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Radarfallen

"Die neue Säule ist so auffällig"

Ende September wurde in der Osterfeldstraße eine neue Geschwindigkeits-Messanlage installiert. Die futuristische Anlage (Vitronic PoliScan) könne mittels laserbasierter Messung zwei Fahrstreifen gleichzeitig messen, sei gegen Vandalismus geschützt und könne in beiden Fahrtrichtungen blitzen.

Die Behörde für Inneres versprach sich von der 90.000 Euro teuren Anlage eine Steigerung der Einnahmen. Immerhin ertappte schon die alter Anlage täglich über 50 Raser und erwirtschaftete weit über 300.000 Euro jährlich.

Seit dem 16. Februar sei die neue Anlage aufgrund eines technischen Defekts nicht in Betrieb, berichtet nunmehr die Hamburger Morgenpost. Das räume der Senat auf Anfrage von Hjalmar Stemmann (CDU) ein.

Außerdem erfülle die neue Anlage bisher keineswegs die in sie gesetzten Erwartungen. Es wurden durchschnittlich lediglich 42 Raser pro Tag erwischt. Gut möglich also, dass die Innenbehörde von ihren ursprünglichen Plan, alle 21 Hamburger Starenkästen gegen eine Vitronic auszutauschen, abrückt.

Stemmann hat bereits eine Erklärung für die Erfolgslosigkeit der Messanlage parat: „Die neue Säule ist so auffällig, dass viel mehr gebremst wird, als es beim alten Starenkasten der Fall war. “

Wer allerdings in den letzten Wochen das zweifelhaft Vergnügen hatte in der Rush-Hour den Siemersplatz zu überquerren, zieht durchaus auch eine andere Einschätzung der rückläufigen Einnahmen ín Erwägung. Infolge der ständigen Bauarbeiten befindet sich Lokstedt im Dauerstau. Da ist es kaum möglich die Geschwindigkeit zu überschreiten.

www.mopo.de

Leserbrief vom 08.05.2013:

In England sind alle Blitzer quitte- bzw. zitronengelb lackiert. Dort geht es ganz bewusst nicht um Abzocke, sondern um Fairness und Erziehung. Daraus können unsere Politiker nur lernen.

Heinz Laufer

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© Lokstedt-online 23.04.2013