StadtRAD

Wachsender Erfolg

Das von der Deutschen Bahn betriebene Leihradsystem StadtRAD breitet sich immer weiter in die Peripherie aus. Jetzt wurde am U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark die erste Ausleihstation auch in Lokstedt eröffnet.

Den roten Rädern des so überaus erfolgreichen Hamburger Fahradsystems begegnet man mittlerweile an jeder Ecke. Besonders in der Innenstadt gondeln Touristen mit den flotten Flitzern durch die Straßen.

Aber auch viele junge Hamburger wandeln ihr Verkehrsverhalten. Klar im Trend dabei die Benutzung des HVV, der schon fast über zu hohe Fahrgastzahlen klagt, und natürlich das Rad. Ein eigenes Auto zu haben finden immer weniger junge Leute erstrebenswert und offensichtlich gibt es immer mehr, die sich nicht mal mehr mit einem eigenen Fahrrad belasten wollen.

Und eine Radtour durch Eimsbüttel beweist, dass nicht nur die vielen parkenden Auto das Straßenbild prägen. Auch die allenthalben kreuz und quer entlang der Radwege angeschlossenen Fahrräder werden immer mehr zur Behinderung. Wohin auch, wenn man zum Beispiel eine kleine Wohnung im dritten oder vierten Stock hat, mit dem Rad. Ein Fahrrad will zudem repariert und gewartet werden. Die roten Räder hingegen sind einfach zu buchen. Ein Handy oder eine EC-Karte genügt. Nach Gebrauch können sie eben so einfach an einer beliebigen StadtRAD-Station wieder abgestellt werden. Und die Wartung übernimmt die DBrent. So macht ein Leihrad Sinn.

Da verwundert einen kaum, dass das StadtRAD das erfolgreichste Leihradsystem des Landes ist. Monatlich werden die Räder bis zu 150.000 mal ausgeliehen. „Wir haben mittlerweile mehr Kunden als alle anderen städtischen Leihradysteme in Deutschland zusammen“, sagt Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis

Wegen der starken Nachfrage werden laufend neue Stationen eröffnet und weitere Räder angeschafft werden. Mittlerweile sind es 1.700 Fahrräder.

Es ist zu hoffen, dass bald weitere Stationen in Lokstedt eröffnet werden. Dies ist sinnvoll, da Lokstedt so zentral liegt, dass die Innenstadt bequem per Rad zu erreichen ist.

Mit dem Umstieg vieler junger Menschen aufs Rad bahnt sich nämlich eine mögliche Lösung der Verkehrsprobleme der wachsenden Stadt an.

Der Erfolg der flotten roten Räder sollte zudem dazu beitragen, dass endlich die maroden Hamburger Radwege saniert und weiter ausgebaut werden.

Mehr Fahrradfahrer und ein wachsender Erfolg des StadtRADes auch in Lokstedt, am besten in Kombination mit einer Stadtbahn, so könnte zukünftig das Verkehrskonzept der Stadt aussehen. So könnte langfristig auch das Verkehrsaufkommen in Lokstedt gesenkt werden.

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© Lokstedt-online.de 22.01.2012