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Vogt-Wells-Straße

Die vergessene Baustelle

Anfang Juli diesen Jahres wurden im Bereich Vogt-Wells-Straße 15 - 21 die Bürgersteige weiträumig geöffnet. Vattenfall bekam neue Leitungen und zunächst gingen die Arbeiten zügig voran.

Ende August wurde der Straßenbelag der Vogt-Wells-Straße erneuert. Die Arbeiten an den Bürgersteigen ruhten zwischenzeitig und die Anwohner dachten, dass zunächst die Straßenarbeiten abgeschlossen werden müssten. Möglicherweise bestünde ja ein Zusammenhang zwischen den Arbeiten auf den Bürgersteigen und dem Straßenbelag, einige Kabel wurden nämlich auch unter der Straße durchgeleitet. Soweit sah bis zu diesem Zeitpunkt alles nach wohl geplanten Bauarbeiten aus.

Nach dem die Straßenarbeiten dann wirklich sehr schnell abgeschlossen waren, tat sich für weitere drei Wochen nichts auf den Bürgersteigen.

Anfang Oktober dann wurden die eröffneten Bereiche verschlossen. Etwa zwei Wochen später teilweise die Gehwegplatten verlegt. Es sah so aus, als ob die Bauarbeiten jetzt fertig würden. Immerhin waren seit Baubeginn ja bereits drei Monate vergangen.

Dann wurden die Arbeiten wieder abgebrochen. Die weiträumige Absperrung blieb den Anwohnern erhalten, obwohl nur noch wenige Gehwegplatten verlegt werden müssten.

Eine Anwohnerin berichtet: "Ein Bauarbeiter riet mir, mich nicht zu früh zu freuen, die Arbeiten würden derzeit nicht abgeschlossen, denn im Winter würde sowieso wieder alles aufgebuddelt. Ein für die Reparatur benötigtes Teil sei derzeit nicht lieferbar."

Nun hat sich weitere vier Wochen nichts getan. Man könnte meinen, die Baustelle wurde einfach vergessen. Es scheint fasz so, als ob geplant ist die Baustelle noch viele Wochen weiter bestehen zu lassen, bis das benötigte Teil geliefert ist.

Für die Anwohner ist dieser Zustand jedenfalls untragbar. Sie kommen teilweise nur schwer mit dem Auto aus ihrer Einfahrt. Die Gehwege wurden seit Juli nicht gesäubert, obwohl dafür ja regelmäßig Abgaben erhoben werden. Die Gehwegreinigung kommt mit ihren Fahrzeugen nicht durch. Die Anwohner konnten den ganzen Sommer ihre Bäume nur unter erschwerten Bedingungen beschneiden und alle Parkplätze in diesem Bereich sind zur Einlagerung der Gehwegplatten und nicht mehr benötigten Absperrgitter abgesperrt. Lediglich der Behindertenparkplatz wurde freigehalten.

Doch es handelt sich hier nicht nur um Unbequemlichkeiten für die Anwohner.

Im Bereich direkt vor Hausnummer 21 befindet sich ein gefährlicher Engpass. Hier teilen sich Fahrradfahrer, Fußgänger, Mütter und Väter mit Kinderwagen 1,65 Meter Bürgersteig / Radfahrweg zwischen Baustelle und Bordsteinkante. Dies ist deutlich weniger als die 2,50 Meter die die Straßenverkehrsordnung für gemeinsame Fuß- und Radwege vorschreibt. Schon wenn zwei Fußgänger sich auf diesem Bereich begegnen und aneinander vorbeigehen fehlt der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zur Straße. Kommt dann noch ein Radfahrer dazu kommt es unweigerlich an dieser Engstelle zu gefährlichen Ausweichmanövern.

Die Absperrung hat außerdem überstehende Sockel, so dass Radfahrer bereits gestürzt sind. Zudem ist der Bürgersteig hier teilweise abschüssig. Bei einem Sturz landet man schnell auf der Straße, genau dort, wo LKWs und Busse eng an der Bordsteinkannte vorbei rasen.

Wenn es regnet muss man in diesem engen Bereich aufpassen dass man keine volle Ladung Regenwasser abbekommt. Nun kommt der Winter, die Baustelle und das dort angesammelte Laub wird einfrieren. Man mag gar nicht daran zu denken, wie es in diesem Bereich bei Schnee und Glatteis werden wird.

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© Lokstedt-online.de 13.11.2011