Leserbrief

Bitte sachlich bleiben!

"Verhungern oder ersticken" ist ja wohl Zynismus pur. Wer, bitte, muss verhungern, nur weil er in einen ganz bestimmten Supermarkt mit einem ganz bestimmten Verkehrsmittel auf eine ganz bestimmte Art und Weise abbiegen möchte und dies nun nicht mehr kann? Hoffentlich liest das niemand, der weiß, was Hunger wirklich bedeutet!
 
Auch Ihr Leser Herr Peterle sollte erst einmal nachdenken, bevor er solchen Unsinn schreibt (Zitat): "Dieses Beispiel ist eines von gefühlt Hunderten in Hamburg, die typisch sind, und durch Ignoranz zu schweren Unfällen führen können"(Zitat Ende). Was genau führt seiner Meinung nach zu schweren Unfällen? Wenn ein Autofahrer bremst, weil er nach links zu Edeka abbiegen will? Dann war sein Hintermann zu schnell oder zu dicht dran oder beides. Nicht eben unüblich, weder in der Osterfeldstraße, noch sonstwo. Ignorant sind in erster Linie Autofahrer, die zu schnell und mit zu geringem Abstand fahren. Sie sind die Hauptgefahr im Straßenverkehr und nicht abbiegende Autos.
 
Und, Herr Peterle, wer wegen eines fehlenden Blinklichts "schnell mal Radfahrer und Fußgänger übersieht", sollte sofort seinen Führerschein abgeben, denn wer Fußgänger und Radfahrer nur dann wahrnimmt, wenn er durch gelbes Blinklicht darauf aufmerksam gemacht wird, weist damit nach, dass er zum Führen eines Kraftfahrzeugs nicht geeignet ist!
 
Zu Ihren Fragen: "Ist es einfach nur so, dass der Verkehr durch Lokstedt um jeden Preis ungehindert fließen muss? Sind da auf den durch Lokstedt führenden Ost-West- und Nord-Süd-Tangenten auch nur kleine Verkehrsverzögerungen durch abbiegende oder parkende Pkw schon zuviel?" Diese sind einfach zu beantworten: Ja, genau so ist es.
 
Übrigens: Parkende Pkw auf Geh- und Radwegen stören die Polizei hingegen nicht im Geringsten, solange gerade eben noch ein einzelner Fußgänger eine Engstelle passieren kann - natürlich ohne Kinderwagen, Rollstuhl oder Traglasten. Autoland Deutschland eben...

Lutz Räbsch

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© Lokstedt-online 25.11.2014