Leserbrief

Was schert uns die Meinung der Wähler

Ich erlaube mir zu dem Bericht und dem Leserbrief von Herrn Kraal folgende Anmerkungen:
 
Nach dem Blitzumbau am Grandweg ergeben sich einige negative Punkte mit weitreichenden, nicht auszuschließenden gesundheitlichen Folgen für alle Verkehrsteilnehmer.
 
Die vorgegebene Geschwindigkeit von 30 km/h kann nicht eingehalten werden, weil die Autofahrer so zügig wie möglich die installierten Hindernisse (Nasen und Parkstreifen) passieren möchten. Also erhebliche Unfallgefährdung.

Die Folge ist also, schnell Gas zu geben um ohne viel Zeitverlust durch zu kommen. Das wiederum lässt die Ausstoßmenge der Autoabgase unweigerlich ansteigen. Und wehe einer der Verkehrsteilnehmer reagiert nicht schnell genug, dann wird aber ganz aggressiv auf die Signalhupe gedrückt. Das wiederum lässt die Lärmbelästigung zusätzlich ansteigen.

Das befahren mit Fahrrad oder überqueren von Fußgängern solo oder mit Kindern am Grandweg setzt ein schnelles Reaktionsvermögen und eiserne Nerven voraus (siehe auch den Leserbrief von Herrn Kraal).

Das die sogenannten Nasen keine Absenkung für das Befahren mit dem Fahrrad haben ist beabsichtig, damit die Autofahrer von beiden Fahrtrichtungen aus gesehen, so lange bei laufendem Motor stehen bleiben müssen, bis der oder die Fahrradfahrer die Engstellen passiert haben.
 
Zwei positive Aspekte des Blitzumbau am Grandweg gibt es aber, der Schwerlastverkehr ist zurück gegangen und es wurde offensichtlich der sogenannte Flüsterasphalt verarbeitet.

Ob das aber ausreicht den Bezirkspolitikern auf die Schulter zu klopfen ist zu bezweifeln, zumal diese sowieso nicht auf die Meinung der Bevölkerung angewiesen sind, sondern genau Wissen, was für die Bevölkerung gut ist oder nicht. Also nach der Parole „wir sind erst mal für 5 Jahre gewählt und was schert uns die Meinung der Wählerschaft”:
 
Rüdiger Miosga
Anwohner am Grandweg

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© Lokstedt-online 15.07.2015