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Straßenbau

Beschleunigung im Sekundenbereich

Nach Auskunft der Arbeiter vor Ort wird die Einmündung der Julius-Vosseler-Straße
in die Koppelstraße noch bis Mitte Mai gesperrt bleiben. Die Verkehrsbehörde lässt hier Straßenarbeiten im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms durchführen. An dieser Kreuzung zeigt sich exemplarisch die Unsinnigkeit diese Programms.

Wer sich derzeit morgens und abends im Berufsverkehr durch Lokstedt quält, den behindern fast im Tagesrhythmus wechselnde Baustellen. Allein in dieser Woche wird in der Emil-Andresen-Straße, am Siemersplatz, der Vogt-Wells-Straße, der Osterfeldstraße, der Kollaustraße, der Stapelstraße, Bei der Lutherbuche, im Nedderfeld, im Kellerbleek, in der Koppelstraße und in der Julius-Vosseler-Straße gebuddelt.

Am Montag und Dienstag, da hatte man im Bereich der Kreuzungseinmündung der Julius-Vosseler-Straße bis auf eine Fahrspur je Richtung verengt, staute sich die Autolawine von der Kieler Straße durchgängig bis in die Osterfeldstraße zurück. Kein Wunder, dass da mancher am Behrmannplatz in die Grelckstraße auswich. Dort staute sich der Verkehr dann durch das Dorf - was zur Folge hatte, dass auch der Gegenverkehr stand - und weiter ging der Stau bis in die Niendorfer Straße. Dort war dann alles dicht bis zum Kastanienhof.

Das ist im Moment der ganz normale Wahnsinn, denn wir Bürger bis zum Abschluss der Arbeiten zum Busbeschleunigungsprogramm den gesamten Sommer über zu ertragen haben.

Doch wofür?

Bis Mitte Mai bleibt wie Eingangs bereits erwähnt, die Julius-Vosseler-Straße im Bereich südlich der Koppelstraße gesperrt. An der Kreuzung werden wirklich umfangreiche Arbeiten durchgeführt (siehe Fotoserie). Nach dem Abschluss der Arbeiten kann dann die Buslinie 181 hier beschleunigt von der Koppelstraße in die Julius-Vosseler-Straße einbiegen. Das heißt Busbeschleunigung im Sekundenbereich, nur um dann 100 Meter weiter in die Emil-Andresen-Straße - wenn sie denn je fertiggestellt wird - einzubiegen.

Dort gilt allerdings eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h, die die dortige Bürgerinitiative dem Bezirk abgerungen hat. Außerdem, so berichten Anwohner, können sich die Busse in der Emil-Andresen-Straße nicht begegnen. Dazu ist die Straße nicht breit genug. Ist ein Bus bereits eingebogen, muss der andere warten.

Vor diesem Hintergrund sind die derzeit zum Stau in Lokstedt führenden Straßenarbeiten an der Einmündung Julius-Vosseler-Straße völlig unsinnig. Welchen Sinn macht es bitte schön, einen Bus erst um wenige Sekunden zu beschleunigen, um ihn dann an der nächsten Ecke warten zu lassen?

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© Lokstedt-online 24.04.2013