Leserbrief

Fast schon Extremsport

Zum Leserbrief von Herrn Heinz Laufer:

"Von Aldi mal eben rüber zu Edeka zu fahren" geht nun nicht mehr, ohne große Umwege. "Das bringt noch mehr Luftverschmutzung und größeren Verkehr auf unseren Nachbarstraßen, wenn alle diese Umwege machen müssen."

Lieber Herr Laufer, es tut mir Leid, wenn Sie eine körperliche Behinderung haben, die es Ihnen nur mithilfe eines Autos ermöglicht, von Aldi rüber zu Edeka zu gelangen und dabei unsere Atemluft verschmutzen müssen. Alle körperlich gesunden Menschen, denen daran gelegen ist, die Luft so wenig wie möglich zu verschmutzen, haben hingegen die Möglichkeit, zu Fuß von Aldi zu Edeka und - falls sie ihr Auto bei Aldi stehen lassen - zurück zu gehen sofern sie diese ca. 300 Meter bewältigen. Zugegeben, dieser fast schon an Extremsport grenzende Gewaltmarsch könnte Zeitgenossen, die es gewohnt sind, jeden Meter mit dem Auto zurückzulegen, an ihre körperlichen Grenzen bringen. Vielleicht versuchen sie es mal unter ärztlicher Aufsicht?

Bewegung ist gesund und kann wirkungsvoll körperlichen Gebrechen vorbeugen (die u.a dazu führen, nur noch mit dem Auto zum Einkaufen fahren zu können). Mit dem Fahrrad kann man übrigens ebenfalls prima einkaufen und auch richtig viel Gepäck mitnehmen. Man muss es nur wollen...

Wer am Verstand der Verkehrsplaner zweifelt und gleichzeitig öffentlich ankündigt, Ordnungswidrigkeiten begehen zu wollen, lässt erkennen, dass auch sein Verstand ein paar Trainingseinheiten benötigt. Auch hier hilft erhöhte Sauerstoffzufuhr, also Bewegung.

Lutz Räbsch

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 02.12.2014