Busbeschleunigung

Klassische Haltebuchten werden umgebaut

Ein Lokstedter hat der Abgeordneten Monika Schaal Detailfragen zu den geplanten Umbauarbeiten an den Bushaltebuchten gestellt. Dabei wies er darauf hin, dass schon einmal von einer roten Regierung der Versuch gemacht wurde, die Bus-Haltebuchten zurückzubauen.

Frage: Was denkt sich der SPD-Senat bei so einem Vorhaben, das völlig an den Erfordernissen der Stadt vorbeigeht? Werden nicht wieder horrende Kosten entstehen, die mit einer effektiven Busbeschleunigung in keinerlei günstigem Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen? Hat Hamburg denn soviel Geld, um Maßnahmen des einen Senats vom anderen wieder rückgängig machen zu lassen?

Frau Schaal antwortet: „Im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms sollen Busbuchten umgebaut werden, damit Busse die Haltestellen zügig anfahren und wieder verlassen können, der Aus- und Einstieg der Fahrgäste reibungslos ablaufen kann und die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste berücksichtigt werden können.

Deshalb werden im Zuge der Busbeschleunigung klassische Bus-Haltebuchten zu sogenannten Bus-Kaps umgebaut, die direkt am Fahrbahnrand liegen. Gerade das barrierefreie Ein- und Aussteigen wird durch den Neubau von Bus-Kaps oft erst ermöglicht: die Busse fahren parallel an die Bordsteinkante heran, die an die Einstiegshöhe der Niederflur-Fahrzeuge angepasst ist.

Busbuchten werden aber nur dann aufgehoben, wenn Sicherheit und Verkehrsabwicklung das zulassen. Wie Erfahrungen aus anderen Städten (bspw. München) zeigen, sind dort, wo ein Rückbau erfolgte, keine Störungen anderer Verkehrsteilnehmer aufgetreten.“

Die SPD-Politikerin bevorzugt den schon lange obsoleten Rückbau der Haltebuchten zu sogenannte Bus-Kaps, bei denen die Busse mitten auf der Fahrbahn halten, den Verkehr unnötig behindern und dies nachgewiesener Maßen zu vermehrter Umweltbelastung durch Emissionen führt.

Bitte: Über das weitere Vorgehen speziell bei der Linie 5 im Bereich Siemersplatz möchte ich informiert werden und bitte um Mitteilung, wie die angrenzenden Bewohner an weiteren Entscheidungen beteiligt werden.

Dieser Bitte weicht Frau Schaal aus in dem sie behauptet, die Maßnahmen wurden auf "öffentlichen Sitzungen der bezirklichen Gremien vorgestellt und diskutiert".

www.abgeordnetenwatch.de

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© Lokstedt-online 08.03.2013