aufgehoben und durch signalisierte Furten ersetzt“, heißt es im Bericht.

Das hat zur Folge, dass die Fußgänger an der Ampel warten müssen. Also weitere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Und es ist zu befürchten, dass die Vorrangschaltung der Busse, wie auch bei den baulichen Maßnahmen, zu Lasten zusätzlicher Wartezeiten für Fußgänger gehen wird. Schon einmal, vor einigen Jahren, wurde die Fußgängerampel die am Siemersplatz über die einmündende Kollaustraße führt, so geschaltet, dass es nur in jeder zweiten Ampelphase für die Fußgänger eine Grünphase gab. Das war unzumutbar, so etwas darf auf keinen Fall wieder geschehen.

Bäume

Der Verein „Aktives Lokstedt - Verein zur Begrünung des Siemersplatzes“ hatte sich mit Hilfe privater Spender dafür eingesetzt Bäume am Siemersplatz pflanzen zu lassen. Der vom Straßenverkehr stark belastete Platz sollte aufgewertet und damit attraktiver werden. Diese Forderung besteht seit vielen Jahren bei Anliegern, bei den Lokstedtern, im Ortsausschuss und in der Stadtplanung. Zahlreiche Bürger haben sich für dieses Vorhaben engagiert, so auch die Schüler des Gymnasiums Corveystraße (siehe www.corvey.hamburg.de).

Alle vier neu gepflanzten Bäume auf der Mittelinsel in der Osterfeldstraße, sowie ein Baum vor Hörgeräte Rix kommen weg. Insgesamt erfordert der Umbau acht Baumfällungen.

Um das Busbeschleunigungsprogramm durchzusetzen ist dem Senat offensichtlich nichts zu teuer. Nun kommen die lange geforderten Bäume. Im Plan sind 19 Ersatzpflanzungen in unmittelbarer Nähe zu den ehemaligen Standorten vorgesehen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Bäume auch tatsächlich gepflanzt werden.

Lärmschutz

Im Bericht heißt es zum Thema Lärmschutz: „Ob durch den baulichen Eingriff eine wesentliche Änderung im Sinne der Bundes-Immissionsschutzverordnung vorliegt, wird im Rahmen der Schlussverschickung beurteilt.“

Die Planer vergessen offensichtlich, dass es sich beim Siemersplatz nicht um ein Autobahnkreuz und auch um kein Gewerbegebiet handelt. Der Siemersplatz ist Teil des Lokstedter Zentrums. Hier leben Menschen, hier sind Einzelhandels- und Dienstleistungs-Geschäfte. Beim Einkaufen treffen sich Rentner, Behinderte, Kinder, Mütter mit Kinderwagen. Die wollen auch mal Klönen. Eine Beurteilung notwendiger Lärmschutzmaßnahmen sollte also zügig erfolgen.

Fazit

Zusammenfassend sehen wir kaum Veränderungen, die positiv zu bewerten wären.

Ein deutliches Fragezeichen sei hinter die Veränderungen der Fahrradwege gesetzt. Zwar gehören die Radfahrer insgesamt mit zu den Gewinnern der geplanten Umbaumaßnahmen, aber was soll die Abbiegeregelung in der Vogt-Wells-Straße. Sollen hier wirklich 10 jährige Kinder auf dem Schulweg die Abbiegespur für Kfz mitbenutzen. Schilda lässt grüßen! Alle Erfahrung spricht dafür, dass die Radfahrer, die rechts in den Lokstedter Steindamm einbiegen möchten, hier statt dessen den verschmälerten Fußweg mitbenutzen werden.

Völlig abzulehnen ist der Abbiege-Halbkreisel im Bereich Lokstedter Steindamm / Osterfeldstraße. Die bestehende Abbiegespur für Rechtsabbieger soll zukünftig zusätzlich von den Linksabbiegern aus beiden Fahrtrichtungen benutzt werden. Da bewegen sich die Verkehrsplaner unseres Wissen im Bereich der experimentellen Straßenführung, wie sie in Hamburg bislang an keiner viel befahrenden Kreuzung realisiert wurde.

Es soll hier eine Art Halbkreisel von der Post bis hin zum Zweirad-Center Bullerjahn entstehen: Zwei neue Linksabbiegespuren werden auf dem Lokstedter Steindamm geschaffen, diese überqueren die mittlere Verkehrsinsel, die Bushaltestelle des M5, die Verkehrsinsel auf der Ecke Osterfeldstraße und den Grünstreifen der Osterfeldstraße. Außerdem müssen, damit dieser Halbkreisel geregelt wird, sowohl im Bereich Lokstedter Steindamm als auch in der Osterfeldstraße zusätzliche Ampeln aufgestellt werden. Zusätzliche Ampeln bedeuten aber auch mehr Autos die anhalten und wieder anfahren. Also auch mehr Lärm und mehr Abgase.

Mit großem Aufwand werden hier neue Fahrspuren geschaffen, Verkehrsinseln, Grünstreifen und Bäume geopfert. Doch wozu? Es wird nach dem Umbau auf der Osterfeldstraße und im Lokstedter Steindamm vor diesen neuen Ampeln mit Sicherheit zu vermehrtem Staus kommen und es steht zu befürchten, dass der an dieser Stelle zentral gebündelte Abbiegeverkehr den Verkehrsfluss mehr behindern wird, als dies heute durch den dezentralen Linksabbiegeverkehr der Fall ist. Hier reicht ein spät in die Kreuzung hinein gefahrenes Kfz um die Kreuzung für Minuten zu lähmen.

Da die Veränderungen im Linksabbiegeverkehr aber das Herzstück der Planungen ist, wird damit der gesamte Umbau hinfällig.

Somit schließen wir uns der Meinung eines Passanten an: „23 Minuten von hier nach Burgwedel. Das ist schnell genug!“

www.via-bus.de
Verkehrsplan-250-01.pdf
Verkehrsplan-250-02.pdf
Uebersichtsplan.pdf
E_Bericht_2012_04_25.pdf

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 30.09.2012