Leserbrief

Ragen nutzlos in den Lokstedter Himmel

Herr Dücker verweist auf die Rücksichtslosigkeit von Radfahrern und Autofahrern und erwähnt Lokstedter "Zeitgenossen mit ihren superstarken Blechpferden". Na Herr Dücker, machen wir da etwa Unterschiede zwischen "starken" und "schwachen" Autofahrern? Darum geht's doch wohl nicht.

Es geht auch nicht um die Frage, ob schon vor der offiziellen Zeit über die Marktfläche gefahren werden darf (darf es natürlich nicht), sondern nur um die Frage, ob man zur Vermeidung von Gefahren gleich solche verschandelnden Schranken aufbauen muss. Muss man nicht.

Und es geht um die Frage, warum man Schranken aufbaut, von Ihren, Herr Dücker, wie auch von unser aller Steuergeldern, und sie dann nicht benutzt. Diese hässlichen Schranken ragen die gesamte Woche nutzlos in den Lokstedter Himmel. Die gesamte? Ja, die gesamte Woche! Denn auch am Markttag werden Sie nicht benutzt. Drei rot-Weiße Kunststoff-Pylone auf jeder Seite erreichen mehr als die Schranken, gerade wenn diese nicht zum Einsatz kommen.

Und, mal ehrlich, wie sieht denn das aus, wenn ein Wochenmarkt von beiden Seiten mit Stahlschranken eingezäunt wird?

Die Frage um die Schranken beantwortet sich nicht mit ideologischen Ausführungen gegen Autofahrer oder andere Gruppen von Verkehrsteilnehmern, sondern nur mit pragmatischen Ansätzen des guten Miteinander-Auskommens. Rücksicht? Jawohl, aber von allen für alle.

Jürgen Petersen

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© Lokstedt-online 21.04.2013